Vergiftungsgefahr: Mann im Koma – Unternehmen warnt vor lebensgefährlichem Fisch

Bestimmter Trockenfisch kann zu einer Vergiftungsgefahr führen.
Bestimmter Trockenfisch kann zu einer Vergiftungsgefahr führen.Foto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Das Unternehmen Ozean Fischgroßhandel GmbH hat einen großen Rückruf gestartet. Bei den betroffenen Produkten kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einer lebensbedrohlichen Fischvergiftung (Botulismus) kommt. Die zurückgerufene Ware sollte auf keinen Fall gegessen werden.

Der Großhandel warnt in einer Meldung vor den Produkten. Dort heißt es: „Vergiftung kann lebensbedrohlich sein – Ware bitte umgehend vernichten.“

Die Warnung bezieht sich auf den Verzehr von Trockenfisch der Arten „Plötze unausgenommen, ausgenommen, Karauschen, Flussbarsch, Forelle, Hecht, alle getrocknet und gesalzen“. Konkret handelt es sich um folgende Produkte:

Flussbarsch (Perca Fluvictilis) getrocknet und gesalzen
Haltbarkeit: 27.05.2020
Los-Kennzeichnung: Lot 170519
Herkunft: NL 6779 EG
Verpackungseinheit: 5kg Karton und loser Verkauf

Forelle getrocknet, gesalzen und ausgenommen (Aquakultur Türkei)
Haltbarkeit: 09.03.2020
Los-Kennzeichnung: Lot 140619
Herkunft: DE-NW EFB – 220
Verpackungseinheit: 3kg Karton und loser Verkauf

Hecht (Esox lucius) getrocknet und gesalzen
Haltbarkeit: 11.07.2020
Los-Kennzeichnung: Lot 180319
Herkunft: DE-NW EFB – 220
Verpackungseinheit: 6kg Karton und loser Verkauf

Karausche (Carssius Gibelio) getrocknet und gesalzen
Haltbarkeit: 27.05.2020
Los-Kennzeichnung: Lot 170519
Herkunft: NL 6779 EG
Verpackungseinheit: 5kg Karton und loser Verkauf

Plötze/Rotauge vol. (= unausgenommen), getrocknet und gesalzen
Haltbarkeit: 12.11.2019
Los-Kennzeichnung: Lot 180219
Herkunft: NL 6114 EG
Verpackungseinheit: 12kg Karton und loser Verkauf

Plötze/Rotauge ausgenommen, getrocknet und gesalzen
Haltbarkeit: 05.03.2020
Los-Kennzeichnung: Lot 180319
Herkunft: DE NW EFB 220
Verpackungseinheit: 10kg Karton und loser Verkauf
Hersteller (Inverkehrbringer): Ozean Fischgroßhandel GmbH

Mann bereits im Koma, weil er Fisch aß

Ein Mann aus Lippe erkrankte nach dem Verzehr eines Trockenfisches an Botulismus und liegt derzeit im Koma. Die lebensbedrohliche Vergiftung wurde durch die russische Spezialität aus dem Großhandel ausgelöst, wie es in der Osnabrücker Zeitung heißt.

Wer diese Symptome hat, sollte sich Sorgen machen

Wer bereits ein zurückgerufenes Produkt gegessen hat, sollte auf die Merkmale einer Vergiftung achten. Wer Symptome wie ungewöhnliche Kopfschmerzen und Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall oder Lähmungserscheinungen verspürt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen. Lähmungen betreffen in den meisten Fällen zunächst die Augen und das Sehvermögen, die Augenlider können dann oft nicht mehr bewegt werden. Weitere Symptome können Sprechstörungen, ein trockener Mund, Schlucklähmungen oder Atemnot sein.
Bitte vernichtet die oben aufgelisteten Produkte umgehend, damit nicht noch ein Mensch erkrankt.

Lebensmittel unbedingt vernichten

Bitte vernichtet die oben aufgelisteten Produkte umgehend, damit nicht noch ein Mensch erkrankt.

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autoren wize.life

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