Fettarme Ernährung beginnt beim Einkauf - und tut der Gesundheit gut

Langzeitsstudie: Fettarme Ernährung verlängert das Leben bei Brustkrebs und Diabetes

News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Dass eine fettarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse grundsätzlich gesund ist, verwundert nicht weiter. Eine Langzeitstudie hat nun allerdings ergeben, dass die Vorteile vor allem in Hinblick auf Brustkrebs, Diabetes und das Herz bei Frauen erheblich sind.

Ein Team unter der Leitung von Forschern des Fred Hutchinson Cancer Research Center startete 1993 die Studie mit fast 49.000 Frauen aus den USA, die bereits ihre Menopause hinter sich hatten. Mithilfe von Ernährungswissenschaftlern stellten die Probandinnen ihre Ernährung um auf fettarme Lebensmittel, Früchte, Gemüse und Getreide, ihre Diät wurde kontinuierlich begleitet.

Auch interessant: Krebs durch Ernährung - Auf diese Lebensmittel sollten Sie verzichten


Nach fast neun Jahren stellten die Forscher noch keine signifikanten Vorteile mit Blick auf Brustkrebs, Diabetes und Herzkrankheiten fest. Nach fast 20 Jahren war dies jedoch anders, wie sie in einer Pressemitteilung darlegen:

  • Bei Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren, sank die Zahl der Todesfälle um 15 bis 35 Prozent.
  • Bei Frauen mit Diabetes 1 (insulinabhängig) sank das Sterberisiko um 13 bis 25 Prozent.
  • Die Gefahr koronarer Herzkrankheiten wurde bei 23.000 Frauen, die ursprünglich keinen Bluthochdruck oder eine vorangegangene Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten, um 15 bis 30 Prozent reduziert.

Im Video:

Diese 6 Getränke helfen gegen lebensgefährliches Bauchfett


Keine negativen Auswirkungen

„Die neuesten Ergebnisse bestätigen, dass Ernährung einen großen Einfluss auf die Gesundheit hat und dass fettarme Diäten mit viel Obst, Gemüse und Getreide viele Vorteile bieten, ohne dass negative Auswirkungen festzustellen sind“, sagt Studienautor Ross Prentice vom Fred Hutchinson Cancer Research Center.

Gezieltes Vorgehen der Forscher

Anders als viele Studien, die den Zusammenhang zwischen Ernährung, Krebs und anderen Krankheiten untersuchen, handelt es sich den Angaben zufolge um eine langfristige randomisierte, kontrollierte klinische Studie mit dem Ziel, klare kausale Schlussfolgerungen zu ziehen.

„Während es viele Diäten gibt, die kurzfristige Vorteile wie Gewichtsabnahme bieten, bestätigt diese Studie wissenschaftlich die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen einer fettarmen Ernährung“, sagt Co-Autorin Garnet Anderson.

Die Ergebnisse wurden im Fachblatt "Journal of Nutrition" veröffentlicht.

Auch interessant: Nach Brustkrebs-Diagnose bei Manuela Schwesig: Was Sie über Symptome und Heilung wissen müssen

7 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Es ist ja bekannt, daß alle paar Tage eine neue Sau durch das Dorf getrieben wird. Will man uns jetzt beibringen, daß wir den Tieren das Gras weg essen sollen? Vor ein paar Jahren war ich längere Zeit auf einer griechischen Insel, da gabe es zum Frühstück Weißbrot das in Olivenöl getaucht wurde. Diese Menschen waren damals schon sehr alt, obwohl sie fett gegessen haben und den Wein liebten.
Mit Weißbrot und Olivenöl gesund zu bleiben ist schon ein sehr interessanter Ansatz. Bzgl. der traditionellen Ernährung glaube ich eher den Ansichten von Dr. McDoughall. Lese hierzu die Leseprobe seines Buches, welches ich auch ganz gelesen habe und sehr empfehlen kann. https://books.google.de/books?id=Gqc...BAJ&pg=PT20 .
Guten Morgen Jo,
bei manchen von Dr. McDoughall aufgelisteten Lebensmittel, bekäme ich persönlich gesundheitliche Probleme. Das Problem, daß jedes Individuum anders lebt und auch reagiert, wird oftmals außer acht gelassen. Was für den Einen gut ist, kann für den Anderen schon wieder gesundheitliche Nachteile mit sich bringen. Es soll Jeder nach seiner Art und Weise essen und trinken was Ihm schmeckt und nach was es Ihn gelüstet.
Bei welchen Lebensmitteln? Du wirst auch heute schon einige Stärkeprodukte essen und wie er schreibt essen Asiaten teilweise drei Mal am Tag Reis. Viele Menschen glauben abwechslungsreich essen zu müssen und da sie z. B. Gluten nicht vertragen greifen sie vermehrt auf Tierprodukte und Pflanzenöle zurück. Aber es ist meiner Meinung nach ein Irrglaube, dass Tierprodukte und Pflanzenöle für eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung tatsächlich notwendig sind. Solange du keine gesundheitlichen Probleme hast, kannst du es ja gerne machen. Aber falls du gesundheitliche Probleme hast, wirst du immer Stärkeprodukte finden, die du essen kannst. Wie gesagt Reis kann man auch jeden Tag essen wenn man es nur will. Aber solange in dieser Gesellschaft jeden Tag das Essen ein Erlebnis sein muss, wird sich nichts ändern. Überlege dir was die Menschen in Mitteleuropa vor 100 Jahren gegessen haben. Vielleicht kannst du dich daran orientieren. Ich denke Kartoffeln verträgt jeder, die es auch täglich in vielen unterschiedlichen Formen geben könnte.
Z.B. Erbsen, die treiben bei mir den Zuckerpegel in eine Höhe zwischen 350 und 400 mg/dl. Andere wieder haben Glutenprobleme. Also nicht jeder Mensch ist gleich. Deshalb sollte man die Vorschreiberei sein lassen.
Niemand muss Erbsen essen. Aber was ist mit anderen Hülsenfrüchten? Was ist mit Kartoffeln, Reis, Nudeln, ... Jeder kann natürlich essen was er will. Aber High Fat durch Tierprodukte und Pflanzenöle ist unnatürlich und führt zu allerlei gesundheitlichen Problemen. Butter oder Margarine aufs Brot, dazu Wurst oder Käse, fast jeden Mittag irgendwas vom Tier oder im Öl erträngt und was gibt es am Abend? Die meisten Menschen essen einfach zu fettreich. Aber kannst dir ja die Ernährungs Docs anschauen die raten ja sogar noch dazu viel Fett zu essen, da es ja so gesund sei. Schuld ist nur der Zucker, der natürlich auch nicht toll ist. Du kannst Fett beliebig minimieren und wahrscheinlich nimmst du immer noch zu viel Fett zu dir. Ich lebe vegan und fast ölfrei, damit sehr Low Fat und mir geht es besser als je zuvor.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Der Mensch gehört zu den Primaten. Die nächsten Verwandten sind die Bonobos. Diese Affenart ernährt sich zu 95% pflanzlich. Daher ist die Ernährung sehr fettarm. Fettreiche Produkte wie Fleisch, Fisch und Eier gibt es selten. Wie alle Säugetiere außer dem Menschen trinken Bonobos nach dem Abstillen auch keine Muttermilch (z. B. von einer Kuh) mehr, die sehr frettreich und proteinreich ist. Auch kommen Bonobos wie alle anderen Säugetiere nicht auf die Idee an pflanzlichen Speisen wie Salat Pflanzenöl (100% Fett) zu kippen, um z.B. die Vitamine besser aufnehmen zu können. Es ist eigentlich ganz logisch, dass eine fettarme Ernährung die artgerechte Ernährung des Menschen ist.

https://www.mpg.de/4326049/nahrung_bonobos
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren