Sodbrennen: Diese schonenden Alternativen zu Magensäureblocken sollten Betroffene kennen

Sodbrennen kann harmlos sein, aber auch der Hinweis auf eine schlimme Krankh ...
Sodbrennen kann harmlos sein, aber auch der Hinweis auf eine schlimme KrankheitFoto-Quelle: Shutterstock
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Von News Team

Brennende Schmerzen, saures Aufstoßen, Schluckbeschwerden: Sodbrennen äußert sich auf unterschiedliche unangenehme Arten. Doch die häufig verschriebenen Magensäureblocker sind oft nicht ganz risikolos, wie der jüngste Rückruf von Ranitidin-haltigen Arzneien gezeigt hat. Umso wichtiger ist es, auch alternative Heilmethoden gegen Sodbrennen zu kennen.

In der Regel ist leichtes Sodbrennen harmlos. Magensäureblocker, die häufig gegen das unangenehme Aufstoßen und Brennen im Brustbereich verschrieben werden, sind es jedoch nicht immer. So informierte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erst im September über einen Rückruf von ranitidinhaltigen Magensäureblockern wegen möglicher Krebsgefahr.

Allein in Deutschhland wurden Arzneimittel mit dem Wirkstoff Ranitidin im vergangenen Jahr 748.000 Mal verordnet, wie das Wissenschaftliche Institut der AOK mitteilte.

Risiken kennen

Magensäureblocker mit Nebenwirkungen. "Solche Protonenpumpeninhibitoren (PPI) oder -hemmer sind für die dauerhafte Einnahme gedacht. Da dies mit einigen Risiken behaftet ist, wie Studien belegen, sollten PPI keinesfalls 'routinemäßig' geschluckt werden", betont Allgemeinmediziner Dr. Axel Budahn aus Bremerhaven im Patientenmagazin "HausArzt".

Mit Blaualgen und Spaziergängen gegen Sodbrennen

Eine Alternative sei Alginat, ein Wirkstoff aus Blaualgen. Er "schwimme" auf dem Magensaft und hemme dessen Aufsteigen in die Speiseröhre. Auch säurebindende Mittel (Antazida), die es ohne Rezept in der Apotheke gibt, können helfen.

"Weitere Tipps: Lagern Sie den Oberkörper beim Schlafen höher. Nehmen Sie über den Tag mehrere kleine Mahlzeiten zu sich statt wenige große", rät Budahn. Nach dem Essen ein Glas Wasser zu trinken, neutralisiere einen Teil der Magensäure. "Machen Sie öfter einen kurzen Verdauungsspaziergang. So gelangt die Nahrung besser vom Magen in den Darm."

Magensaft steigt in Speiseröhre

Sodbrennen gilt als Symptom der sogenannten Reflux-Krankheit. "Beschwerden entstehen, weil Magensaft in die Speiseröhre steigt." Das passiert laut Budahn, wenn der Schließmuskel zwischen Mageneingang und Speiseröhre, der Pförtner, nicht richtig funktioniert. Um schweren Verläufen vorzubeugen, sollten schon die ersten Anzeichen ärztlich abgeklärt werden. "Dazu empfiehlt sich meist eine Magenspiegelung."

IM VIDEO | Achtung bei Sodbrennen: Warum es der Hinweis auf eine schlimme Krankheit sein kann

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