Polizei warnt vor Giftstoff in Präparat: Narkosemittel könnte Schwangere (28) und Baby getötet haben

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Polizei warnt vor Giftstoff in Präparat: Narkosemittel könnte Schwangere (28) und Baby getötet haben
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Von News Team

Köln. Die Polizei und die Stadtverwaltung warnen derzeit vor einem potenziell lebensbedrohlichen Gemisch, das in einer Apotheke als Glukosetoleranztest verkauft wurde. Nach Einnahme des Präparats sind eine 28-jährige Frau in der 25. Schwangerschaftswoche und ihr ungeborenes Kind gestorben. Eine zweite Frau, die den gleichen Test gekauft hatte, musste die Behandlung abbrechen. Es könnten weitere Präparate betroffen sein.

Den Behörden zufolge hatte ein Arzt am vergangenen Donnerstag beide Fälle gemeldet. Das Gemisch sei in der Heilig-Geist-Apotheke im Stadtteil Longerich (Graseggerstraße 105) hergestellt und ausgehändigt worden. Bis auf Weiteres wurde dem Apotheker untersagt, selbst hergestellte Medikamente zu verkaufen.

Giftstoff ist womöglich Narkosemittel

Welcher toxische Stoff in die Präparate gelangt sein könnte, war zunächst unklar. Laut Chefermittler Andreas Koch wird das Gemisch derzeit von der Rechtsmedizin untersucht. Nach Angaben des Westdeutschen Rundfunks könnte es sich dabei aber um ein Narkosemittel handeln, das als schnell wirksam gilt und Lähmungserscheinungen verursacht.

Glukosegemisch ist nicht rezeptpflichtig

Laut Stadtverwaltung ist das Glukosegemisch ein frei verkäufliches Präparat, das süßlich schmecken soll. Bei der betroffenen Frau, die vor der 28-Jährigen das Mittel einnahm, schmeckte die Substanz aber bitter. Aus diesem Grund brach sie die Behandlung ab und suchte eine Klinik auf. Nach wenigen Tagen wurde sie entlassen.

Möglicherweise weitere Präparate betroffen

Am Dienstag hatte Koch bereits betont, bei dem Vorfall handele es sich um ein lokales Ereignis ohne überregionales Gefahrenpotenzial. Dennoch schließen die Ermittler nicht aus, dass der Giftstoff auch in andere von der Apotheke hergestellte Präparate gelangt sein könnte. Abgepackte Produkte und Medikamente anderer Apotheken seien nicht betroffen.

Patienten, die das Glukosegemisch aus der Heilig-Geist-Apotheke zu Hause haben, sollen es nicht mehr verwenden und bei der nächsten Polizeiwache abgeben.

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(feb)

1 Kommentar

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ich seh das so : die medizin hat 2 seiten. einmal it sie ein segen u. oft ein fluch !!!!!
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