Psychotherapie: Neuer Studiengang soll Ausbildung attraktiver machen - und Therapeutenzahl erhöhen

Durch die Reform soll das Angebot an Psychotherapeuten ausgebaut werden
Durch die Reform soll das Angebot an Psychotherapeuten ausgebaut werdenFoto-Quelle: Pixabay/ Symbolfoto
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Von News Team

Die Ausbildung zum Psychotherapeuten soll grundlegend reformiert werden: Künftig soll es dafür einen eigenständigen Studiengang "Psychotherapie" geben, so plant es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Über den Gesetzentwurf beriet der Bundestag am Donnerstagabend (9. Mai 2019).

Der neue Studiengang soll ab Wintersemester 2020 an Universitäten angeboten werden.

Bisher müssen angehende Psychotherapeutinnen und -therapeuten zunächst fünf Jahre Psychologie studieren und anschließend eine etwa dreijährige, kostspielige Ausbildung in Kliniken absolvieren, wo sie meist schlecht bezahlt werden - trotz bereits abgeschlossenen Studiums.

Studium, Approbation, Weiterbildung

Das soll sich ändern: Der Studiengang Psychotherapie soll nach drei Jahren zum Bachelor und nach weiteren zwei Jahren zu einem Master-Abschluss führen. Danach müssen die Absolventen eine staatliche Prüfung ablegen und erhalten bei Bestehen eine psychotherapeutische Approbation.

Anschließend folgt eine Weiterbildung in stationären oder ambulanten Einrichtungen absolvieren, um sich anschließend ins Arztregister eintragen zu können. Doch anders als bisher sollen die Therapeuten dank ihrer Approbation für ihre Arbeit mit Patienten Geld abrechnen können.

Mehr Geld für Therapeuten in Ausbildung

"Bereits während der Ausbildung werden die Leistungen vergütet", sagt Gesundheitsminister Spahn. "Das heißt, sie können einen höheren Lohn bekommen als heute."

Durch die Reform will der CDU-Politiker das Psychotherapie-Angebot verbessern und ausbauen: In einigen Gegenden Deutschlands müssen Patienten mitunter monatelang auf einen Termin beim Therapeuten warten.

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