Harvard-Forscher entschlüsseln Code für langes Leben - Auf dieses Protein kommt es an

Das Protein "REST" bremst neuronale Überaktivität und verlängert damit das L ...
Das Protein "REST" bremst neuronale Überaktivität und verlängert damit das Leben.Foto-Quelle: Pixabay
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Von News Team

Eine Pille gegen das Älterwerden und für ein langes und gesundes Leben - es klingt so schön, um wahr zu sein. Noch ist diese Vorstellung selbstverständlich Zukunftsmusik. Doch Wissenschaftler der renommierten Harvard Medical School haben zumindest den Grundstein dafür gelegt. In einer aktuellen Studie fand das Team um Genforscher Bruce Yankner heraus, dass ein Protein namens REST bei der Lebenserwartung eine große Rolle spielt.

Menschen mit einem niedrigen REST-Niveau sterben früher, eine hohe Aktivität des Proteins geht dagegen mit einer langen Lebensdauer einher.

Das REST-Protein unterdrückt eine Überaktivität der Neuronen im Gehirn, die bereits in früheren Studien mit Gedächtnisproblemen oder schweren neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer, Epilepsie oder bipolaren Störungen in Verbindung gebracht worden waren.

IM VIDEO: Forscher kehren Alterungsprozess von Gehirnzellen bei Ratten um


"Es ist faszinierend, das so etwas vergängliches wie die Aktivität von Nervenszellen so weitreichende Konsequenzen für die Physiologie und Lebenserwartung des Menschen hat", wird der Studienautor in einer Pressemitteilung zitiert.

Medikament, um Alterungsprozess zu stoppen

Die Forscher träumen jetzt davon, ein lebensverlängerndes Medikament zu entwickeln. "Die Idee, REST zu aktivieren und damit den Alterungsprozess des Menschen zu verlangsamen, ist sehr aufregend", so Co-Autorin Monica Colaiacovo.

Bei der Studie, die in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht wurde, untersuchten die Wissenschaftler zunächst gespendetes Hirngewebe von Menschen, die zwischen dem 60. und 100. Lebensjahr gestorben waren. Keiner der Testpersonen wies altersbedingte Hirnerkrankungen auf.

Je geringer die neuronale Aktivität, desto länger das Leben

Dabei kam heraus, dass Probanden, die am längsten lebten, eine geringere neuronale Aktivität aufwiesen. Vereinfacht ausgedrückt heißt das auch: Wer weniger grübelt, lebt länger.

Mit Hilfe eines Experiments an gentechnisch veränderten Mäusen wurde dann analysiert, ob der Mangel an neuronaler Anregung isoliert vorkommt oder im Zusammenspiel mit anderen lebensdauer-beeinflussenden Faktoren.

Auch hier zeigte sich: Wen REST bei den Tieren blockiert wurde, kam es zu erhöhter Hirnaktivität, die Tiere starben früher.

In weiteren Forschungen soll jetzt ermittelt werden, ob die neuronale Aktivität bei einem einzelnen genetische und/oder ökologische Ursachen hat.

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14 Kommentare

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Es gibt viel mehr, als wir wissen. Nur mag die Pharmaindustrie dies nicht ...... Warum wohl ?
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Ich nenne es, Man hat das Gen oder nicht.
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Im immer und tief Durchstmen
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Interessant. Aber wie gewöhne ich mir das Denken und das Grübeln ab ?
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"Je geringer die neuronale Aktivität, desto länger das Leben"
Das würde erklären, warum die Lebenserwartung einer immer blöder werdenden Bevölkerung steigt.
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Heißt das, wer denkt stirbt früher? Dann wechsle ich sofort zu einer bestimmten Gruppe, und grün wird meine Lieblingsfarbe.
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Man hat mal festgestellt, dass Beta-Carotin gut gegen Krebs sei. Da hat man versucht es zu extrahieren und innerhalb von zwei Studien (z. B. CARET-Studie) festgestellt, dass sich das isolierte Beta-Carotin vollkommen gegenteilig zu z. B. Möhren verhält. Daher ist eher die Frage wie man REST verbessern kann. Werden nicht Proteine vom Körper selbst synthetisiert?
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...da werden sich BASF oder Bayer aber freuen, das Zeug unter die Menschheit zu bringen!
......und das Wundermedikament dürfte teuer sein. Also, wie immer. Wer viel Geld hat, dr lebt länger,ist Privatpatieren mit den üblichen Vorteilen bei der Terminvereinbarung mit dem Arzt.....
Und die Pharma-Bosse verdienen dann mehr als die Bänker.....
Man hat mal festgestellt, dass Beta-Carotin gut gegen Krebs sei. Da hat man versucht es zu extrahieren und innerhalb von zwei Studien (z. B. CARET-Studie) festgestellt, dass sich das isolierte Beta-Carotin vollkommen gegenteilig zu z. B. Möhren verhält. Möhren sind auch günstiger. Aber wer isst schon gerne Gemüse.
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Hoffe ist eine pille das uns helfen kann und an droguerie markt kaufen !
Es geht letztlich nicht darum, riesige Massen von Menschen, die nichts tun, außer die Umwelt zu vernichten, Kriege zu führen und die Tierwelt auszurotten, noch länger als schon bisher am Leben zu erhalten. Es geht um Milliardenprofit für einige Wenige.
Ist doch nichts Neues, soweit war man auch schon 1936...
Man hat mal festgestellt, dass Beta-Carotin gut gegen Krebs sei. Da hat man versucht es zu extrahieren und innerhalb von zwei Studien (z. B. CARET-Studie) festgestellt, dass sich das isolierte Beta-Carotin vollkommen gegenteilig zu z. B. Möhren verhält. Möhren sind auch günstiger. Aber wer isst schon gerne Gemüse.
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