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Mit Krafttraining baut ihr gefährliches Herzfett ab

Überraschendes Studien-Ergebnis: Krafttraining schützt das Herz besser als Ausdauertraining

Von News Team - Freitag, 12.07.2019 - 17:47 Uhr

Sport ist, sofern er nicht übertrieben wird, ein gutes Mittel, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Jetzt haben Forscher untersucht, ob sich Kraft- und Ausdauertraining unterschiedlich auf die Herzgesundheit auswirken - und kamen zu einem überraschenden Ergebnis.

Konkret untersuchten die Forscher des Copenhagen University Hospitals die Auswirkungen auf zwei Arten von Herzfett, das wiederum Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt. Wie sich herausstellte, baut Krafttraining – mit Gewichten, aber auch zum Beispiel Liegestützen - mehr Herzfett ab als Ausdauertraining. Die Ergebnisse veröffentlichten im Regitse Hojgaard Christensen und seine Mitarbeiter im Fachblatt „Jama-Kardiologie“.

Forscher nehmen zwei Fettgewebe unter die Lupe

An der Studie waren 32 adipöse Erwachsene beteiligt, die bis dahin keinen Sport machten und bei denen weder Herzkrankheiten, noch Vorhofflimmern oder Diabetes diagnostiziert worden war, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Nach Zufallsprinzip wurden die Probanden einem dreimonatigen Programm für Aerobic, für Krafttraining oder aber gar keinem Training zugeordnet – letztere fungierten als Kontrollgruppe.

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Zu Beginn und am Ende der Studie wurden die Herzen der Teilnehmer einer Magnet-Resonanztomografie unterzogen. Dabei wurde insbesondere ein Augenmerk auf das epikardiale und das perikardiale Fettgewebe gelegt. Mit den Fetten werden Herzflimmern, metabolisches Syndrom, Herzinsuffizienz und koronare Herzkrankheiten in Verbindung gebracht, mit epikardialem Fett außerdem Arteriosklerose.

Krafttraining baut beide Fette wirksam ab

Nur das Krafttraining reduzierte das perikardiale Fettgewebe – und zwar um 31 Prozent im Vergleich zur Gruppe ohne Bewegung. Das Fett im epikardialen Gewebe wurde durch beide Trainingsarten verringert, hier schnitt das Ausdauertraining (32 Prozent) sogar besser ab als das Krafttraining (24 Prozent).

Forscher selbst überrascht

„Wir waren überrascht von diesem Ergebnis“, sagte Christensen, Hauptautor der Studie. Beim Krafttraining hätten ein 45-minütiges Intervall-Training mittlerer Belastung mit hoher Wiederholrate genügt, um beide Fettdepots zu reduzieren. „Die Teilnehmer führten drei bis fünf Sätze von zehn Übungen durch“, so Christensen.

Mehr Kalorienverbrauch

Während aus der Untersuchung nicht hervorgeht, warum Krafttraining einen anderen Effekt als Ausdauertraining hat, haben andere Studien ergeben, dass Krafttraining stärker den Muskelaufbau stimuliert und den Grundumsatz erhöht. „Wir spekulieren daher, dass Teilnehmer, die Krafttraining machen, tagsüber mehr Kalorien verbrennen - auch in inaktiven Perioden“, sagte Christensen zu Reuters.

Kardiologe empfiehlt Kombination

Chadi Alraeis, Direktor der Interventionellen Kardiologie am Herzkrankenhaus des Detroit Medical Center's, rät basierend auf der neuen Studie, dass der beste Weg zur Bekämpfung von Herzfett darin besteht, sowohl Ausdauer als auch Krafttraining zu betreiben. „Die Zeit auf dem Laufband sollten Sie mit Training mit Kurzhanteln oder Ausfallschritten, Situps oder Liegestützen kombinieren“, sagte er. „Es könnte sogar ausreichen, um ein paar Gewichte ins Büro mitzunehmen, um sie dort zu benutzen.“

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