Neue Studie: Gefahr für Hirnblutung und Hirninfarkt steigt je nach Wetter

Schlaganfälle sind weltweit eine der häufigsten Todesursachen und die Ursach ...
Schlaganfälle sind weltweit eine der häufigsten Todesursachen und die Ursache für dauerhafte PflegebedürftigkeitFoto-Quelle: Pixabay
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Je nach Wetterlage steigt das Risiko, einen bestimmten Typ von Schlaganfall zu erleiden, haben Augsburger Forscher jetzt in einer groß angelegten Studie nachgewiesen.

Ihre Ergebnisse sollen für die Entwicklung von Vorsorgemaßnahmen genutzt werden. Denn Schlaganfälle sind weltweit eine der häufigsten Todesursachen.

Zunächst war es nur ein vages Gefühl der Neurologen am Universitätsklinikum Augsburg: An manchen Tagen, so die Beobachtung der bayerischen Mediziner, wurden mehr Schlaganfall-Patienten zu ihnen ins Krankenhaus gebracht als an anderen.

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Konnte das mit dem Wetter zusammenhängen? Diese Vermutung stand am Anfang einer groß angelegten Studie, mit der die Mediziner zusammen mit Klimaforschern der Universität Augsburg jetzt ihr vages Gefühl wissenschaftlich belegen konnten.

Für ihre Untersuchung haben die Wissenschaftler fast 18.000 Schlaganfälle analysiert, die Patienten über einen Zeitraum von zehn Jahren im Raum Augsburg erlitten hatten.

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In der Studie unterscheiden die Forscher dabei zwischen Hirninfarkt und Hirnblutung. Ärzte sprechen hier von den beiden Subtypen eines Schlaganfalls.

Ergebnis: Das Wetter beeinflusst demnach tatsächlich die Häufigkeit von Schlaganfällen.

Hirninfarkt und Hirnblutung

Bestimmen trocken-warme Luftmassen das Wetter, steigt der Studie zufolge das Risiko für bestimmte Typen des Hirninfarkts, die über 80 Prozent aller Schlaganfälle ausmachen.

Das Risiko für Hirnblutungen sei dann geringer, so die Forscher.

Umgekehrt sieht es aus, wenn trockene und kühle Luftmassen vorherrschen: Dann steige das Risiko für Hirnblutungen. Hirninfarkte seien seltener.


Wetter hat unterschiedliche Auswirkungen

Hirninfarkte treten demnach auch weniger häufig auf bei feuchten Luftmassen.

„Wir sind nicht die ersten, die Klima und Schlagunfallhäufigkeit im Zusammenhang sehen“, sagt Dr. Michael Ertl, einer der beiden Erstautoren der Studie.

Im Video:

Knöchel-Arm-Index: So ermitteln Sie ganz einfach Ihr Schlaganfall-Risiko


Doch noch nie zuvor wurde Ertl zufolge eine so große Menge an Schlaganfällen mit so komplexen meteorologischen Erscheinungen abgeglichen wie in der aktuellen Augsburger Studie.

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Während in bisherigen Schlaganfall-Studien meist nur Luftdruck und Temperatur eine Rolle spielten, haben die deutschen Forscher nach eigenen Angaben mehr als nur lokale Wetterverhältnisse berücksichtigt.

Das Besondere der Studie

„Wir beziehen auch großräumige Verhältnisse wie die Bodenluftdruckverteilung über Europa“, sagt Dr. Christoph Beck, der als Klimaforscher an der Studie beteiligt war.

„Das Zusammenspiel aus unterschiedlichen meteorologischen Faktoren – wie Lufttemperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit – sowie kurzfristigen Temperaturänderungen ist sehr komplex.“

Ziel: Bessere Schlaganfall-Vorsorge

Ziel der Studie ist es, die Ergebnisse für die Schlaganfall-Vorsorge zu nutzen.

Denn Schlaganfälle sind nicht nur in Deutschland, sondern weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Und oft der Grund für eine dauerhafte Pflegebedürftigkeit der betroffenen Patienten.

„Mithilfe unserer Studie möchten wir dazu beitragen, dass sowohl Patienten als auch medizinische Versorgungseinrichtungen rechtzeitig geeignete vorbeugende und behandelnde Maßnahmen treffen können“, sagt Professor Markus Naumann, Direktor der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie am Universitätsklinikum Augsburg.

Dafür allerdings sei noch weitere Forschung vonnöten.

16 Kommentare

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Diesbezüglich muss aber noch viel geforscht werden, es kann nicht nur am Wetter liegen - Fakt ist - die Schlaganfälle häufen sich - warum nur ??
Das Wetter ist unschuldig und Donald Trump hat auch keinen Einfluß genommen. Da sind die höheren Gewalten gefragt. Für Mitglieder der Kirche gibt der Gemeindepfarrer Auskunft. Alle anderen müssen weiter forschen.
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dann schaffen wir halt das Wetter ab und sterben gesund.
Meine Güte, diese düsteren Erkenntnisse könnt' Ihr wirklich für Euch behalten. Abends darf man jetzt auch nix mehr essen. Aaaber die, die abends brav fasten, sterben auch ... nanu?
wie geht das gesund sterben?
Ich weiß es nicht, denn ich lebe noch
ich zum glück auch aber gesund sterben ist wie trockenes wasser...irgendwie ein Widerspruch
Natürlich isses ein Widerspruch. Hihi ... mir is nix besseres eingefallen zu den "düsteren Erkenntnissen". Sie machen mich wütend!
wie meinst das mit dem wütend..
Ist das seriös "Neue Studie: Gefahr für Hirnblutung und Hirninfarkt steigt je nach Wetter"? Mich regen solche schlagzeilenträchtigen "Studien" einfach nur auf. Diese Erkenntnis braucht kein Mensch und es gibt sicherlich auch vielen Menschen, die ängstlich sind.
die frage ist halt was kann mr dagegen machen...das wird leider nicht gesagt
Da wir das Wetter nicht beeinflussen können, ist solche eine Studie einfach dumm.
Was man dagegen machen kann, können die einem ja nicht sagen und jeder Mensch reagiert unterschiedlich aufs Wetter. Die größte Gefahr besteht doch im Sommer, wenn es um die 40 Grad heiß ist. Aber dafür braucht man keine Studie.
es kommt halt wenn es kommt...wann das ist wissen wir zum glück nicht
Ja, zum Glück wissen wir es nicht und ich bin auch gar nicht neugierig diesbezüglich.
gut ich wünsche dir ein schoenes we jetzt geh in real life welt mal wieder
ja ... Dir auch ein schönet WE ... gleich klingelt mein Telefon, dann bin ich auch ziiiiemlich real
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