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Während einer Operation hatte ein 72-Jähriger seine Zahnprothese verschluckt ...

Rentner verschluckt Zahnprothese während OP - erst Tage später finden Ärzte sein Gebiss

News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Die Operation war ein Standard-Eingriff, bei einem 72-Jährigen wurde ein harmloser Knoten in der Bauchdecke entfernt. Doch wenige Tage später bekam der Rentner aus Großbritannien massive gesundheitliche Probleme: Er klagte über Schmerzen, Atemprobleme, Blutungen, konnte keine feste Nahrung und keine Medikamente mehr schlucken, nur noch im Sitzen schlafen.

Während einer Operation hatte ein 72-Jähriger seine Zahnprothese verschluckt - dies wurde Tage nach der OP auf Röntgenaufnahmen entdeckt
BMJ Case Reports 2019Während einer Operation hatte ein 72-Jähriger seine Zahnprothese verschluckt - dies wurde Tage nach der OP auf Röntgenaufnahmen entdeckt

Die behandelnden Mediziner standen vor einem Rätsel: Sie vermuteten zunächst eine Atemwegsinfektion als Nebenwirkung der Operation, bei der der Mann intubiert worden war, und verschrieben Antibiotika und Steroide. Nichts half.

Auch weitere Untersuchungen brachten kein Ergebnis. Bis die Ärzte acht Tage nach der OP auf einer Röntgenaufnahme im Hals des Mannes einen undefinierbaren metallischen Gegenstand entdeckten.

Seit der OP vermisste der Mann seine dritten Zähne

Als die Ärzte ihm die Aufnahmen zeigten, gestand der Patient, dass seine Zahnprothese seit der Operation verschwunden war und teilweise aus Metall bestand.

Bingo!

Nach der OP konnte der Rentner kaum schlucken und atmen: Auf dieser Röntgenaufnahme ist zu sehen, warum: Die dritten Zähne waren im Halsraum stecken geblieben
BMJ Case Reports 2019Nach der OP konnte der Rentner kaum schlucken und atmen: Auf dieser Röntgenaufnahme ist zu sehen, warum: Die dritten Zähne waren im Halsraum stecken geblieben

Die dritten Zähne, die im Hals des Mannes feststeckten, waren für seine schweren Gesundheitsprobleme verantwortlich. Der Rentner hatte die Zahnprothese offenbar während der Operation verschluckt, heißt es in einer Studie, in der die Behandlung des 72-Jährigen analysiert wird, und die jetzt im Fachmagazin "BMJ Case Reports" veröffentlicht worden ist.

Auch interessant:

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Der ungewöhnliche Fall läuft in dem Fachmagazin unter der Rubrik "Aus Fehlern lernen".

Das können Ärzte aus dem Fall lernen

Die Lektion: Hat ein Patient eine Zahnprothese, sollten Ärzte dies "vor und nach einer Operation genau dokumentieren", schreibt die Hals-Nasen-Ohrenspezialistin Dr. Harriet A Cunniffe vom James Paget Universitätskrankenhaus Great Yarmouth in der Studie.

Das gesamte Operations-Team sollte sich im Klaren sein, dass und wie dies während des Eingriffs berücksichtigt werden muss.

Der Rentner musste noch mehrfach operiert werden

Mit der Entdeckung der Zahnprothese in seinem Körper war das Leiden für den 72-Jährigen längst nicht vorbei.

Zwar wurde ihm der Fremdkörper sofort entfernt, den er vermutlich bei der ersten OP inhaliert hatte, als er unter Vollnarkose gesetzt worden war.

Doch dies linderte zunächst nicht seine Symptome. Erst Wochen später, nach zwei weiteren Operationen und mehreren Bluttransfusionen, ging es ihm besser.

Im Video:

Unfassbar: Zahnärzte operieren 526 Zähne aus Mund eines 7-Jährigen

18 Kommentare

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Hoax.
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Hat es gemundet?????
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ich kenne das anders: eine Schwester kommt ins Zimmer und rasselt ihren Text runter: Prothesen raus, abschminken, Nagellack entfernen. Warum erst lange rum fragen, in einem strengen Tonfall wirkt das viel besser. Eh die Impfgegner noch auf die Idee kommen, lange Diskussionen führen zu wollen.
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Wie konnte dies passieren,eigentlich unmöglich. Vor jedem Eingriff wird man gefragt ob man Zahnprothesenträger ist...Kenn ich garnicht anders.
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schlechte OP-Vorbereitung!! Es gehört dazu, die Patienten darauf hinzuweisen, ihren Zahnersatz herauszunehmen.
so kenne ich das auch, selbst bei kleinen Narkosen die man für Untersuchungen bekommt, wird man gefragt ob man einen herausnehmbaren Zahnersatz oder einen Herzschrittmacher hat.
Da hat wohl der/die Assistent-in gepennt. Aber wir sind ja alles nur Menschen und der Mensch macht eben auch ab und an Fehler. Sollte nicht aber es passiert halt leider.
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Das habe ich auch schon bei einem Patienten erlebt, der zur selben Zeit wie ich im Krankenhaus lag ! Mein behandelnder Arzt sagte damals, er muß mal eben zu einem Patienten, der soeben sein Gebiß verschluckt hat - ich wollte es nicht glauben...! Aber es gibt es tatsächlich !
...dann wurde er wohl vorher auch nicht gefragt???Eigenartig...
Sehr eigenartig - darf überhaupt nicht passieren...!
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Das kann ich nicht verstehen, denn vor jeder OP müssen die Prothesen entfernt werden.
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hier wird genauso gepfuscht wie anderswo und noch mehr, von daher sollte hier niemand so grosse töne spucken, hier sterben auch genug menschen durch bodenlose pfuscherei
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Kaum vorstellbar - die Patienten werden immer gefragt, ob sie Zahnprothesen haben, - respektive vor jeder O P.
Ja, wollte ich auch gerade schreiben... ABER!!! der Fall ist aus England... und wer weiß was es da für mangelnde Vorschriften gibt... also hier in Deutschland kann ich mir so einen Fall, zu mindestens in den letzten 10 Jahren, nicht vorstellen ... da wird man mehr als ein mal drauf hingewiesen und kontrolliert den Zahnersatz raus zu nehmen, selbst bei kleinsten Eingriffen wie z.B. eine Darmspiegelung...
Wahrscheinlich haben die ihn in englisch aufgeklärt ... *Ironiewiederaus*
bekannter von mir hat sie auch verschluckt ,allerdings nicht bei einer op
Hat wahrscheinlich mit dem "BREXIT" zu tun, daher waren die Ärzte und Narkoseärzte dito Pflegepersonal mit ihren Gedanken schon in Deutschland mit neuem Job !
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