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Vier Patienten wurden in Ebersberg bereits infiziert.

Gefährlicher Erreger in Bayern: Schon dritte Amputation nach Blutvergiftung - Gesundheitsamt warnt

News Team
Von News Team

Eine besonders gefährliche Form der Hirnhautentzündung verbreitet im Landkreis Ebersberg (Oberbayern) Angst und Schrecken. Und das zurecht. Meningokokken lösen zusätzlich eine Blutvergiftung aus, Amputationen von Gliedmaßen drohen. Das Gesundheitsamt rät dringend zur Impfung, denn übertragen werden die Bakterien durch Tröpfcheninfektion.

Vier Patienten wurden im Landkreis behandelt, bei drei mussten Gliedmaßen aufgrund der Blutvergiftung abgenommen werden, sonst wären sie gestorben.

Dieses Form der Hirnhautentzündung, die sich anfangs wie eine gewöhnliche Erkältung anfühlt, ist sehr selten. Nur 14 Prozent der Erkrankungen werden durch den Erreger übertragen. Allerdings nicht wie FSME durch Zecken. Die Ansteckung von Mensch zu Mensch geschieht durch Tröpfeninfektion. Ein Niesen oder Husten genügt bei angeschlagenem Immunsystem, um sich die Erreger einzufangen.

Gesundheitsamt rät zur Impfung

Das Gesundheitsamt Ebersberg rät daher dringend zur Impfung. "Wir müssen davon ausgehen, dass der Erreger nach wie vor in der Bevölkerung zirkuliert. Das heißt, dass sich jederzeit jemand wieder anstecken und erkranken kann", so Leiter Dr. Hermann Büchner.

Die Impfung kostet rund 60 Euro, wird aber nicht von allen Krankenkassen übernommen.

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