Vor allem bei Kindern spielt es eine große Rolle, was sie trinken. Deshalb h ...

Durstlöscher für Kinder - Mediziner warnen vor vermeintlich gesunden Getränken

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Was Kinder bis zum Alter von 5 Jahren trinken, hat noch lange Zeit danach große Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Ausgehend von diesem Ergebnis verschiedener Studien haben Mediziner in den USA jetzt neue, umfassende Getränke-Empfehlungen für Babys und Kleinkinder herausgegeben.

Je nach Altersgruppe raten die Experten zu unterschiedlichen Getränken. Einige Ratschläge dürften viele Eltern überraschen.

Denn dass gesüßte Limonaden schlecht für die Gesundheit von Kindern sind, ist weithin bekannt. Doch daneben raten die Ärzte auch von Fruchtsäften und vermeintlich gesunden Kuhmilchalternativen wie Mandel- oder Hafermilch ab.


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Während sich Eltern viele Gedanken über gesundes Essen machen, spielen Getränke eine eher nachgeordnete Rolle, so die Wissenschaftler.

Dabei sei die Entscheidung, was sie ihren Kindern zu trinken geben, "genauso wichtig wie die Wahl gesunder Nahrung", sagt die Ernährungswissenschaftlerin Terri J. Raymond, die an der Studie "Gesunder Getränkekonsum in der frühen Kindheit" beteiligt war. Das gelte vor allem für ganz junge Kinder.

Einfluss auf die Gesundheit bis weit in die Zukunft

"Von Geburt an und in den folgenden ersten Lebensjahren sind Getränke eine wichtige Quelle von Kalorien und Nährstoffen, die Einfluss auf die Gesundheit der Kinder bis weit in die Zukunft haben können", sagt Richard Besser, Präsident der Robert Wood Johnson Stiftung, die die Studie unterstützt hat.

Diese Getränke empfehlen die Mediziner im Alter von:

0 bis 6 Monaten

Um ausreichend mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt zu werden, benötigen Babys nur Muttermilch oder Säuglingsnahrung.

6 bis 12 Monaten

Zusätzlich zu Muttermilch oder Säuglingsnahrung sollten Eltern ihren Babys etwas Wasser mit der ersten festen Nahrung geben, um sie an den Geschmack zu gewöhnen. Ein paar Schlucke pro Mahlzeit seien ausreichend.

Kinder, die jünger sind als 1 Jahr, sollten am besten gar keinen Fruchtsaft trinken, so die Experten. Selbst 100 prozentiger Fruchtsaft biete nicht mehr Nährstoffe als die Frucht selbst.

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12 bis 24 Monaten

In diesem Alter kann damit begonnen werden, Kindern Vollmilch zu geben. Außerdem sollten sie ein paar kleine Gläser Wasser trinken, zwischen 230 und 950 Milliliter am Tag. Eine kleine Menge Fruchtsaft sei in Ordnung, so die Experten, allerdings nicht mehr als 120 ml. Außerdem sollten Eltern darauf achten, dass es sich um 100% Fruchtsaft ohne zugefügten Zucker handelt.

Noch besser, weil gesünder allerdings seien ein paar Stücke frisches Obst.

2 bis 5 Jahren

Optimalerweise sollten Kinder in diesem Alter nur diese beiden Getränke zu sich nehmen: Milch und Wasser. Bei Milch raten die Experten zudem zu fettarmer Milch. Wenn den Kindern auch Fruchtsaft gegeben werde, dann nur eine geringe Menge und ausschließlich solchen mit 100% Fruchtgehalt.

Nur in Maßen

Fruchtsaft gehört zu den Getränken, die Kinder den Experten zufolge nur in Maßen trinken sollten. Wenn überhaupt. Denn eigentlich sei der Saft unnötig - wenn die Kleinen frisches Obst essen.

Und wenn, dann raten die Mediziner zu 100% Fruchtsaft ohne Zuckerzusatz oder künstliche Zusatzstoffe.

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Das Problem mit Fruchtsaft sind demnach die "leeren Kalorien". Was bedeutet: Geringer Nährwert bei vergleichsweise hoher Kalorienzahl.

Von diesen Getränken raten die Experten ab

Pflanzenmilch wie Mandel-, Reis- oder Hafermilch ist in den vergangenen Jahren enorm populär geworden. Doch deren Nährwert sei geringer als der von Kuhmilch, schreiben die Experten in ihrer Studie und raten davon ab, sie Kindern zu trinken zu geben.

So enthalte ein Glass Kuhmilch rund 8 Gramm Protein, die Milch aus Pflanzen sei dagegen arm an Proteinen. Einzige Ausnahme: Sojamilch.

Problem: Zucker

Zwar werde fast jede Pflanzenmilch mit Kalzium und Vitamin D angereichert, enthalte teilweise größere Mengen davon als Kuhmilch. Doch es gebe keinen Beleg, dass der Körper diese zugesetzten Nährstoffe so effizient aufnehme wie die natürlichen Nährstoffe in Kuhmilch.

Außerdem werden diesen Produkten meist Zucker oder künstliche Aromastoffe zugesetzt. All dies spricht aus Sicht der Mediziner dagegen, sie Kindern zu geben.

Auch von Schokomilch - oder aromatisierter Milch in anderen Geschmacksrichtungen - raten die Experten ab, ebenso von spezieller Milch für Kleinkinder, koffeinhaltigen Getränken, gesüßten Limonaden und Diät-Getränken.

Zunehmendes Übergewicht bei Kindern

Ausgearbeitet wurden die Empfehlungen von Experten der führenden amerikanischen Gesundheitsorganisationen, darunter Ernährungswissenschaftler, Kinderärzte, Zahnärzte und Herzspezialisten.

Die Empfehlungen mit dem Titel "Gesunde Getränke, gesunde Kinder" ("Healthy Drinks, healthy Kids") sollen auch dabei helfen, die nicht nur in den USA zunehmenden Fälle von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen einzudämmen.

2 Kommentare

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Es gibt etliche Studien die zeigen, dass Autoimmunkranken unter anderen von Kuhmilch kommen. Ich verstehe zudem nicht, wie immer noch zu Kuhmilch geraten wird. Der Mensch ist das einzige Säugetier, dass nach dem Abstillen noch gestillt wird ... und dann auch noch von der Kuh. Es hat dem Menschen bestimmt in kalten Wintern das Überleben gesichert. Aber wo hat Gott oder die Natur diesen schweren Fehler gemacht. Zudem ist der Fleischkonsum in den letzten 100 Jahren nur um 100%, der Konsum von Kuhmilch und vor allen Käse jedoch um ein Vielfaches angestiegen. Sieht niemand Zusammenhänge zu den Zivilisationskrankheiten und zur Fettleibigkeit?
Ich kenne keinen schlanken Veganer. Sie baden ihr Brot in Olivenöl, stopfen sich mit ungebackenen Magaeruinestreuseln voll............................
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