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Gesundheitsgefahr durch Daddeln: Die drehende Handbewegung beim Wischen des  ...

Gesundheitsrisiko Smartphone: Angewohnheit kann schmerzhafte Folgen haben

News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Die Erkrankung kündigt sich mit einem Kribbeln in den Fingerspitzen an, manchmal schläft nachts eine Hand ein: An einem Karpaltunnelsyndrom (KTS) leidet etwa jeder sechste Erwachsene, schätzen Experten.

Verursacht wird dieser Nerven-Engpass im Handgelenk, der zu schmerzhaften Taubheitsgefühlen führen kann, durch intensive Handarbeit - sei es im Beruf oder in der Freizeit.

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Jetzt haben asiatische Forscher herausgefunden, dass die intensive Nutzung von Smartphones zu einem Karpaltunnelsyndrom führen kann. Wer zu viel am Handy daddelt, erhöht demnach das Risiko, daran zu erkranken.

Dass der "dramatische Mehrgebrauch von Smartphones und Computertastaturen" die Erkrankung auslösen kann, hält Professor Helmut Buchner von der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN) für plausibel.

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Zwar belegen dies bisher nur Studien aus Asien. „Ich kann keinen Grund erkennen, warum es bei uns anders sein sollte", so der Neurologe.

Drehende Bewegungen verstärken KTS

Es sei bekannt, dass drehende Bewegungen im Handgelenk - wie das Wischen auf dem Display des Smartphones - das KTS verstärken. "Bei Fleischern etwa gilt das KTS als Berufskrankheit“, so Buchner.

Die drehenden Bewegungen im Handgelenk mit dem Messer fördern den Nerven-Engpass.

Gefährdet sind auch Reinigungskräfte, die häufig Lappen auswringen müssen, oder etwa Menschen, die intensiv stricken.

So kommt es zu Beschwerden

Der Karpaltunnel ist ein Kanal im Bereich der Handwurzel, durch den Sehnen und der Mittelnerv verlaufen. Genau dieser Nerv (Nervus Medianus) gerät beim Karpaltunnel-Syndrom unter Druck, meist wegen einer Schwellung.

Die Schwellung entsteht durch belastende Handbewegungen - wie etwas das Auswringen von Lappen oder durch intensive Wischbewegungen auf dem Display des Handys.

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Auch das Schlafen mit abgeknickten Handgelenken, starke Gewichtszunahme oder hormonelle Einflüsse wie Schwangerschaft und Wechseljahre gelten als mögliche Ursachen.

„Frauen sind drei bis vier Mal häufiger als Männer betroffen“, sagt Buchner.

So erkennen Betroffen, ob sie an KTS leiden

Wie erkennen Betroffene, dass sie an einem KTS leiden? Erste Symptome sind demnach ein Kribbeln in den Spitzen der ersten drei Finger, vom Daumen bis zum Mittelfinger. Buchner: „Das Kribbeln fühlt sich elektrisierend und brennend an.“

Als würden Ameisen durch die Hand laufen - so beschreiben Patienten häufig das Kribbeln. Manchmal reicht es, die Hand zu schütteln, dann verschwindet es wieder. Doch häufig kehrt das Kribbeln zurück, im weiteren Verlauf der Erkrankung können Schmerzen auftreten, die bis in den Arm ziehen.

Das sind die ersten Symptome

Wer häufig Kribbeln im zweiten und dritten Finger spürt, sollte einen Neurologen aufsuchen, rät der Experte. Nur der Arzt kann abklären, ob ein KTS vorliegt.

Im Anfangsstadium der Erkrankung kann es helfen, die Belastungen zu vermeiden - etwa mithilfe einer Handschiene, die ein Abknicken der Gelenke verhindert.

Oder durch den Verzicht auf intensive Smartphone-Nutzung, vor allem auf drehende Handgelenkbewegungen wie beim Wischen auf dem Display

rät Buchner.

Allerdings: Eine Änderung des eigenen Verhaltens kann die Engstelle im Handgelenk nicht auflösen.

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Bei anhaltenden Beschwerden raten Ärzte meist zu einer Operation.

Dabei spalten Hand- oder Neurochirurgen über einen kleineren Schnitt in örtlicher Betäubung das Bindegewebsgewebsband über dem Karpaltunnel, so dass der eingeklemmte Nerv mehr Platz bekommt, der Druck sinkt. Jährlich erfolgen laut DGKN etwa 300.000 Eingriffe dieser Art in Deutschland.

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