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Verzicht auf Alkohol führt zu einer besseren psychischen Gesundheit, haben F ...

Neue Studie: Wer auf Alkohol verzichtet, dem geht es psychisch besser

News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Dass starker Alkoholkonsum schlecht für die Gesundheit ist, das ist jedem klar. Doch was ist mit dem einen Glas Wein zum Mittagessen, oder dem Feierabendbier? Welche gesundheitlichen Folgen dieser moderate Alkoholkonsum hat, dazu gab es bisher wenige Forschungen.

Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Hongkong untersucht, wie sich moderates Trinken von Alkohol auf die Lebensqualität auswirkt. Dabei haben sie festgestellt, dass der Verzicht auf Alkohol gut für die psychische Gesundheit ist.

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Dafür haben die Forscher über einen Zeitraum von vier Jahren die Daten von insgesamt 10.386 Menschen analysiert, die entweder gar keinen Alkohol tranken oder davon nur moderate Mengen zu sich nahmen. Als "moderat" galt dabei eine Menge von 14 alkoholischen Getränken (196 g reiner Alkohol) pro Woche bei Männern, bei Frauen waren es 7 (98 g reiner Alkohol). Die Studie wurde jetzt im Fachmagazin "CMAJ" veröffentlicht.

Vor allem Frauen ging es besser

Mit Blick auf das seelische Wohlbefinden am besten ging es dabei denjenigen, die noch nie in ihrem Leben Alkohol getrunken hatten. Bei Frauen, die zu Beginn der Studie ab und zu Alkohol getrunken hatten, dann aber ganz darauf verzichteten, stellten die Forscher eine positive Veränderung ihrer psychischen Gesundheit fest. Im Schnitt ging es ihnen nach vier Jahren ohne Alkohol mental so gut wie den lebenslangen Abstinenzlern.
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Was der Grund für diese positive Veränderung ist - das sei unklar, heißt es in der Studie. Möglich sei es, dass die schädliche Wirkung des Alkohols auf das Nervensystem bei Abstinenz ausgemerzt werde.

Weniger Alkohol, weniger Stress?

Auch ein nicht-medizinischer Grund könnte dafür verantwortlich sein: So sei es möglich, dass der Verzicht auf Alkohol zu weniger stressigen Situationen im Leben führe, gemeint sind etwa Konflikte mit der Familie oder Probleme an der Arbeit. Allein dies könnte ein Grund für ein besseres geistiges Wohlbefinden sein.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass der Konsum von Alkohol weltweit in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist - und vermutlich noch weiter zunehmen wird - warnen die Forscher davor, die gesundheitliche Folgen moderaten Trinkens zu verharmlosen.

Darum sollte man komplett auf Alkohol verzichten

"Die Ergebnisse unserer Studie legen nahe, dass Vorsicht geboten ist bei Empfehlungen, denen zufolge moderates Trinken die Lebensqualität verbessern könnte", sagte Dr. Michael Ni, Co-Autor der Studie, dem Fach-Portal "MedicalNewsToday".

Stattdessen empfiehlt der Wissenschaftler, komplett auf Alkohol zu verzichten - und zwar für immer. Dies sei gut für die psychische Gesundheit und wirke sich damit positiv auf die Lebensqualität aus.

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