In Krankenhäusern wird wichtiges Narkosemittel knapp - Lieferprobleme bei Propofol

Das Narkosemittel Propofol kommt bei Operationen täglich zum Einsatz.
Das Narkosemittel Propofol kommt bei Operationen täglich zum Einsatz.Foto-Quelle: Pixabay
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Von News Team

In Deutschland wir das wichtige Narkosemittel Propofol knapp. Grund dafür sind offenbar Lieferprobleme bei einem der beiden großen Hersteller des Narkotikums.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft schätzt die Lage als "sehr dramatisch" ein. Einige Kliniken überlegen bereits, auf andere Narkoseverfahren umzustellen. Doch das birgt Nachteile für Patienten.

Das Narkosemittel wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO als unentbehrliche Arznei eingestuft, in Deutschland wird es knapp: Bei der Versorgung mit dem wichtigen Narkosemittel Propofol gibt es derzeit Schwierigkeiten, berichtet die "Welt".

Lieferprobleme bei einem großen Hersteller

Grund dafür sind demnach Lieferschwierigkeiten bei mindestens einem der beiden großen Hersteller des Narkotikums, schreibt die Zeitung und beruft sich auf eine Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

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Sollte einer der beiden großen Hauptlieferanten längere Zeit ausfallen, hätte dies „erhebliche Auswirkungen auf die Klinikversorgung“, heißt es. Laut DKG denken einige Kliniken bereits darüber nach, auf andere Narkoseverfahren umzustellen.

Andere Narkotika sind mit Nachteilen verbunden

„Es ist zurzeit wirklich sehr dramatisch. Gerade für Propofol gibt es keine gleichwertige Alternative. Wenn man andere Narkotika nimmt, ist das mit Nachteilen für den Patienten verbunden", sagt Rudolf Bernard vom Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker.

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Propofol ist ein sogenanntes Hypnotikum, dass häufig für die Einleitung und Aufrechterhaltung einer Narkose verwendet wird.

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