Meningokokken-Alarm in Süddeutschland: So können Sie sich schützen

Eine ungewöhnlich hohe Häufung von Meningokokken-Infektionen gibt es derzeit ...
Eine ungewöhnlich hohe Häufung von Meningokokken-Infektionen gibt es derzeit im Landkreis EbersbergFoto-Quelle: Glomex
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Von News Team

Eine ungewöhnliche Häufung von schweren Meningokokken-Infektionen gibt es derzeit im Großraum München: Innerhalb von wenigen Wochen sind im Landkreis Ebersberg drei Frauen an der seltenen Infektion erkrankt.

Nachdem die Infektion bei zwei 19-Jährigen Anfang März einen schweren Verlauf genommen hatte, ist nun eine 56-Jährige erkrankt. Die Frau soll Kontakt zu einer der beiden 19-Jährigen gehabt haben.
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Die beiden jungen Frauen litten unter einem dramatischen Krankheitsbild, einer der beiden mussten nach einer schweren Sepsis die Unterschenkel amputiert werden.

Meningokokken sind Bakterien im Nasen-Rachen-Raum. Etwa jeder zehnte Erwachsene trägt die Bakterien in sich, ohne daran zu erkranken. Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion, also etwa durch Husten, Küssen oder Niesen leicht auf andere Menschen übertragen.
Im Video:

Lebensbedrohliche Meningokokken breiten sich in Süddeutschland au


Ob sich die jetzt erkrankte 56-Jährige auf diese Weise bei einer der jungen Frauen angesteckt hat, ist noch unklar.

Ungewöhnlich lange Inkubationszeit

Zwar hatte die Frau Kontakt zu einer von ihnen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung", allerdings bereits vor zwei Monaten. Normalerweise liegt die Inkubationszeit - also der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch einer Krankheit - bei wenigen Tagen, höchstens einer Woche. Insofern wäre der Ausbruch der Krankheit nach zwei Monaten sehr ungewöhnlich.

Da es sich aber um den selben Meningokokken-Erregertyp handelt, liege ein Zusammenhang nahe, zitiert die SZ den Chef des Ebersberger Gesundheitsamtes. Schutz vor einer Meningokokken-Erkrankung bietet eine Impfung.

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