Coronavirus-Verdacht: EC erreicht München - Zugverkehr stundenlang gestoppt

Wegen Corona-Verdachts gestoppter Zug in München angekommen
Wegen Corona-Verdachts gestoppter Zug in München angekommenFoto-Quelle: Glomex/dpa
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Der wegen Coronavirus-Verdachtsfällen gestoppte Zug aus Venedig hat in der Nacht sein Ziel München erreicht. An Bord waren zwei deutsche Frauen, die mit Fieber und Husten aufgefallen waren. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hatten Sonntagabend zunächst den kompletten Zugverkehr mit Italien eingestellt.

Auslöser für den Coronavirus-Alarm waren zwei Verdachtsfälle an Bord des EC 86, der am Sonntag von Venedig auf dem Weg nach München war. Darin waren zwei Frauen aus Deutschland mit starkem Husten und Fieber aufgefallen.

Passagiere in Verona auf Covid-19 getestet

In Verona wurden die beiden Frauen aus dem Zug geholt, in ein Krankenhaus gebracht und auf den Virus getestet. Der Test sei in beiden Fällen negativ gewesen, worden, teilte der österreichische Innenminister Karl Nehammer in der Nacht zum Montag mit.

Im Video: Wegen Corona-Verdachts gestoppter Zug in München angekommen


Der EC konnte zunächst seine Reise ohne die beiden Passagiere fortsetzen, wurde aber am Brenner, der Grenze zu Österreich, erneut gestoppt.

Zugverkehr komplett eingestellt

Aus Angst vor Coronavirus-Infektionen hatte Österreich gegen 21 Uhr den Zugverkehr mit Italien komplett eingestellt. In Italien war die Zahl der an dem neuen Virus Erkrankten in den vergangenen Tagen rasant angestiegen.

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Alle Verbindungen aus und in das Nachbarland wurden vorübergehend ausgesetzt. Sowohl Fern- als auch Regionalzüge waren betroffen.

Am Brenner wurde am späten Sonntagabend deshalb zunächst ein weiterer Zug mit Fahrtziel München angehalten. Rund 500 Passagiere des EC 1288, der ebenfalls von Venedig auf dem Weg nach München war mussten stundenlang am Brenner ausharren.

Kurz vor Mitternacht hoben die österreichischen Behörden die Sperrung des Zugverkehrs auf, der Zug konnte seine Fahrt nach München fortsetzen. In den EC umgestiegen waren auch die Passagiere des zuvor gestoppten Fernzuges mit den Frauen an Bord. Der Zug erreichte die bayerische Landeshauptstadt gegen 2 Uhr am Morgen, berichtet die "Bild".

Zahl der Infektionen steigt rasant

In Italien sind insgesamt mehr als 150 Menschen an Covid-19 erkrankt, mehr als in jedem anderen europäischen Land. Drei Menschen sind an dem Virus gestorben. Die Zahl der Infizierten steigt rasant.

5 Menschen in Sachsen dürfen Wohnungen nicht verlassen

Unterdessen dürfen fünf Menschen in Sachsen aktuell ihre Wohnungen nicht verlassen, berichtet der MDR. Sie waren demnach zusammen mit einem Corono-Virus-Patienten auf dem Kreuzfahrtschiff "Westerdam" gewesen.

Auf dem Schiff hatte es einen bestätigten Coronavirus-Fall gegeben. Danach mussten Hunderte in Quarantäne auf dem Schiff bleiben, bis sie in Kambodscha an Land und schließlich weiterreisen durften.

autoren wize.life

5 Kommentare

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Soll der "Brenner" bzw. die Alpen diese Krankheit aufhalten ? Selbige halten sich nicht an Grenzen ! Man kann nur hoffen das Herr Seehofer einen Plan "B" hat, denn Plan "A" ist ja wohl nicht möglich. Vielleicht kann man Flüchtlinge aufhalten, jedoch ist es nur eine Frage von Stunden wann dies in Deutschland ähnlich abläuft.Bei dieser hoch infektiösen Krankheit lässt dies nichts gutes ahnen. Wird langsam Zeit mir einen Vorrat anzulegen, da man nicht weiß wie dies sich ausbreiten wird.
Richtig,legen Sie sich einen Vorrat an...vorsichtshalber! Dieser Virus könnte der Beginn,einer Endzeitplage sein,von denen vielleicht noch mehr kommen!
@Heinz Karl Mittermaier, ihre Ironie in allen "Ehren", jedoch von "Endzeitplage" habe ich ja wohl nichts geschrieben oder Irre ich da ?
Der Sachstand ist so unmöglich nicht, man sehe nur die fünf Personen aus "Sachsen" welche ihre Wohnung nicht mehr verlassen dürfen, obwohl selbige schon in Quarantäne waren. Ach ja "Vorratshaltung", selbst Frau Dr. Merkel hat vor einiger Zeit dazu geraten sich Vorräte anzulegen, da war das "Virus" aber noch unbekannt. Für Sie kann ich nur hoffen das Sie gesund sind und bleiben, denn mit den Medikamenten könnte es nun noch knapper werden als ohnehin schon ! Ironie habe ich mir hier bewusst erspart, denn davon haben Sie ja genügend zum Ausdruck gebracht!
Jetzt sind die Zeugen Jehovas gefragt die kennen sich mit der Endzeit aus. Minister Seehofer ist hier wirklich überfordert.
@Hans-Elmar M: Ich für meinen Teil und meiner Auffassung bin da wohl überfordert da ich keiner Kirche oder einer Glaubensrichtung angehöre. Für mich sind da eher die Auffassungen eines "Herrn Darwin" überzeugend. Nun das muss wohl jeder mit sich selbst "ausmachen" welchen Glauben "Er" vertritt, wobei "Spinner" in Glaubensfragen" gibt es auf dieser Welt wohl zur Genüge. Also ich habe in dieser "Situation" nicht das "Bedürfnis" mir eine "Arche" oder meinetwegen einen autarken "Bunker" zu bauen. Mir reichen da schon "normale Krankenhäuser" obwohl deren Anzahl seid Jahren eher immer weniger werden. Und ob der Minister Seehofer zu den "Zeugen Jehovas" zählt entzieht sich wirklich meiner Kenntnis, obwohl: Zugang zu einem Bunker hätte selbiger in seiner "Stellung" ja wohl und für die "Bevorratung" dürfte da ja wohl auch gesorgt sein. Auf alle Fälle wollte ich noch erwähnen das ich Ihren "Kommentar" doch echt lesenswert finde!
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