Der Fall Lily Mae Avant - Mädchen (10) durch Hirnfresser-Keime getötet

Der Fall Lily Mae Avant - Mädchen (10) durch Hirnfresser-Keime getötet

News Team
Von News Team

Die 10-jährige Lily ging wie so oft Baden in einem Fluss gleich hinter ihrem Haus. Danach fühlte sie sich unwohl. Wenige Tage später gaben die Ärzte den Kampf um das Mädchen auf. Sie war von der Amöbe "Naegleria fowleri" befallen, was einem Todesurteil gleich kommt.

Am Labor-Day-Wochenende (2. September) ging Lily Avant im Brazos River und im Lake Whitney direkt hinter dem Haus ihrer Eltern in Fort Worth (Texas) schwimmen. Das hatte sie schon oft gemacht. Doch dieses Mal war alles anders. Plötzlich plagten das Kind entsetzliche Kopfschmerzen. Dann fiel sie ins Koma.

Lily Avant starb zwei Wochen nach ihrem Bade-Ausflug am 16.9.2019.

Was war geschehen?

Lily hat beim Toben anscheinend Wasser in die Nase bekommen, das die lebensgefährliche Amöbe Naegleria fowleri enthielt. Diese Mikroorganismen sind harmlos, wenn sie im Wasser verschluckt werden, über die Nase aufgenommen entfalten sie jedoch eine tödliche Wirkung. Sie fressen sich regelrecht durch das Gehirn und verursachen eine eitrige Hirnhautentzündung (PAME – Primäre Amöben-Meningoenzephalitis). Betroffen sind meistens Kindern oder junge Erwachsene.

Nach 3 bis 7, spätestens nach 14 Tagen nach einer Infektion kann PAME plötzlich ausbrechen und Symptome wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Nackensteifheit hervorrufen. Als nächstes folgen Koma und Tod. Weltweit sind nur 11 Fälle bekannt, in denen Menschen eine Infektion überlebten.

Wie groß ist die Gefahr einer Infektion in Deutschland?


Naegleria fowleri tritt hauptsächlich in warmen Süßwasserseen und Flüssen in den Südstaaten der USA und in Australien auf. Weltweit sind für die vergangenen 50 Jahre nur 310 Infektionen dokumentiert. Die Ärztezeitung ordnet diese Zahlen noch genauer ein:

  • PAME-Fälle in den USA in den letzten 10 Jahren: 37
  • Ertrunkene Badegäste in den letzten 10 Jahren: 34.000

In Deutschland ist bisher kein einziger PAME-Fall bekannt. In ganz Europa gab es vor 38 Jahren eine einzige Infektion in Bath (Großbritannien), als ein kleines Mädchen nach dem Besuch in den römischen Bädern starb.

Wer trotzdem auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte beim Baden in Wildgewässern eine Nasenklammer tragen.

Dieses Video könnte Sie auch interessieren:

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren