Täglich trinken schadet mehr als einmal pro Woche über die Stränge zu schlagen

Täglicher Alkoholgenuss erhöht das Risiko für Herzrhythmusstörungen.
Täglicher Alkoholgenuss erhöht das Risiko für Herzrhythmusstörungen.Foto-Quelle: Pixabay
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Von News Team

Wer täglich ein Glas Wein genießt und glaubt, damit seinem Herz etwas Gutes zu tun, sitzt einem Irrglauben auf. Forscher fanden jetzt heraus, dass täglicher Alkoholkonsum das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöht. Und zwar völlig unabhängig von der Menge. Der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie zufolge ist es sogar gesünder, einmal pro Woche über die Stränge zu schlagen, als jeden Abend nur geringe Mengen zu trinken.

Für die Studie, die im Fachmagazin "EP Europace" veröffentlicht wurde, untersuchten die Forscher Daten von knapp zehn Millionen Menschen, die 2009 bei einer nationalen Gesundheitsuntersuchung erhoben worden waren. Keiner der Testpersonen hatte zu diesem Zeitpunkt Vorhofflimmern, eine der häufigsten Herzrhythmusstörung.

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Nach einem Betrachtungszeitung vom acht Jahren stellte sich heraus: Probanden, die jeden Tag kleine Mengen Alkohol tranken, hatten ein rund 50 Prozent höheres Risiko für Rhythmusstörungen als diejenigen, die nur einmal pro Woche zum Alkohol griffen.
"Unsere Studie deutet darauf hin, dass häufiges Trinken von kleinen Alkoholmengen in Bezug auf Vorhofflimmern gefährlicher ist als seltener Alkoholkonsum größerer Mengen", so Studienautor Dr. Jong-Il Choi. Dies gelte unabhängig von Alter und Geschlecht und sogar von der Menge des Alkohols. Bislang war nur bekannt, dass regelmäßig großen Alkoholmengen Vorhofflimmern begünstigen. Die Herzrhythmusstörung erhöht das Schlaganfallrisiko um das Fünffache.

Gelegentlicher Alkoholkonsum besser als Verzicht?

Überraschen: Testpersonen, die einmal pro Woche wenig Alkohol konsumierten, schnitten sogar besser ab als Nicht-Trinker. So lang bei völligem Verzicht auf Alkohol das Risiko für Herzrhythmusstörungen um 8,6 Prozent höher.

Trotz der Erkenntnisse wollen die Forscher keine Empfehlung aussprechen, wonach gelegentlicher Alkoholkonsum in geringer Menge das Herz schützen könne. Dies müsse erst noch genauer untersucht werden, so Dr. Chio. "Es ist noch nicht klar, ob es sich um einen wahren Nutzen oder um eine verwirrende Variable handelt."

Das tägliche Feierabendbier oder der Schoppen Wein ist aber definitiv schädlich.

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