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Windpocken-Impfung schützt Kinder auch vor Gürtelrose

Neue Studie: Gegen Windpocken impfen schützt auch vor Gürtelrose

Von News Team - Freitag, 14.06.2019 - 06:43 Uhr

So niedlich sich die Krankheit anhört, so schmerzhaft kann Gürtelrose sein. Verstärkt treten die roten Bläschen allerdings erst ab 50 Jahren auf - infolge von zu viel Stress oder wenn das Immunsystem gerade down ist. Doch auch Kinder können daran erkranken, wenngleich die Zahl weitaus geringer ist.

Das müsste nicht sein. Eine Impfung gegen Windpocken senkt die Wahrscheinlichkeit einer Gürtelrose-Erkrankung deutlich. Das hat eine Studie mit rund 6,3 Millionen Kindern nun ergeben.

Laut "American Academy of Pediatrics" hatten Kinder, die gegen Windpocken geimpft waren, ein um 78 Prozent niedrigeres Risiko für Gürtelrose (Herpes zoster) als nicht geimpfte Kindern.

Die höchsten Infektionsraten sind in den Anfangsjahren der Studie aufgetreten, als es einen höheren Anteil an Kindern gab, insbesondere ältere Kinder, die den Windpocken-Impfstoff nicht erhalten hatten

so Sheila Weinmann, die mit ihren Kollegen die Daten aus elektronischen Gesundheitsakten von 2003 bis 2014 ausgewertet hatte.

Die Mediziner bestätigen damit "den Nutzen einer routinemäßigen Varizellenimpfung zur Vorbeugung einer pädiatrischen Herpes Zoster". Bei Kindern fallen die Gürtelrose-Symptome in der Regel weitaus weniger heftig aus im Vergleich zu Erwachsenen.

Windpocken-Viren lösen Gürtelrose aus

Etwa jeder Dritte erkrankt im Laufe seines Leben an Gürtelrose. Davon sind zwei Drittel über 50 Jahre alt. Was viele nicht wissen: Gürtelrose wird vom Varizella-Zoster-Virus verursacht. Diese Krankheitserreger lösen eigentlich Windpocken aus, verbleiben jedoch nach der überstandenen Infektion - meist im Kindesalter - im Körper, ziehen sich von der Haut weg über Nervenknoten entlang des Rückenmarks zurück.

Gürtelrose kann massive Schmerzen mit sich bringen - und das über sehr lange Zeit
Gürtelrose kann massive Schmerzen mit sich bringen - und das über sehr lange Zeit

Ihre Gefahr ist nicht gebannt. Denn dort ruhen sie gewissermaßen als inaktive „Schläfer“. Wenn die Abwehrkräfte später nicht mehr so gut sind, werden sie plötzlich wieder aktiv und wandern die Nervenstränge entlang zurück zur Haut. Es bilden sich die bekannten roten Stellen, später Bläschen und die betroffenen Nerven schmerzen stark.

Impfung für erwachsene gegen Gürtelrose

Speziell für ältere Menschen gibt es einen neuen Impfstoff, der seit 2018 in Europa zugelassen ist. Viele Krankenkassen übernehmen mittlerweile die Kosten. Der Impfstoff zeigte sich in Studien als wirksamer Schutz vor Herpes Zoster. Die Impfung reduzierte das Erkrankungsrisiko um bis zu 97 Prozent.

Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.

IM VIDEO | Gürtelrose: Symptome und Ursachen - das steckt hinter der Krankheit

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