Fettleber immer öfter schon bei Kindern - Leberzellkrebs-Gefahr für die "Generation Pommes"

Fettleber-Diagnose bei jedem dritten Kind in Deutschland - Mediziner schlage ...
Fettleber-Diagnose bei jedem dritten Kind in Deutschland - Mediziner schlagen AlarmFoto-Quelle: Pixabay
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Jeder dritte Erwachsene in Deutschland hat eine Fettleber. Während früher vor allem Alkoholiker betroffen waren, greift das Übel mittlerweile auch auf Kinder über. Von der "Generation Pommes" ist deshalb bereits die Rede. Damit geht die Gefahr von Leberzellkrebs einher. Doch was können Betroffene tun?

„In Deutschland hat rund ein Drittel der Erwachsenen eine durch Fetteinlagerung vergrößerte Leber – und die Zahl nimmt stetig zu. Auch bereits jedes dritte übergewichtige Kind leidet an diesem Problem“, erklärt Professor Dr. Christoph Sarrazin, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberhilfe.

Der Mediziner warnt: „Die nicht-alkoholische Fettleber macht sich bei Kindern wie auch bei Erwachsenen am Anfang nur in seltenen Fällen bemerkbar, doch auch ohne Krankheitssymptome ist sie ein großes Gesundheitsrisiko."

Denn es bestehe die Gefahr einer Leberentzündung und die Gefahr der Entwicklung einer nicht mehr umkehrbaren Vernarbung des Lebergewebes, einer sogenannten Fibrose, die sich zu einer Leberzirrhose entwickeln kann. Vor allem bei einer bestehenden Leberzirrhose sei auch bei Kindern und Jugendlichen das Risiko für einen Leberzellkrebs deutlich erhöht.

Dicke Kinder bleiben meistens dick

Schon in früher Kindheit werden die Weichen für Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) gestellt, haben aktuelle Studien ergeben. Beide Faktoren gelten als Ursachen für die Entstehung einer nicht-alkoholischen Fettleber (NAFLD). Schlimm genug, doch liegt eine Rückkehr zum Normalgewicht in der Jugend bei kleinen Kindern mit Adipositas bei unter 20 Prozent.

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Manchen Kindern wird Übergewicht von ihren übergewichtigen Müttern quasi "in die Wiege gelegt". Sie haben ein deutlich höheres Risiko für kindliches Übergewicht als Kinder von normalgewichtigen Müttern. Diese oft als "Generation Pommes" betitelten Kinder haben ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen.

Ursachen für eine Fettleber können sein:

  • Bewegungsmangel
  • kohlenhydratreiches Essen
  • Übergewicht

"Es gibt derzeit keine Medikamente, die zur Behandlung der nicht-alkoholischen Fettleber zugelassen sind", erklärt Professor Sarrazin. Umso wichtiger sei es, dass Betroffene ihren Lebensstil konsequent ändern.

Empfohlen sei deshalb:

  • ausreichende Bewegung
  • Kalorienzufuhr senken
  • weniger Kohlenhydrate, gesättigte Fette und Fruchtzucker

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