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Erste Hilfe - So wichtig, doch viele trauen sich nicht

Herzstillstand: Nur jeder Zehnte überlebt - weil aus Angst zu wenige helfen

News Team
Von News Team

Pro Jahr erleiden in Deutschland über 50.000 Menschen außerhalb des Krankenhauses einen plötzlichen Herzstillstand. Nur jeder Zehnte überlebt. Auch, weil in vielen Fälle potenzielle Ersthelfer aus Angst, etwas falsch zu machen, nicht eingreifen. Laut "ADAC" werden nur 39 Prozent der Deutschen als Ersthelfer aktiv. In anderen europäischen Ländern liegt die Helferquote zum Teil bei bis zu 80 Prozent.

Um das Bewusstsein zur Laienreanimation zu schärfen, hat die ADAC Stiftung in Kooperation mit zahlreichen Organisationen die "Woche der Wiederbelebung" ins Leben gerufen. Ab heute (16. September) wird bundesweit mit Plakaten und auf Infoscreens dazu aufgerufen, im Notfall Hilfe zu leisten. JEDER kann helfen.

Unser Ziel ist es, dass jeder die einfachen Schritte 'Prüfen, Rufen, Drücken' beherrscht und anwendet

, so Dr. Andrea David, Vorstand der ADAC Stiftung.

Prüfen, Rufen, Drücken – was steckt dahinter


Bei einem Herzstillstand kommt es schon nach drei bis fünf Minuten aufgrund des Sauerstoffmangels zu bleibenden Schäden im Gehirn. Weil der Rettungsdienst durchschnittlich acht bis zehn Minuten zum Einsatzort braucht, ist Gefahr im Verzug.

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In Deutschland liegt die Überlebensquote bei 10 Prozent, weil zu wenige Menschen, die helfen könnten, eingreifen. Dabei wäre es so einfach. Drei Schritte gehören zur perfekten Ersten Hilfe.

  • Schritt 1: Prüfen Überprüfen Sie, ob der Patient noch atmet bzw. ob es Unregelmäßigkeiten bei der Atmung gibt.
  • Schritt 2: Rufen Alarmieren Sie den Notarzt.
  • Schritt 3: Drücken

Beginnen Sie mit der Reanimation. SIE KÖNNEN NICHTS FALSCH MACHEN. Im Gegenteil.

SIE sind in diesem Fall die EINZIGE HOFFNUNG des Patienten.


Und so geht's:

  • 1. Drehen Sie den Bewusstlosen auf den Rücken und machen Sie den Oberkörper frei.
  • 2. Beide Hände übereinander liegend auf den Brustkorb legen und mit gestreckten Armen und voller Kraft die Ballen auf den Brustkorb drücken. Der Körper sollte bis zu 5 cm eingedrückt werden. Wiederholen Sie den Druck ca. 100 Mal pro Minute.
  • 3. Halten Sie durch, bis der Notarzt eintrifft. Sollte Ihnen die Kraft ausgehen, lassen Sie sich ablösen, ohne dass eine Pause entsteht.
  • 4. Erfahrene Ersthelfer können zusätzlich beatmen, Ungeübte sollten sich jedoch nur auf die Herzdruckmassage konzentrieren.

Dem "Ärzteblatt" zufolge konnte in den Niederlanden und in Skandinavien aufgrund einer größeren Bereitschaft zur Reanimation die Überlebensrate nach einem plötzlichen Herzstillstand verdoppelt bis vervierfacht werden.

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3 Kommentare

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Also, so einfach wie sich das hier darstellt ist das ja nun mal nicht! Die einzelnen Schritte zu beachten, wenn man da nicht Routine hat, finde ich echt schwierig. Man muß das schon gespeichert haben. Ich wäre so aufgeregt, dass ich garantiert die einzelnen Schritte der Widerbelebung nicht mehr im Kopf hätte. Ein "Hoch" denen, die das hinkriegen.
Jeder ist froh wenn ihm diese schwierige Aufgabe erspart bleibt ,Und noch Dankbarer wenn dir jemand hielft ,.Ich nehme mir vor sachlich zu bleiben und das wichtigste zu tun , Einfach handeln mein fester Vorsatz ,
@ Gerti Zerrer, da gebe ich Dir vollkommen recht.
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