Allergiker in Gefahr - Hersteller warnt vor Funktionsstörung bei Notfall-Pen Emerade

Der Fertigpen mit Adrenalin kann Leben retten
Der Fertigpen mit Adrenalin kann Leben rettenFoto-Quelle: Screenshot Youtube
News Team
Von News Team

Der Emerade-Fertigpen mit Adrenalin kommt dann zum Einsatz, wenn schnelle Hilfe nötig ist. Er enthält wahlweise 150, 300 oder 500 Mikrogramm Injektionslösung für die Notfallbehandlung bei schweren allergischen Reaktionen (Anaphylaxie). Doch nun gibt es einen Rote-Hand-Brief wegen Aktivierungsfehler. Patienten sollten demnach besser zwei Fertigpens dabei haben.

Die PharmaSwiss Česká republika s.r.o. als Zulassungsinhaber sowie die Dr. Gerhard Mann Chem.-pharm. Fabrik GmbH als Mitvertreiber informieren mittels Rote-Hand-Brief über Fehler des Fertigpens. Demnach konnten Patienten diesen nicht aktivieren. Das heißt, die Nadel wurde nicht aus der Vorrichtung gelöst, wodurch keine Injektion erfolgte. Im Notfall, wofür der Fertigpen ja gedacht ist, eher schlecht. Wie oft das genau der Fall war, könne aktuell nicht beziffert werden.

Auf jeden Fall soll nach Anwendung des Fertigpens überprüft werden, ob dieser tatsächlich aktiviert wurde. Wenn ja, ist der Nadelschutz ausgefahren und eingerastet.

Dr. Gerhard Mann

Bei nicht erfolgter Aktivierung ist der Nadelschutz nicht ausgefahren. Dann sollten zwei zusätzliche Versuche unternommen werden, den Fertigpen auszulösen. Zeitigen alle drei Versuche keinen Erfolg, sofort den zweiten Pen benutzen.

Eine umgehende Untersuchung des Sachverhalts wurde eingeleitet, ist aber dem Rote-Hand-Brief zufolge noch nicht abgeschlossen.

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