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Besonders gefährlich für Patienten mit geschwächtem Immunsystem sind multire ...

Knapp 1 Mio Infizierte pro Jahr - So schützen Sie sich vor Krankenhaus-Keimen

Von News Team - Freitag, 24.05.2019 - 06:39 Uhr

Laut Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene infizieren sich pro Jahr 900.000 Menschen mit einem Krankenhaus-Keim. Für 30.000 bis 40.000 endet die Krankheit tödlich. Als besonders gefährlich gelten dabei multiresistente Keime, die auf eine Therapie mit Antibiotika nicht mehr anspringen.

Etwa sechs Prozent aller Krankenhausinfektionen lassen sich auf multiresistente Keime zurückführen

, so Professorin Petra Gastmeier vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité Berlin, in der Apotheken-Umschau.

Betroffene leiden hauptsächlich an Atemwegs- und Harnwegsinfekten, Wundinfektionen oder Blutvergiftung.

IM VIDEO - Der Kampf gegen die Krankenhauskeime

Für Gesunde sind die Bakerien meist harmlos, für Patienten mit einem geschwächten Immunsystem jedoch lebensgefährlich. Die Keime gelangen über OP-Wunden oder Katheter in den Körper. Die laut "Bild" gefährlichsten Bakterien sind:

  • Acinetobacter: Sie sind enorm resistent, können sogar auf Türklinken und Bettgestellen überleben.
  • Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA): Ein Großteil der Menschen trägt den Keim in der Nase. Doch erst bei Ausbruch kann er zu Abszessen, Harn- und Atemwegsinfekten führen.
  • Enterobaktieren: Sie liegen im Darm und können dort zu Infektionen führen. Im schlimmsten Fall kommt es zur Blutvergiftung.

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Vorbeugen durch Hygiene


Hygiene im Krankenhaus kann das Infektionsrisiko minimieren. Die Techniker Krankenkasse empfiehlt folgende Verhaltensweisen für Patienten und Besucher:

  • Sagen Sie bei der Anamnese, wenn bei Ihnen schon einmal ein resistenter Keim festgestellt wurde.
  • Berühren Sie Katheter und Wundverbände nach Möglichkeit nicht mit den Händen. Holen Sie immer Krankenhauspersonal zur Hife.
  • Sollten Sie beobachten, dass das Krankenhauspersonal vor dem Katheterwechsel die Hände nicht wäscht, sprechen Sie die Person darauf an.
  • Hände desinfizieren ist das A und O: z. B. beim Betreten des Zimmers, beim Verlassen des Zimmers, vor dem Essen, nach dem Toilettengang, vor und nach Kontakt mit der eigenen Wunde oder Kathetern.
  • Richtig desinfizieren: Ausreichend Desinfektionsmittel verwenden und 30 Sekunden lang die Hände komplett benetzen. Besonders auf Daumen und Fingerkuppen achten, da sich da die Keime gerne sammeln.

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