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Cholesterin lagert sich an den Gefäßwänden ab und erhöht das Risiko für Schl ...

Schlechtes Cholesterin natürlich senken - Das sagen Ihre Blutwerte wirklich aus

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Von News Team

Ein hoher Cholesterinspiegel steht gemeinhin für ein erhöhtes Risiko für Arterienverkalkung und somit Schlaganfall und Herzinfarkt. Viele Patienten mit hohen Blutfettwerten schlucken sogenannte Statine, um ihr Werte auf ein ungefährliches Niveau zu senken. In vielen Fällen wären aber gar keine Medikamente nötig.

wize.life beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Volkskrankheit und erklärt, warum nicht jeder erhöhte Cholesterinwert gleich schlecht sein muss.

Vorab sei gesagt: Mit einer ausgewogenen Ernährung kann jeder seine Blutwerte in einem bestimmten Maß beeinflussen - positiv und negativ. Wichtig ist auch, dass ein hoher Cholesterinspiegel - isoliert betrachtet - kaum Aussagekraft hat. Wir schauen genauer hin:

Im Video|Diese Lebensmittel schützen ihr Herz


Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist ein lebenswichtiger kristalliner, fettartiger Naturstoff, der für den Zellaufbau (Zellmembran), die Bildung von Hormonen, Vitamin D und Gallensäuren verantwortlich ist. Zum Teil wird das Cholesterin selbst vom Körper gebildet, teils auch über die Nahrung aufgenommen. Es befindet sich in sogenannten Lipoproteinen, die quasi als Vehikel für das Cholesterin dienen.

Diese Lipoproteine transportieren das Cholesterin über den Blutkreislauf zu den Zellen. Bei einem Cholesterin-Überschuss können die Zellen den Stoff nicht mehr aufnehmen, er lagert sich als Plaque an den Gefäßwänden ab. Dies ist der schleichende Beginn einer Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Gutes vs. Schlechtes Cholesterin

Medizinern zufolge sollte der Gesamt-Cholesterin im Blut nicht über 200 mg/dl betragen. Doch der Wert allein ist nicht aussagekräftig genug, um eine mögliche Arteriosklerose-Gefahr zu erkennen.

In einem Blutbild werden daher normalerweise drei Cholesterinwerte ausgewiesen: Gesamt, LDL und HDL, wobei sich der Gesamtwert aus der Summe aus LDL, HDL und anderen Blutfetten errechnet. Während LDL das schlechte Cholesterin beschreibt, steht HDL für gutes Cholesterin.

So funktionierts:
LDL: Wird einfach ausgedrückt in der Leber gebildet und in die Zellen befördert. Ein Überschuss an LDL-Cholesterin lagert sich an den Gefäßwänden ab. Das Risiko für Arterienverkalkung und koronare Herzkrankheiten steigt.

HDL: Sammelt das schlechte Cholesterin im Körper auf und transportiert es zurück zur Leber, wo es ausgeschieden werden kann. HDL-Cholesterin schützt also vor Arterienverkalkung.
Wer also einen hohen HDL-Wert hat, kann einen erhöhten LDL-Wert zumindest zum Teil kompensieren.

Normwerte für Cholesterin

LDL (schlecht): Bei Menschen ohne weitere Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes, Raucher) sollte der Wert im Blut unter 160 mg/dl liegen.
HDL (gut): Der Wert sollte möglichst großer als 40 mg/dl sein.

Als Risikofaktor für Arteriosklerose gilt folgender Quotient:

  • LDL/HDL < 2 (geringes Risiko)
  • LDL/HDL > 2 < 4 (erhöhtes Risiko, behandlungsbedürftig)
  • LDL/HDL > 4 (sehr hohes Risiko, Gefahr in Verzug)

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Cholesterin mit Ernährung senken

Folgende Lebensmittel können den schlechten Cholesterin natürlich senken und zugleich den guten erhöhen:

  • Tomaten: Enthaltenes Lycopin verhindert, dass sich schlechtes Cholesterin in den Blutgefäßen ablagert
  • Vollkorn: enthält viel Ballaststoffe, die cholesterinhaltige Gallensäure aufsaugen und über die Verdauung aus dem Körper befördern
  • Obst und Gemüse: ebenfalls reich an Ballaststoffen; Vitamine verhindern zudem, dass das schlechte Cholesterin die Gefäße schädigt. Man spricht von einer antioxidativen Wirkung.
  • Soja: enthaltene pflanzliche Stoffe, sog. Sterine, senken den Cholesterinspiegel
  • Knoblauch, Zwiebeln, Lauch: Allicin leitet LDL ab, so dass er sich nicht ablagern kann
  • Grüner Tee: Gerbstoffe und Saponien hemmen die Fettaufnahme durch die Nahrung
  • Nüsse: Gesunde Fett senken den schlechten Cholesterinwert und erhöhen den guten. Eine Studie besagt, dass sieben Walnüsse pro Tag, den Cholesterinspiegel um bis zu sieben Prozent reduzieren können.
  • Fetter Fisch: Makrele, Lachs , Sardinen sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Zwei Portionen pro Woche sind empfehlenswert. Allerdings sollten man auf die Qualität des Fisches achten, um nicht mit Antibiotika verseuchte Meerestiere zu verzehren. Das wäre kontraproduktiv. WICHTIG: Nicht jeder Fisch hat cholesterinsenkende Wirkung: Schlecht sind bspw. Aal, Krustentiere und Räucherfisch
  • Gesunde Fette: Olivenöl, Rapsöl, Distelöl (nicht jedes Öl ist erhitzbar)
  • Kakao/dunkle Schokolade: verbessert die Durchblutung
  • Kurkuma: eines der gesündesten Gewürze der Welt, das auch den Cholesterinspiegel senken kann.
  • Wasser trinken: Wer zu wenig trinkt, produziert im Körper zu viel Cholesterin

WICHTIG: Cholesterinsenkende Produkte aus dem Supermarkt: Können den Wert senken. Weil sie aber mit Pyhtosterinen angereichert werden, sollten man nicht mehr als drei Gramm pro Tag zu sich nehmen.

Lebensmittel, die den schlechten Cholesterin erhöhen

  • Tierische Fette: Fleisch, wobei einer jüngsten Studie zufolge Geflügel auch nicht gesünder ist als rotes Fleisch
  • Fette Milchprodukte: Sahne, Butter, billige Margarine
  • Alkohol
  • Transfette: Frittiertes, Gebäck etc.

Unklar ist der Effekt von Eiern. Zwar ist bekannt, dass Eier reich an Cholesterin sind. Welche Wirkung sie aber auf die Gesundheit haben, ist noch nicht endgültig geklärt. Hier gehen die Meinungen auseinander.

Nicht zu vergessen: Auch durch Sport kann der Cholesterinspiegel gesenkt werden.

Wenn Sie betroffen sind, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob in Ihrem speziellen Fall eine Ernährungsumstellung womöglich Medikamente ersetzen kann. Vor allem bei Patienten mit mehreren Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen dürfte es jedoch keine Alternative zu Arzneimitteln geben.

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3 Kommentare

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Der Mensch produziert Cholesterin in genau der richtigen Menge selbst. Es ist daher sehr unvorteilhaft Cholesterin extern zu konsumieren. Cholesterin ist in allen Tierprodukten. Eine Ernährung Richtung vegan wäre somit ein wichtiger Schritt. Auch Fisch würde ich nicht konsumieren. Omega 3 kann man viel besser über geschrotete Leinsamen, Chiasamen oder Walnüsse zu sich nehmen. Ein weiterer Grund für den Anstieg des eigenen Cholesterin sind pflanzliche Fette wie Margarine oder auch alle Pflanzenöle. Öl wächst nicht am Baum und hat somit nichts mit artgerechter Ernährung zu tun. Auch trinkt der Mensch als einziges Säugetier nach dem Abstillen die Muttermilch einer anderen Art. Vielleicht mal darüber nachdenken, ob das nicht alles die Ursache für einen zu hohen Cholesterinspiegel sein könnte.
"sein könnte", vielleicht, so schreiben Veganer, und wenn ich sehe, was in Vegan alles drin ist, u.a. an Chemie, dann frag ich mich doch was daran gesund sein soll. Ausserdem gibt der obige Artikel auch nur Halbwahrheiten her. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig! Wir sind alle keine Kühe und Rinder, von allem etwas, nicht zu viel, nicht zu wenig und auf alles was Chemie enthält oder gepantscht wird, z.B. gehört da mittlerweile auch Olivenöl zu, lieber verzichten!
Sollte hierauf eine Reaktion kommen, nur zur Info, ich bin selten hier und nix für ungut !
Vegane Ersatzprodukte sind ähnlich wie tierische Ersatzprodukte auch mit vielen Zusatzstoffen versetzt und bestimmt nicht gesund. Aber nicht alle Veganer essen nur Ersatzprodukte. Veganer essen vor allen Stärkeprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüsse, Obst, Samen, Nüsse usw. Am besten wenn man aus diesen Pflanzen sein Essen selbst kocht. Mein Cholesterinspiegel ist durch die vegane Ernährung im übrigen massiv gefallen und liegt nun weiter unter dem deutschen Durchschnitt. Vielleicht einfach mal einen Monat vegan ausprobieren und den Cholesterinspiegel danach messen lassen. Was hat man zu verlieren? Vielleicht die Lust auf Tierprodukte.
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