Ondansetron: Arzneimittel gegen Übelkeit kann Fehlbildungen im Mutterleib verursachen

Mittel gegen Übelkeit - Warnung des BfArM
Mittel gegen Übelkeit - Warnung des BfArMFoto-Quelle: Pixabay
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Von News Team

Ondansetron soll gegen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen helfen. Der Arzneistoff wird zunehmend auch bei Schwangerschaftsübelkeit eingesetzt. Doch nun warnt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Frauen im ersten Trimenon der Schwangerschaft vor der Einnahme. Demnach drohen dem ungeborenen Kind Fehlbildungen wie Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten.

In einem aktuellen Rote-Hand-Brief informiert das BfArM gemeinsam mit allen Pharma-Unternehmen, die ondansetronhaltige Medikamente vertreiben, über neue Erkenntnisse zur Anwendung in der Schwangerschaft: "Ondansetron sollte nicht im ersten Trimenon der Schwangerschaft angewendet werden." Es drohten orofaziale Fehlbildungen.

Studie: Erhöhtes Risiko von Lippen-, Kiefer und Gaumenspalten

Dem BfArM zufolge war in einer Kohortenstudie mit 1,8 Millionen Schwangeren die Anwendung von Ondansetron im ersten Trimenon mit einem erhöhten Risiko für Lippen-, Kiefer,
Gaumenspalten verbunden.

Weiter heißt es, dass Frauen im gebärfähigen Alter bei bei einer Verordnung des Medikaments gegen Übelkeit oder Erbrechen eine Schwangerschaftsverhütung in Erwägung ziehen sollten.

Ondansetron eigentlich nicht bei Schwangerschaftsübelkeit zugelassen

Dabei ist Ondansetron eigentlich für eine Behandlung gegen Schwangerschaftsübelkeit gar nicht zugelassen und wird auch laut aktueller Produktinformation nicht dafür empfohlen. Doch weisen Verordnungsdaten dem Rote-Hand-Brief zufolge eben doch auf eine zunehmende Anwendung vor allem bei heftigem Erbrechen in der Schwangerschaft hin.

"Die Packungsbeilage wird entsprechend geändert", so das BfArM.

Dieser Rote-Hand-Brief betrifft alle Ondansetron-haltigen Arzneimittel und ist von den
unten aufgeführten Firmen erstellt worden:

  • 1 A Pharma GmbH
  • AbZ-Pharma GmbH
  • ACA Müller ADAG Pharma AG
  • Accord Healthcare GmbH
  • Apocare Pharma GmbH
  • Aristo Pharma GmbH
  • Aurobindo Pharma GmbH
  • axicorp Pharma GmbH
  • B. Braun Melsungen AG
  • betapharm Arzneimittel GmbH
  • Biokanol Pharma GmbH
  • CARINOPHARM GmbH
  • Denk Pharma GmbH & Co. KG
  • EMRAmed Arzneimittel GmbH
  • EurimPharm Arzneimittel GmbH
  • EVER Pharma GmbH
  • Fresenius Kabi Deutschland GmbH
  • hameln pharma plus gmbh
  • Hexal AG
  • Hikma Pharma GmbH
  • kohlpharma GmbH
  • Mylan dura GmbH
  • Noridem Enterprises Ltd.
  • Novartis Pharma GmbH
  • ratiopharm GmbH
  • STADApharm GmbH
  • Tillomed Pharma GmbH
  • TEVA GmbH

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3 Kommentare

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schrecklich, was alles erlaubt ist hier: warum wird erst jetzt davor gewarnt?
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Ich habe 3 Gesunde Kinder bekommen ich habe auch nie Medikamente in der Schwangerschaft genommen das wahr immer ein no go gewesen bei mir selbst bei meinen Zwillings Pärchen mir wahr es die ersten 3 Monate sowas von Übel das ich jeden fast jeden Morgen gebrochen habe mein Arzt wollte mir damals auch schon was geben gegen Übelkeit, aber ich sagte ihm ich nehme Keine Medikamente in der Schwangerschaft, dann habe ich Ingwer eingenommen also Morgens ein kleines Stück Ingwer das wahr echt gut gegen meine Übelkeit gewesen, Das ist aber Normal die ersten 3 Monate der Schwangerschaft wahr bei meinem Ersten Sohn auch halt nur nicht so öft wie bei meinem Zwillings Pärchen es gibt natürliche Mittel gegen die Übelkeit in der Schwangerschaft. 🤗
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In meinen Schwangerschaften habe nie ein Medikament eingenommen, egal ob mir übel war oder ich Kopfschmerzen hatte - ich habe 3 gesunde Söhne geboren
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