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Vaginalbakterien sorgen für eine natürliche Schutzbarriere vor Infektionen.

Eierstockkrebs: Vaginal-Bakterien können Erkrankungs-Risiko senken

Von News Team - Montag, 15.07.2019 - 10:02 Uhr

Zu wenig gesunde Vaginal-Bakterien könnten das Risiko für Eierstockkrebs erhöhen. Das fanden britische Forscher des University College London heraus. Die Wissenschaftler hoffen mit dieser Erkenntnis künftig Frauen mit hohem Risiko frühzeitig zu identifizieren zu können. Denn eine frühe Diagnose erhöhe die Heilungschancen um ein Vielfaches.

Aktuell wird Eierstockkrebs häufig zu spät erkannt, weil Symptome wie Blähungen für Menstruationsbeschwerden oder Reizdarmsyndrom gehalten werden. Die genaue Ursache von Eierstockkrebs ist unbekannt. Als Risikofaktoren gelten, fortgeschrittenes Alter, Übergewicht oder eine familiäre Vorbelastung mit Eierstock- oder Brustkrebs.

Forscher gehen allerdings auch davon aus, dass Mikroorganismen im Körper eine Rolle spielen. In der Vagina sind das nützliche Lactobacillen, die offenbar die Ausbreitung ungesunder Mikroben verhindern können.

Lactobacillus bei Risikogruppe weniger vorhanden


Im Rahmen der Studie, deren Ergebnisse das Fachblatt "The Lancet Oncology" veröffentlichte, wurden insgesamt 580 Frauen untersucht: 176 mit Eierstockkrebs, 109 mit Hochrisiko-Genen (BRCA1-Gene) und 295 ohne genetisches Risiko.

Wie beim Screening für Gebärmutterhalskrebs wurden bei den Testpersonen Proben entnommen. Bei Frauen unter 50 Jahren, die an Eierstockkrebs erkrankten oder die Krebsgene trugen, war der sogenannte Lactobacillusspiegel signifikant niedriger als bei den Gesunden. Ob tatsächlich ein direkter Zusammenhang zwischen dem Lactobacillusspiegel und einem Krebsrisiko besteht, muss jetzt genauer erforscht werden. Denn es gibt mehrere Faktoren, die sowohl die Zusammensetzung von Vaginal-Bakterien als auch das Eierstockkrebs-Risiko beeinflussen.

Übermäßige Nutzung von Hygieneprodukten schädlich


Wichtig sei allerdings, dass Frauen aufmerksam auf Symptome achten und bei Bedenken sofort einen Arzt aufsuchen. Auch auf übertriebene Hygiene sollte verzichtet werden.

Die Autoren glauben, dass bei einer übermäßigen Nutzung von Hygieneprodukten auch die guten Bakterien in der Vagina zerstört werden. Dadurch wird die natürliche Schutzbarriere vor Infektionen zerstört, was auch ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs mit sich bringt.

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