Psychische Störungen - Winter-Babys besonders oft betroffen

Psychische Störungen - Warum Winter-Babys so oft betroffen sind (Symbolbild)
Psychische Störungen - Warum Winter-Babys so oft betroffen sind (Symbolbild)Foto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Wie eine aktuelle Studie nahelegt, tragen Babys, die im Winter geboren werden ein höheres Risiko an psychischen Störungen zu leiden. Ausschlaggebend für dieses Phänomen ist das Stress-Hormon Cortisol, dass Mütter dann stärker produzieren.

Geburtszeitpunkt beeinflusst Gesundheit des Babys

Das Phänomen, dass der Monat, in dem man geboren wird, auch Einfluss auf das spätere Befinden hat, ist alt bekannt. So belegten Untersuchungen bereits, dass Menschen, die im Sommer geboren wurden, später in die Pubertät kommen und tendenziell eine stabilere Gesundheit haben. Menschen, die in den Wintermonaten geboren wurden, tragen ein höheres Risiko, an psychische Störungen zu leiden.

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Höherer Cortisol-Spiegel im Winter

Wie die University of Cardiff auf ihrem Internet Auftritt berichtet, analysierten Wissenschaftler der Einrichtung Daten aus der Langzeitstudie „Grown in Wales“ bei der 316 Frauen vom Zeitpunkt der präoperativen Untersuchung bis nach der Geburt begleitet wurden. Dabei dokumentierte eine Hebamme den jeweiligen Zustand in ausführlichen Fragebogen und Notizen.

Auf Basis dieser Daten wurde festgestellt, dass Frauen, die im Herbst und Winter gebären, kurz vor der Entbindung im Durchschnitt 20 Prozent mehr Cortisol im Speichel haben, als Frauen, die im Frühjahr oder Sommer ein Kind zur Welt brachten, wie Professor Ros John von der School of Biosciences der Cardiff University erläutert:

Obwohl der mütterliche Cortisol-Spiegel während der Schwangerschaft auf natürliche Weise ansteigt, zeigen unsere Daten, dass Herbst- und Winterbabys kurz vor ihrer Geburt besonders hohen Levels ausgesetzt sind.
Da ein höherer Cortisolspiegel bei schwangeren Frauen zuvor mit einem höheren Risiko für Kinder verbunden war, psychische Störungen zu entwickeln, könnten die neuen Erkenntnisse erklären, warum diese Störungen bei Menschen, die in den Wintermonaten geboren wurden, häufiger auftreten.
Sie erklären jedoch nicht, warum Frauen, die im Winter oder Herbst geboren werden, über einen höheren Cortisolspiegel verfügen.
autoren wize.life

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