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Müssen wir wegen ARD-Rentnern höhere Gebühren zahlen?

Weil die ARD überdurchschnittliche Betriebsrenten zahlt und die Pensionskasse wegen der Nullzinspolitik der Notenbank immer weniger erwirtschaftet, wollen die Öffentlich-Rechtlichen alle Bürger über höhere Rundfunkbeiträge zur Kasse bitten.

Bislang zahlen alle 17,50 Euro Monatsgebühr für Radio und Fernsehen. Dieser Beitrag soll um 85 Cent auf 18,35 Euro steigen, wenn es nach den Intendanten der Öffentlich-Rechtlichen geht. Die ARD-Pensionskasse, sprich die Baden-Badener Pensionskasse, ist wegen der Nullzinspolitik des EZB-Chefs (Europäische Zentralbank) Mario Draghi in Schieflage geraten. Ihr fehlen mittelfristig zwei Milliarden Euro. Das sollen die Beitragszahler ausgleichen. Jetzt ist die Draghis Saat aufgegangen.

Raupe Nimmersatt ARD


Die „Thüringer Allgemeine“ spricht von der „Nimmersatten Gebührenraupe“. Tatsächlich geht es um gewaltige Beträge, denn 85 Cent pro Haushalt summieren sich laut Statista bei 45 Millionen Haushalten, die Rundfunkgebühren zahlen auf 38 Millionen Euro mehr. Insgesamt kämen nach der Erhöhung Gebühreneinnahmen von 8,25 Milliarden Euro pro Jahr zusammen. Das Geld reicht den Anstalten dennoch nicht, dass sie ihren Beschäftigten in der Vergangenheit großzügige Renten versprochen haben, die sie jetzt wegen der Nullzinspolitik nicht mehr bedienen können. Der Pensionskasse fehlen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) zufolge insgesamt mehr als zwei Milliarden für die betriebliche Altersvorsorge. „Die Kommission erkennt für die betriebliche Altersversorgung 2017 bis 2020 insgesamt einen Nettoaufwand von 2.070,0 Millionen Euro an“, schreibt die KEF in ihrem Bericht vom Februar 2018. 2019 die Lücke sicher noch größer sein und dann lässt die KEF die Katze aus dem Sack, denn sie muss sich zur Beitragshöhe äußern.

Mehr Geld von den Beitragszahlern


Während andere Pensionskassen die Betriebsrenten schon eingedampft haben, will die Pensionskasse der ARD mehr Geld von ihrem Träger, sprich den Rundfunkanstalten – und damit von allen Gebührenzahlern, denn woher sonst soll das Geld kommen.
Wie gut die Beschäftigten der Öffentlich-Rechtlichen versorgt sind, belegt das Beispiel der MDR-Intendantin Karola Wille, die in einem Interview mit der Bild am Sonntag ihre Pensionsansprüchen bezifferte. Da kommt so einiges zusammen, denn sie bekommt maximal 75 Prozent ihres letzten Grundgehalts – und das sind 275 000 Euro im Jahr, was einem Anspruch von 206 250 Euro jährlich und 17187 Euro monatlich entspricht. Einem internen Bericht der ARD-Anstalten zufolge liegt sie damit der „Lausitzer Allgemeinen Zeitung“ zufolge deutlich hinter ihren Kollegen Tom Buhrow (399 000 Euro)vom WDR, Ulrich Wilhelm (367 000 Euro) vom BR und Lutz Marmor (348 000 Euro) vom NDR und Peter Boudgoust (338 000 Euro) vom SWR.
Doch es seien nicht diese Spitzenverdienste, die am meisten Geld kosten, es sei die breite Masse, schreibt der „Versicherungsbote“ im September 2016. Speziell in der Zeit vor 1993 seien den Journalisten und Angestellten teils hohe Renten versprochen worden. „So fließen große Summen des Rundfunkbeitrags nicht etwa in die Programmgestaltung, sondern in die Pensionen der früheren Mitarbeiter“, resümiert der „Versicherungsbote“, der schätzt, dass allein die ARD-Anstalten in den kommenden vier Jahren laut ihrer Finanzplanung knapp 1,4 Milliarden Euro an Pensionen auszahlen müssen und beruft sich dabei auf die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Die notwendigen Rückstellungen für künftige Rentner beziffere sich im selben Zeitraum auf weitere drei Milliarden Euro. Die FAZ hat es einmal hochgerechnet und kommt pro Bürger auf 13,50 Euro, die er allein für die Altersvorsorge der öffentlich-rechtlichen Beschäftigten zahlen muss.

Mehr dazu unter https://vorunruhestand.de

26 Kommentare

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Unverschämtheit wie diese Gebühr insgesamt.
Man kann ja großzügig sein, wenn man mit Zwangsgebühr beliebig kassieren kann statt vernünftig zu wirtschaften.
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Diese Zwangssteuer war und ist für mich illegal. Egal was die Gerichte sagen..., aber wenn ich sie nicht bezahle, droht mir sogar der Knast also bezahl ich lieber - und es ist mir egal, wer alles davon profitiert... -ich wähle einfach in Zukunft anders.....
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Die öffentlichen Sender haben ja Vorbilder bei den Politikern, die unsere Steuergelder für ihre Pensionen maßlos verbraten. Ich befürchte, dass diese Maßlosigkeit die Zahl der Protestwähler noch steigen lässt.
Hoffentlich kommt ein Umdenken bei den Verantwortlichen, denn sonst könnte unser Staat zugrunde gehen.
Bravo Digger, ich sehe das auch so. Dieses satte Bedienen bei den Steuerzahlern muß ein Ende haben. Ich würde mitgehen, wenn es bei uns auch eine "Gelbwesten" Organisation wie in Frankreich gäbe. Die irre geleiteten Demonstranten von Pegida und Co., sollten sich lieber an solchen Protesten beteiligen. Nieder mit den Ausbeutern!
Und Dich verkaufen sie als Sklaven!
Du bist ja richtig kreativ bei der Auswahl deiner Emojis.
Vergiss nicht, Dir ein Bier einzuschenken. Mit Alkohol kannst Du deine Träume eher verwirklichen.
@Digger: Sklave - kreativ und Bier, das sind Grunzlaute eines Prätorianers in der zweiten Hälfte des Jahres 9 n.Chr. als er von meinen Vorfahren in den Hintern getreten wurde!
Bestimmt nicht, wir stammen von Beowulf aus dem Stamm der Ingewohnen, einem Vikinger ab.
M. ich arbeite für Putin, d. h. für den, der am meisten bezahlt. Von Sarazin und seinen Volksgenossen kann ich nicht leben.
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E sollten "normale" Verhältnisse geschaffen werden. Also die Gesetzliche Rentenversicherung soll die der Sender sofort übernehmen und eine Gleichbehandlung herstellen. Das sieht übrigens das geltende Grundgesetz auch vor. Rundfunkanstalten müssen regional zusammengelegt werden. Jedes Landesfürstentum benötigt nun wirklich keinen eigenen Macho Sender!
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