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Sprengstoff-Fund bei Antifa: SPD-Minister "bringt Zeuge in Gefahr" - Bombenbastler auf freiem Fuß

News Team
Von News Team

Eine wichtige Zeugin hat in der Thüringer Sprengstoffaffäre scharfe Kritik an Innenminister Georg Maier (SPD) geübt. „ich fühle mich durch Aussagen des Innenministers zusätzlich gefährdet“ sagte die Frau WELT AM SONNTAG. Durch Hinweise der Zeugin auf gehortete Chemikalien und Sprengstoff wurde ein Verfahren gegen zwei mutmaßliche Bombenbauer im thüringischen Rudolstadt ins Rollen gebracht, das inzwischen auch Gegenstand parlamentarischer Untersuchungen ist. Die Polizei hatte bei Hausdurchsuchungen der Beschuldigten über 100 Kilo Chemikalien die zum Bombenbau geeignet waren und bereits fertiggestellten gefährlichen Sprengstoff sichergestellt.

Nachdem die Opposition im Landtag das Vorgehen der Sicherheitsbehörden in dem Fall bereits scharf kritisiert hatte, übte die Zeugin nun gegenüber WELT AM SONNTAG auch Kritik am Innenminister. Der hatte in einer Landtagssitzung im März ihre Existenz öffentlich bestätigt und ungefragt erklärt, sie werde von einem Beschuldigten bedroht.

Ich fühle mich öffentlich regelrecht hingehängt.

Sie fühle sich durch die Äußerungen des Innenministers „öffentlich regelrecht hingehängt“, sagte sie der Zeitung.

Zwar habe ihr die Polizei gesagt, dass sie nun geschützt werde, aber „in der Praxis bedeutet das doch nur, dass die ein paar Mal öfter als sonst mit dem Streifenwagen vor dem Haus vorbeifahren.“ Sie habe Angst, weil keiner der Beschuldigten in Haft genommen worden sei und fürchte sich vor möglichen Hintermännern.

Bei der Zeugin handelt es sich um eine Nachbarin des Beschuldigten Jan R., der bis zum März als Pressesprecher eines linken Bündnisses fungierte. Zu Jahresbeginn habe sie für Jan R. zwei Pakete an der Haustür angenommen, in denen sich laut Aufdruck bis zu 40 Kilogramm Dünger befunden haben. Als sie Jan R. darauf ansprach, habe dieser eingeräumt, dass er und ein Freund daraus „Bomben und Böller bauen“ wollten. Sie habe R. daraufhin aufgefordert, „zur Polizei zu gehen und Selbstanzeige zu erstatten“.

Weil R. dies nicht getan habe, habe sie dann vier Wochen später gemeinsam mit einem Bekannten die Polizei informiert. Medienmeldungen vom Wochenende, wonach ihr Hinweis von den Ermittlern zunächst wochenlang verschleppt worden sei, wies die Zeugin entschieden zurück. „Das ist völlig falsch. Die Polizei hat sofort reagiert“, sagte sie WELT AM SONNTAG, „noch am Tag des Hinweises saß die Kripo hier bei mir am Tisch und hat meine Aussage aufgenommen.“

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7 Kommentare

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what´s that? Häää? Erklärt mir das jemand?
what else .... schönen Abend, lieber Paul
Ich hab mich vertan.., lieber Werner..,
ich habs doch schon korrigiert.., puhhhhhhh und sorry...
so könnt man sich besser kennenlernen.., lach.., schreibt ne Blondine..., smile
dann Prösterchen..., und noch einen schönen Abend für Dich
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