Dr. Hund - Vierbeiner erhöhen Lebenserwartung von Herzinfarkt-Patienten deutlich

Studien beweisen: Hunde steigern die Lebenserwartung.
Studien beweisen: Hunde steigern die Lebenserwartung.Foto-Quelle: Pixabay
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Hunde gelten gemeinhin als die besten Freunde der Menschen. Doch sie sind offensichtlich auch eine Lebensversicherung. Laut aktuellen Studien der "American Heart Association" fördern die Tiere die Herzgesundheit beim Menschen und verlängern das Leben. Demnach steigt die Lebenserwartung sogar nach einem erlittenen Herzinfarkt oder Schlaganfall, wenn man sich einen Hund anschafft, so die Forscher.

"Diese beiden Studien liefern gute, qualitativ hochwertige Daten, die darauf hindeuten, dass die Hundehaltung mit einer reduzierten Herz- und Gesamtmortalität verbunden ist", so Dr. Glenn N. Levine von der "American Heart Association".

Ganz neu ist die Erkenntnis nicht. Schon in früheren Untersuchungen war nachgewiesen worden, dass Hundehaltung aufgrund der regelmäßigen körperlichen Aktivität einen normalen Blutdruck begünstigt. Zudem schützen die Haustiere vor sozialer Isolation. Überraschend bei den aktuellen Studien war jedoch das Ausmaß des positiven Effektes auf die kardiovaskuläre Gesundheit.

Hundehaltung senkt Sterberisiko um knapp ein Drittel

Analysiert wurden bei der ersten Studie die Gesundheitsdaten von Schweden zwischen 40 und 85 Jahren, die bereits einen Herzinfarkt oder ischämischen Schlaganfall überlebt haben. Sechs Prozent der 182.000 Herzinfarkt-Patienten und knapp fünf Prozent der 155.000 Schlaganfall-Patienten besaßen einen Hund.

Im Studienzeitraum ergab sich folgendes Bild:

  • Bei den Hundehaltern lag die Gesamtmortalität durch Herzinfarkt oder Schlaganfall um 31 Prozent unter der Sterblichkeitsrate der Patienten ohne Hund
  • Bei Herzinfarkt-Patienten war das Todesrisiko um 33 Prozent (bei Alleinstehenden) bzw. 15 Prozent (mit Partner oder Kind) geringer
  • Bei Schlaganfall-Patienten war das Todesrisiko um 27 Prozent (bei Alleinstehenden) bzw. zwölf Prozent (mit Partner oder Kind) geringer

Die Forscher begründeten die Resultate mit gestiegener körperlicher Aktivität durch den Hund. Diese sei ein wichtiger Faktor für Rehabilitation und psychische Gesundheit, so Professor Tove Fall von der Universität Uppsala.

Herzinfarkt-Patienten profitieren besonders

In einer weiteren Studie, die auf Meta-Daten von über 3,8 Millionen Menschen basiert, kamen die Wissenschaftler zu ähnlichen Ergebnissen. So verringerte sich die Gesamtsterblichkeit bei Hundehaltern nach erlittenem Herzinfarkt oder Schlaganfall um 24 Prozent. Das Sterberisiko nach einem Herzinfarkt sank um 65 Prozent, die Sterblichkeit aufgrund kardiovaskulärer Probleme um 31 Prozent.

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"Ein Hund wurde bereits in früheren Studien mit erhöhter körperlicher Aktivität, niedrigerem Blutdruck und besserem Cholesterinprofil in Zusammenhang gebracht", sagte Dr. Caroline Kramer von der University of Toronto in der Pressemitteilung. Die aktuellen Ergebnisse würden darauf hindeuten, dass ein Hund auch mit einem längeren Leben verbunden sei.

Studie mit Schwächen

Nicht berücksichtigt wurde bei der zweiten Studie jedoch Störfaktoren wie eine verbesserte Fitness oder ein insgesamt gesunder Lebensstil. Deshalb seien weitere Untersuchungen nötig, um zuverlässige Werte zu erhalten.

Sollten sich die Ergebnisse jedoch im Rahmen der weiteren Forschung bestätigen, wäre die Verschreibung von Hunden zur Prävention ratsam. Allerdings dürfe der Tierschutz dabei nicht zu kurz kommen. Menschen sollten sich nur dann einen Hund anschaffen, wenn sie auch dazu in der Lage sind, dem Tier ein gutes Leben zu ermöglichen.

Veröffentlicht wurden die Studien in der Fachzeitschrift "Circulation: Cardiovascular Quality and Outcomes".

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14 Kommentare

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Der Mensch ist so verlogen. Er liebt seinen Hund und isst Rinder, Schweine und Hühner.
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mein Hund ist mein bester Freund, er weicht mir nicht von der Seite!
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Logo....wer die Menschen kennt, liebt die Tiere
Naja. Eigentlich heißt es.
Wer Tiere liebt. Egal welches. Der liebt auch Menschen
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Das betrifft nicht nur Hunde, Katzen ebenso. Sie wurden uns vom Himmel geschenkt. Ohne Tiere, was wäre das für ein Leben. Einfach grauenvoll.
Schom Brigitte Bardot sagte vor sehr vielen Jahren:
seitdem ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere.

Heinz Rühmann soll gesagt haben:
Der Mensch kann ohne Hunde leben,
aber ohne ihn ist das Leben nicht lebenswert.

Meine persönliche Erfahrung: Hunde sind ehrlicher also manche Menschen.
Sie sind dankbar für unsere Liebe zu ihnen und unsere Zuwendung.
Ein Hund kann schweigen, hört zu, redet keinen Blödsinn, betrügt nicht, stiehlt nichts Wertvolles, prahlt nicht mit Besitz und hat keinen Terminkalender oder hängt vor dem Smartphone.
Er braucht nicht ständig neue Kleidung - nur ein bißchen Fellpflege.
Wenn wir außer Haus sind paßt er auf und verjagt ggf. ungebetene Gäste,
er kann uns je nach Rasse und Alter beschützen.
Er sorgt dafür, daß wir täglich an die frische Luft gehen und kleine soziale Kontakte pflegen und neue Menschen kennenlernen.
Man wird widerstandsfähiger gegen Erkältungen und sorgt für Vitamine B.
Manche Hand die ich gehalten hab, hat es nicht verdient....aber jede Pfote!
Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst Du oh Mensch, sei Sünde.
Mein Hund ist mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.
Hunde können auch Tröster sein;
Wenn’s mir mal nicht gut geht dann kommt mein Hund, legt seinen Kopf auf meinen Schoß und schon geht’s mir besser.
Meine Hunde haben mich noch nie enttäuscht und ein Leben ohne kann ich mir nicht mehr vorstellen. ❤️
Ich hatte einmal insgesamt 3 Hunde .... die sind leider schon im Hundehimmel
und tragisch dabei war : die letzten 2 hatte ich immer nur 3 Jahre .. dann wurden sie plötzlich krank ( vermute Vergiftung von Giftködern ) und sind dann verstorben
Es hat mich immer sehr schwer getroffen diese Verluste -- weil ich ja ganz allein lebe und niemanden habe - und JA ich vermisse es sehr ... DOCH ich war oft in Kliniken --- hatte Krebs OP u. vieles mehr
Würde ja wieder gerne --- doch jetzt mit 76 -- sagt zwar mein Herz JA zu einem neuen Hund --- doch mein Verstand sagt " Das kannst du dir nicht mehr zumuten""
Und danach hab ich gehandelt
Was nicht mehr geht --- sollte man lassen
Zudem kommt noch --- das du als alleinstehender Mensch KAUM einen Hund bekommst --- da sind die Regeln ganz streng angelegt ... insbesondere bei den Tierheimen !!
Ich hatte meinen letzten via Internet - aus Portugal bekommen
Das ging ohne große Probleme
Hallo Horst,
das tut mir Leid. 😢
Wir hatten bis vor kurzem vier Hunde; Mama, Papa, Sohn Cairnterrier (alle ca. ein Jahr Unterschied) und einen Australien Shepherd oder Bordercollie-Mix, nun sind es nur noch zwei. Der Sohn (13 J) ist im Mai und die Mama (15 J) im September gestorben. Hätte nie gedacht, dass der Sohn vor der Mama geht, er war fit, bei der Mama konnte man schon mit dem Tod rechnen. Weh tut es trotzdem... Immer...
Hallo Horst ! Es gibt eine Alternative für Dich.
So manches Tierheim freut sich über ehrenamtliche Gassi-Gänger. Man darf einen ausgewählten Hund so oft es geht ein wenig ausführen.
Das ist leider nicht überall erwünscht. Aber so manches Tierheim freut sich wenn die Hunde mal aus der Zwingeranlage herauskommen.
Oder frage in der Nachbarschaft nach: so mancher Haushalt hat einen Hund und es ist kaum einer da, der sich z.B. mittags um ihn kümmert und ein wenig an die Luft führt. Ein kleiner Zettel beim Tierarzt oder an der Pinnwand im Supermarkt kann da helfen. Viel Glück dabei.
Ich kümmere mich so mittags um zwei Hunde - das erspart mir das Fitness-Studio und bringt mich unter Menschen mit Hund an der Leine - und man plaudert ein wenig - soziale Kontakte sind so nebenbei noch ein guter Aspekt. Man hilft dann den Hundebesitzern, sich selbst und dem Hund - und bewahr so manchen Hund ggf. vor dem Tierheim.
Wenn Du Glück hast gibt man Dir dafür ein ganz klein wenig Geld aber gaaaanz viel Glück, Zufriedenheit und Stolz.
wize.life-Nutzer Ich danke dir ---- kenn das auch alles was du da geschrieben hast -- NUR es gibt Einschränkungen sowohl bei mir ... als auch bei den Tierheimen
z.b. hier vor Ort --- gibts kein Tierheim ... das nächst ist 18 km entfernt --- und die haben nur "Problem hunde dort ""
da gibts keine Möglichkeit
und ich weiß aus langer Erfahrung ... das gerade in Tierheimen -- ältere Hunde eine oft negative Erfahrung -- hinter sich haben
Zudem bin ich auch nicht mehr der Jüngste .... und weit in ein Tierheim fahren
ist mir nicht möglich --- auch muss ich mein altes Auto --- abmelden
ein Neues ??? kann ich mir nicht mehr leisten
Danke aber für deine Mühe
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