Neue Studie: Starkes Abnehmen kann tödlich sein

Schnelle Gewichtsabnahme im Alter erhöht das Todesrisiko
Schnelle Gewichtsabnahme im Alter erhöht das TodesrisikoFoto-Quelle: lassedesignen - Fotolia
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Von News Team

Starkes Abnehmen im Alter ist nicht so gesund wie ursprünglich gedacht. Ganz im Gegenteil. Chinesische Forscher fanden in einer aktuellen Studie heraus, dass bei extremem Gewichtsverlust im mittleren bis späten Erwachsenenalter die Sterblichkeit sogar ansteigt.

Zwar haben fettleibige Menschen grundsätzlich eine höhere Mortalität als Normalgewichtige. Doch Abnehmen um jeden Preis ist offenbar auch nicht die Lösung.

Die Forscher des "Department of Epidemiology and Biostatics" an der "School of Public Health" der Huazhong University of Science and Technology in Wuhan untersuchten Gesundheitsdaten von 36.051 Personen ab 40 Jahren. Im Betrachtungszeitraum von gut zwölf Jahren verzeichneten sie 10.500 Todesfälle. Eine Analyse ergab, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen Gewichtsveränderungen und der Sterblichkeit gibt.

Im Vergleich zu Normalgewichtigen hatten Menschen ein um 22 Prozent höheres Sterberisiko, wenn sie zwischen frühem und mittlerem Erwachsenenalter fettleibig wurden. Das Risiko für tödliche Herzerkrankungen war sogar um 49 Prozent höher. Bei starker Gewichtsabnahme änderte sich die Mortalität überraschenderweise trotzdem nicht.

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Gewichtsabnahme im späten Erwachsenenalter erhöht Sterblichkeit

Zwischen dem mittleren und späten Erwachsenenalter ging die Gewichtsabnahme sogar mit einem erhöhten Todesrisiko einher. So stieg die Sterblichkeit insgesamt um 30 Prozent, aufgrund von Herzkrankheiten um 48 Prozent. Wer in diesem Alter fettleibig wurde, hatte dagegen kein höheres Risiko.

Grundsätzlich jedoch geht Fettleibigkeit in jeder Altersstufe mit einer deutlich erhöhten Gesamtmortalität einher. Im jungen und mittleren Erwachsenenalter liegt diese um 70 Prozent höher als bei Normalgewichtigen. Im höheren Alter ist sie nur noch um 20 Prozent erhöht.

Normalgewicht halten ist optimal

Zusammenfassend lässt sich festhalten: "Stabile Fettleibigkeit im Erwachsenenalter, eine Gewichtszunahme vom jungen zum mittleren Erwachsenenalter und eine Gewichtsabnahme vom mittleren zum späten Erwachsenenalter waren mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden", so die Forscher im Fachmagazin BMJ.

Am besten sei es daher, das Normalgewicht in jeder Lebensphase aufrechtzuerhalten und vor allem eine Gewichtszunahme im frühen Erwachsenenalter zu verhindern. Weil der Stoffwechsel im Laufe des Lebens träger wird, muss man demnach die Kalorienzufuhr begrenzen oder sich vermehrt körperlich betätigen.

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