"Sehr gute" Zahncremes gibt es schon ab 45 Cent - sagt "Stiftung Warentest"

Auch günstige Zahncremes können sehr gut sein
Auch günstige Zahncremes können sehr gut seinFoto-Quelle: Glomex/Sat.1
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Eine gute Zahncreme muss nicht teuer sein. Im Gegenteil: Beim Check von „Stiftung Warentest“ haben 45-Cent-Marken „sehr gut“ erhalten, während eine 9 Euro teure Zahnpasta schlecht abschnitt. Jetzt heißt es nur noch: Regelmäßig und gründlich genug putzen!


96 Zahncremes für Erwachsene haben die Tester in der jüngsten „Stiftung Warentest“-Ausgabe (10/2019) unter die Lupe genommen, darunter 17 Universal-Pasten.

Allround-Zahncremes: Viele sind „sehr gut“

Bei den Allroundern zählte zu den Kriterien Kariesschutz, das Beseitigen von Verfärbungen bei gleichzeitigem Schmelzschutz.

Das Ergebnis überrascht positiv: 13 Produkte wurden mit „sehr gut“ bewertet. Darunter sind nach Angaben der Plattformen „gmx.de“ und „n-tv.de“ mehrere Pasten, die nur 45 Cent kosten:

  • „Dontodent Kräuter“, von dm (Note 1,4; 0,45 Euro pro Tube mit 125 ml)
  • „Bevola Zahncreme“ von Kaufland (1,4; 0,45 Euro pro Tube mit 125 ml)
  • „Diadent Fluor Fresh Zahngel“ von Netto (1,4; 0,45 Euro pro 100 ml)
  • „Elkos DentaMax Fluor Fesh Zahngel“ von Edeka (1,4; 0,45 Euro pro 100 ml)
  • „Elkos DentaMax Kräuter Zahncreme“ von Edeka (1,4; 0,45 Euro pro 100 ml)
  • „Diadent Zahncreme Kräuter“ von Edeka (1,5; 0,45 Euro pro 100 ml)
  • „Odol-med 3 Extreme Clean Tiefenreinigung“ (1,5, 1,97 Euro pro 75-ml-Tube)

Tester: Nicht ohne Fluorid!

Das teuerste Produkt im Test – „Dr. Bronner’s Pfefferminze-Zahnpasta ohne Fluorid“ für 9 Euro pro 100 Milliliter – erhielt dagegen die Note 5,0, sprich „mangelhaft“, die schlechteste vergebene Bewertung. Grund ist genau das, womit die Zahncreme wirbt: Das fehlend Fluorid, das erwiesenermaßen Karies vorbeugt und daher unerlässlich als Zahnschutz sei, so die Tester.
Bei den übrigen 16 getesteten Universal-Zahncremes lag der Fluoridgehalt den Angaben zufolge knapp unterhalb der zugelassenen Obergrenze von 1500 ppm (parts per million).

Höherer Abrieb säubert nicht unbedingt besser

Beim Säubern von Verfärbungen, die etwa durch Tee oder Kaffee entstehen, stellten die Tester fest, dass ein höherer Abrieb nicht unbedingt zur besseren Reinigung führt.

Eine Zahncreme mit niedrigem Abrieb, die die Zähne wieder weiß macht, ist demnach „Odol-med 3 Extreme Clean Langzeit-Frische“, die die Note 1,4 bekam.

Interessant: Die meisten Universalzahncremes entfernen den Ergebnissen zufolge Verfärbungen ähnlich gut wie extra Weißmacher-Zahncremes. Denn auch Spezialcremes könnten Zähne nicht heller machen als ihre ureigene Tönung, so die Tester. Was diese zusätzlich bewirken: Durch Farbstoffe überziehen sie die Zähne mit einem Schleier, der sie weniger gelb aussehen lässt.

Weißmacher-Zahnpasta: Zwei sind „sehr gut“

Bei den 20 getesteten Weißmacher-Zahnpasten schnitten zwei sehr gut ab. Punkten konnten "ntv.de" zufolge die „Odol-med 3 Extra White“ mit niedrigem Abrieb (1,20 Euro pro 100) und die „Perlweiss Schönheitszahnweiss“ (Note 1,4, 7,20 Euro pro Tube/100 ml) mit mittlerem Abrieb.

Gute sensitive Zahncremes

Sensitiv-Zahnpasta reinigen schmerzlindernder Stoffe und niedrigem Abrieb die Zähne schonender als andere. Warentest empfiehlt laut „n-tv.de“:

  • „Dentalux Complex 5 Sensitive plus“ von Lidl (Note 1,7)
  • „Süd Friscodent Sensitive“ von Aldi Süd (1,7)
  • „Nord Eurodont Soft & Sensitive“ von Aldi Nord (1,9)

Zu allen 96 Bewertungen und zusätzlichen Informationen der „Stiftung Warentest“ geht es hier.

2 Kommentare

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Völliger Unsinn, dass Fluor wichtig für die Zähne ist ... wichtig ist dieser bei diversen Industrieprozessen anfallende Abfall lediglich für die Industrie, die diesen Müll via Organismus von Verbrauchern entsorgt wissen möchte; das erspart die Sondermülldeponie und hohe Kosten. Äußerst praktisch. Fluor ist ohne Frage schädlich für den Menschen.

Wer das in Zweifel zieht, kann sich ja gerne einmal darüber schlau machen, was mit einem Kind passiert, das eine Fluorid haltige Zahnpasta verschluckt.

Die beste Zahnpasta ist die mit möglichst wenigen Zusatzstoffen.
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Es ist doch wie mit Kleidung. Wird ähnlich günstig hergestellt und nur unterschiedlich teuer vermarktet. Kein Mehrwert, den die Marke tatsächlich rechtfertigt.
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