Homöopathie soll weiter von Kassen bezahlt werden - Gesundheitsminister Spahn: "So okay"

Die Wirkung homöopathischer Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt - desha ...
Die Wirkung homöopathischer Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt - deshalb ist die Kostenübernahme dafür umstritten.Foto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Die umstrittene Übernahme der Kosten für homöopathische Mittel durch Krankenkassen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beibehalten und damit an der bestehenden Regelung nichts ändern.

Für Homöopathie zahlten die Krankenkassen jedes Jahr rund 20 Millionen Euro - bei Arzneimittelausgaben von insgesamt rund 40 Milliarden Euro im Jahr, sagte der CDU-Politiker beim "Berliner Salon" des Redaktionsnetzwerks Deutschland am Dienstagabend.

Spahn: "Ist so okay"

Darüber könne man emotional diskutieren und dabei vielen vor den Kopf stoßen. Oder man könne sich fragen, ob es das angesichts der gesamten Größenordnung wert sei. Er habe sich entschlossen, es sei „so okay“.

Ganz anders sieht das etwa Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Wer homöopathische Mittel haben möchte, soll sie auch bekommen, aber bitte nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft

hatte er kürzlich der "Rheinischen Post" gesagt.

Für die Wirksamkeit homöopathischer Verfahren gebe es keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege. Solange der Nutzen nicht nachgewiesen sei, sollten die gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich keine Leistungen der Alternativmedizin finanzieren dürfen, sage der KBV-Chef dem Blatt.

Im Video:

Wird die Zuzahlung für Homöopathie bald abgeschafft?


Das Argument fehlender wissenschaftlicher Belege hatte erst kürzlich in Frankreich zu der Entscheidung der Obersten Gesundheitsbehörde HAS geführt, dass Kassen ab 2021 grundsätzlich keine Kosten mehr für homöopathische Mittel übernehmen.

Auch interessant:

Homöopathie: SPD-Fraktionsvize Lauterbach will gesetzlichen Kassen Kostenerstattung verbieten

Wenn es nach dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach geht, sollte Deutschland dem französischen Beispiel folgen. Er will den gesetzlichen Krankenkassen die Kostenerstattung von Homöopathie untersagen.

"Wir müssen in der Großen Koalition darüber reden", sagte er.

Homöopathie gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen. Dennoch erstatten viele Kassen die Kosten für Naturheilverfahren.

autoren wize.life

22 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Solange wir Millionen Schmarotzer aus aller Herren Länder ,die nicht einen Cent einbezahlt haben u wohl auch nie werden , auf Kosten unserer Beiträge , alles bezahlen , sollten auch Homöopathische Mittel, die ja vielen tatsächlich helfen , übernommen werden , sind eh nicht viele !.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Die homöopathischen Mittel gelten doch als umso wirksamer, je stärker sie verdünnt werden? Wenn man jetzt gar keine nimmt, muß man dann Überdosierung befürchten?
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
es ist aber bewiesen und wurde die letzte Zeit oft genug davor gewarnt, dass einige "Chemiekeulen" krebserregend etc. sind - man sollte wohl besser dafür sorgen, diese Arzneimittel aus dem Verkehr zu ziehen bzw. zu verbieten
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
für die allerwenigsten Medikamente ist der tatsächliche Wirkmechanismus bekannt. Oft hat man auch jahrzehntelang einen völlig falschen Mechanismus angenommen, und das Medikament wirkt tatsächlich ganz anders, mit dem gleichen Resultat. Da sollten die Herren Lauterbach und Gassen den Ball lieber ganz flach halten. Aber die gehören vermutlich auch zu den Leuten, die glauben, daß ein Racemat (Mischung von Molekülen mit gleichem Aufbau, aber spiegelbildlicher Symmetrie) genau so wirkt wie eine reines Enantiomer. Fakt ist, daß viele Menschen mit homöopathischen Mitteln gesund werden, ohne die Nebenwirkungen "klassischer" Medikamente. Ob das über Psychologie funktioniert oder über unverstandene physikalisch-chemische Vorgänge, ist doch völlig Wurscht.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Der Herr Spahn ..., 😉
Seit Jahren zahle ich für alternative Medikamente und andere Arzneimittel
..,
Er möge mal was für seinen Durchblick tun
wize.life-Nutzer Kann dir nicht zustimmen --- die TKK zahlt z.b. für bestimmte Vertragsärzte mit Zulassung Homöopathie .... die Kosten für einen Zeitraum von 12 Monaten
... aber eben nicht flächendeckend
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich verstehe das Theater um die Homöopathie nicht. Wie Herr Spahn richtig erkannt hat, machen die Aufwendungen der Kassen für homöopatische Mittel nur einen winzigen Bruchteil der Aufwendungen für allopathische Mittel aus. Dass keine Nachweise für die Wirkung von homöopathischen Mittel vorliegen, stimmt nicht. Der Verein "Natur und Medizin" hat eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen der Homöopathie finanziert, die die Wirkung beweisen. Der Verein wurde gegründet vom früheren Bundespräsidenten Carstens und seiner Frau, einer studierten Medizinerin.
Viel zu viele Mediziner sehen den menschlichen Körper zu sehr als eine chemische Fabrik, bei der man oben etwas reínschmeißt, damit unten etwas rauskommt und arbeiten somit nur als Agenten der chemischen Industrie. Der menschliche Körper ist ein so komplexes Gebilde, dass man von ihnen eigentlich etwas mehr Demut erwarten sollte.
Verantwortungsvolle Landwirte setzen sogar homöopathische Mittel statt Antibiothika bei der Viehhaltung ein. So wirkungslos sind wohl also doch nicht !
........stimmt

ist doch lächerlich....wenn man bedenkt, wie wenig diese globuli kosten...im gegensatz zu den statinen zb.
von globulis ist noch keiner gestorben...von dem medizincocktail der pharmalobby hingegen schon.
aus eigener erfahrung weiß ich, dass homöopathie hilft.
sie bewirkt keine wunder, aber das tun andere medikamente auch nicht.
dass globuli helfen, merkt man am besten an kleinen kindern und tieren.
es wäre schade, wenn leute, die das nicht bezahlen können, diese chance verwehrt würde. bisher war mir der herr lauterbach noch ganz sympathisch.
stimmt - hier nur das jüngste Beispiel wie schädlich die "Chemiekeulen" sein können
https://www.news64.net/news/verunrei...ufen/56866/
so ist es. alles widerlich...alles nur wegen der profitgier.
genau Profitgier - die Gesundheit der Patienten bleibt auf der Strecke
Vor dem Medikament Xareltro, blutverdünnend, hat sogar einmal der SPIEGEL gewarnt, weil es da einen Patienten gab, der daran gestorben ist.
Es wurde eingesetzt, weil es 3x so teuer war wie das frühere Macumar.

EIn Tierarzt in Rastatt versorgte kranke Tiere nur mit Homöopathie - mit großem Erfolg. Als er starb, übernahm die Witwe die Firma und lebt seit Jahrzehnten mit ihren 3 Kindern davon.

Die Ayurveda Medizin, die ganz erstaunliche Erfolge aufweisen kann, arbeitet mit natürlichen Stoffen, die vom Typ des jeweiligen Patienten abhängen.

Die allopathische Medizin vereinfacht sehr stark. Menschen unterscheiden sich aber wesentlich. Sensible Menschen, Kinder, Tiere reagieren auf naturheilkundliche MIttel besser als auf chemische.
wize.life-Nutzer, Xarelto kann aber auch Leben retten. Ich kenne solch einen Fall persönlich.

Ansonsten gebe ich Dir recht. Ich selber reagiere sehr gut auf naturheilkundliche Mittel
Ja, natürlch, bei einer Thrombose wird es eingesetzt, aber man darf sich in dieser Zeit nicht verletzen. Denn der Gerinnungsfaktor des Bluts wird - wie bei diesem einen Patienten - aufgelöst, und man verblutet dann.

Der menschliche Körper ist ja ein Wunderwerk, und allen guten Ärzten und Heilern schulden wir Dank.
Bei Marcumar ist die Verblutungsgefahr nocht viel höher und man muss fast täglich zum Arzt, damit der Quick-Wert bestimmt wird und der behandelnde Arzt muss bei der Dosierung sehr aufpassen.
Das entfällt bei Xeralto. Wobei das Medikament natürlich auch Nebenwirkungen hat, aber wenn man darauf angewiesen ist, z.B. um eine Embolie zuverhindern, ist das dann wichtiger.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich bin mit Homöopathie aufgewachsen und habe auch meine Kinder so behandeln lassen und ich bin bis heute sehr gut damit zurechtgekommen.
In vielen Berichten wird von nur 20 Millionen gesprochen, ja das ist eine stolze Summe, wenn man sie jedoch den gesamten Arzneimittelausgaben von "rund 40 Milliarden Euro" gegenüber stellt sind dann noch 0,05%, wenn man dann noch in Betracht zieht dass ca 50% der Wirkung eines JEDEN Medikaments der Placeboeffekt ist, also dass der Patient glaubt dass das Medikament wirkt, müsste man die Homöopathie als Erstmedikament eher gesetzlich vorschreiben als verbieten.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich bin noch nie so krank gewesen, dass ich in Krankhaus oder eine andere längere Behandlung gebraucht hätte, da ich schon seit mindestens 40 Jahren fast nur Hömöopathie, Akupunktur und ähnliche Verfahren bevorzuge. Sogar ein attestierter Bandscheibenvorfall per MRT tut in keinster Weise weh und der Arzt konnte mein Aufstehen vom Stuhl mit seinem MRT-Befund nicht in Einklang bringen - soviel dazu!!!!!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Habe schon große Erfolge damit gehabt.Sollte es nur Einbildung sein,ist mir das auch egal.Hauptsache die Schmerzen sind weg.
Es kommt auf den Einzelfall an. Manchmal muss es die im Sinne der Pharma-Industrie die "Chemie-Keule" sein.
Manchmal helfen auch sanfte MIttel.
Es gibt Ärzte, die schreiben ggf. auch mal sanfte Mittel auf. Die haben das ja studiert und sollten wissen was für den jeweiligen Fall ausreicht.
Nur noch Chemie-Keule - könnte die Kosten in die Höhe treiben, was auf die Krankenkassenbeiträge bestimmt umgelegt wird.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.