Coronavirus: Warum mehr Männer als Frauen an der Infektion sterben

Für Männer ist das neue Coronavirus gefährlicher als für Frauen
Für Männer ist das neue Coronavirus gefährlicher als für FrauenFoto-Quelle: Pixabay/Gerd Altmann
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Das neue Coronavirus tritt bei Männern und Frauen gleichermaßen auf, allerdings gibt es deutliche Unterschiede in der Sterblichkeitsrate. Wer besonders gefährdet ist und inwiefern der Erreger mit Grippe zu vergleichen ist – oder eben nicht.

Das neue Coronavirus Sars-nCoV-2 löst die Lungenkrankheit Covid-19 aus. Der Infektionsverlauf erfolgt allerdings sehr unterschiedlich: Manche Infizierte zeigen kaum Symptome oder einen sehr milden Krankheitsverlauf, andere sterben an dem Virus.

Risikofaktoren bei Covid-19

Chinesische Behörden haben Daten von mehr als 44.000 infizierten Patienten (Stand 11. Februar 2020) analysiert, um Risikofaktoren herauszufinden. Die "Bild"-Zeitung berichtet über die Ergebnisse.

Mehr Männer sterben als Frauen

Zwar wurden etwa gleich viel Männer (22.981) und Frauen (21.691) mit dem Virus infiziert. Die Sterblichkeitsrate war bei Männern allerdings signifikant höher: Es starben 653 von ihnen, von den infizierten Frauen starben 370.

Auch das Alter scheint eine Rolle zu spielen: Je älter die Menschen sind, desto höher ist das Todesrisiko.

Die Gründe

Doch warum sind Männer stärker gefährdet? Florian Schenk, Oberarzt der Notaufnahme am Sana Klinikum Lichtenberg in Berlin erklärte der Zeitung: "Es gibt Hinweise, dass das männliche Immunsystem früher schwächelt als das von Frauen."

Vorerkrankungen ausschlaggebend

Zudem kämen bestimmte Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder die chronische Lungenkrankheit COPD bei Männern deutlich häufiger vor als bei Frauen. Vorerkrankungen dieser Art beeinflussten den Krankheitsverlauf – wahrscheinlich stärker als das Virus selbst.

Alte sterben schneller als Junge

Nach den Daten steigt das Sterberisiko ab einem Alter von 50 deutlich an. Am stärksten gefährdet sind Menschen ab 80. Das liegt nach Einschätzung von Barbara Wilbrandt, Fachärztin für Hygiene am Sana Klinikum daran, dass ältere Menschen generell ein höheres Risiko bei Infektionskrankheiten haben. Das Immunsystem sei oft schwacher, es gebe unterschiedliche Vorerkrankungen, die den Körper viel anfälliger machten für Keime aller Art.

Sterberisiko bei Covid-19 höher als bei Grippe?

Wie hoch das Sterberisiko bei Covid-19 ist, ist nicht abschließend geklärt. Nach Angaben des Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité legen die chinesischen Zahlen derzeit eine Fallsterblichkeit von zwei Prozent nahe. "Das ist eine enorm hohe Zahl", sagte Drosten dem WDR.

Grippepandemien – nicht die saisonale Grippe – hätten eine Fallsterblichkeit von 0,1 Prozent bis hin zur allerschwersten Pandemie im Jahr 1918 von 2,5 Prozent. "Das sind die Zahlen, über die wir uns hier Sorgen machen."

Zahlen täuschen wahrscheinlich

Allerdings sei fast sicher, dass die Zahlen aus China derzeit dramatisch überschätzt würden. Viele Experten gehen ihm zufolge davon aus, dass es noch viel mehr Corona-Fälle in China gibt, die allerdings milde verlaufen und nicht registriert werden. Das bedeutet, dass die Fallsterblichkeit wahrscheinlich viel geringer ist.

Was der Unterschied zur Grippe ist

Ist das neuartige Coronavirus ausgebrochen, können wie bei Influenca-Viren nur Symptome behandelt werden. Ein Mittel zur Bekämpfung des Virus selbst gibt es nicht. Wie Grippeviren macht sich Sars-nCoV-2 durch eine Reihe unspezifischer Symptome bemerkbar, insbesondere der unteren Atemwege. Typische Erkältungssymptome wie Schnupfen, Halsschmerzen und Niesen gibt es zwar auch, nach bisherigen Erfahrungsberichten allerdings seltener, wie "aponet.de" berichtet.

Die Hauptsymptome von Covid-19

Hauptsymptome sind Fieber, meist trockener Husten und Atemnot. Auch bei Grippe setzen plötzlich hohes Fieber und trockener Husten auf, weshalb Laien eine Unterscheidung extrem schwer fällt. Letztlich kann nur durch einen Test abgeklärt werden, ob eine Viruserkrankung vorliegt – und welche.

Auch interessant: Karte zeigt Coronavirus-Verbreitung in Echtzeit

Erkältungen verlaufen anders

Leichter abzugrenzen sind dem Bericht nach Erkältungen. Die hierfür typischen Symptome wie Halsschmerzen, Schnupfen, schleimiger Husten, leicht erhöhte Temperatur und Abgeschlagenheit träten meist schleichend über mehrere Tage auf. Oft schmerze zunächst nur der Hals, der Husten kommt in der Regel erst später dazu.

Wer den Arzt konsultieren sollte

Ungeachtet dessen gilt: Wer in den vergangenen 14 Tagen in einem Land war, in dem Coronavirus-Fälle aufgetaucht sind, sollte bei jeglichen der genannten Symptome telefonisch einen Arzt konsultieren und mit ihm weitere Schritte beraten. Wer in einem Risikogebiet war oder Corona-Verdachtsfälle getroffen habe, sollte sich unbedingt auch ohne Symptome umgehend beim zuständigen Gesundheitsamt melden und den Kontakt zu Dritten meiden, Stichwort Home-Office.

Über einen Schnelltest inzwischen binnen wenigen Stunden festgestellt werden, ob eine Infektion vorliegt.

Impfmöglichkeit wird noch dauern

Anders als bei Grippeviren gibt es bisher keine Impfmöglichkeit gegen das neue Coronavirus. Und bis es so weit ist, wird es auch noch dauern. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts soll in China Medienberichten zufolge ein erster Impfstoffkandidat ab Ende April 2020 in einer klinischen Studie erprobt werden. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, sei derzeit nicht absehbar.

Hier lesen Sie, welche Vorsichtsmaßnahmen Sie ergreifen können.

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autoren wize.life

16 Kommentare

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Was wird denn hier für ein Mist erzählt?
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Was hier vom Stapel gebracht wird,nee,nee.
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Karl Si,so ganz sind sie nicht von dieser Welt.Die Politiker haben Schuld,da kann ich nur lachen.Sollen sie ganz Deutschland lahm legen?Wenn sie Deutschland so Scheiße finden,dann wandern sie doch aus.
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Hier zeigt sich doch schon ,wie so oft,die Unfähigkeit unserer überbezahlten Politiker. Als bekannt wurde,daß das Virus in Norditalien um sich greif, waren es die Österreicher die sich getraut haben Züge an der Grenze zu stoppen. Dafür sollten wir Ihnen dankbar sein.
Bei uns wurde nur weiter beschwichtigt und man ist nicht in der Lage gewesen, das alle Karnevalsveranstaltungen und Massenveranstaltungen vorsorglich eingestellt werden. Noch bis zum heutigen Tag werden weiter Fußballspiele in den Stadien durchgezogen. Kindergärten und Schulen führen ihren gewohnten Tagesablauf weiter durch.
Statt zu handeln wird weiter diskutiert und nichts unternommen.
Man redet zwar von Pandemie, viele wissen gar nicht was das bedeutet!
Ich frage mich wie kann man Menschenleben so leichtsinnig, einer bedrohlichen, ernst zu nehmenden Gefahr aussetzen.
Man bedenke mal , wie viele Menschen auf engsten Raum in Deutschland leben, das sind die Folgen einer verantwortungslosen Politik in den letzten Jahren! Was ich hier schreibe , hat nichts mit Menschenfeindlichkeit und rechts zu tun, sondern spiegelt die Unfähigkeit unserer Verantwortlichen wieder !
Nachtrag:
Statt dessen zerbricht man sich den Kopf über Sterbehilfe
Dann mauer Dich doch ein, dann biste sicher.
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Danke für die Info..., nachdem das Virus in BW angekommen ist, was ich nie!!!! geglaubt hätte, weil ich ja unseren Politikern "Spahn" und Konsorten geglaubt habe, werde ich jetzt wohl Vorkehrungen treffen...... auf jeden Fall werde ich - die ich ja über die 60 bin - im Moment keine Klinik, kein Pflegeheim und keine Veranstaltung aufsuchen - ausserdem werd ich mir wohl ein bisschen Vorrat an haltbarem Essen anschaffen....... ich komm mir grad wirklich ein bisschen "veräppelt" vor.., vor 2 Wochen haben die Aussagen von Spahn noch ganz anders geklungen....., ich würde es jetzt endlich beim Namen nennen: eine Pandemie..., keiner weiss, wann und wie wir infiziert werden..., oder liege ich falsch?
Hast du das wirklich geglaubt? Warum sollte ein Hoch ansteckendes Virus vor unserer Grenze halt machen? Ich habe mich mit den nötigen Sachen eingedeckt, lacht mich ruhig aus. In den Firmen unserer Töchter reagiert man auch schon ziemlich heftig. Nein, wir müssen uns vorbereiten.
@Angelika M. vor 2 Tagen habe ich mich hier auf einer ähnlichen "Seite" zu dieser "Problematik" fast genau so geäußert!
Der allgemeine "Tenor" wenn auch nur wenige User war ob ich zb. den "Zeugen Jehovas" angehöre. Auch habe ich erwähnt mir einen "Vorrat" anlegen zu wollen, was ja Fr. Dr. Merkel schon vor Monaten geraten hatte obwohl da von diesem "Virus"
noch keine Rede war.
Für meinen "Comment" wurde ich "belächelt", ich denke das dies nunmehr nicht mehr zu belächeln ist, weil im Moment niemand weiß wie sich dieser Virus weiter ausbreitet und vor allem in welcher Geschwindigkeit ? Ein Impfstoff ist nicht in Sicht, keiner weiß wie lange die vorhandenen Medikamente noch reichen, wobei es jetzt schon viele nicht oder nur schwer zu erhalten sind. Mit Panikmache hat dies glaube ich nichts zu tun, man kann nur hoffen das es nicht zu einer "Pandemie"kommt, wenn es denn nicht schon eine ist. Den Politikern kann man nichts glauben, selbige versuchen nur die Bevölkerung "Ruhig" zu halten !
Die Politiker ist scheiß egal was mit den Bürger passiert, aupsache die steuer einnahme stimmt ansonsten hätte schon langen die Grenzen zu gemacht.
Grenzen zumachen
Ich denke mal wir sollten besonnen und ruhig reagieren, Panikmache bringt da garnichts. Ich achte besonders auf Handhygiene und vermeide größere Menschenansammlungen, mache ich aber jedes Jahr in der Grippezeit... ansonsten Pflege ich mein Immunsystem
Das "Beste" für das Immunsystem, was ich kenne ist "Para-Rizol"--Pro-Biotikum von Dr. Gerhard Steidl(Chemiker) gegen Viren,Bakterien,Pilze,Parasiten.
Herr Spahn spricht von einer Pandemie, vor einer Woche war die Rede davon, das Norditalien ja nicht die Bundesrepublik ist. Was geht in solchen Gehirnen blos vor ??🤦‍♂️😱
Guten Abend, lieber Christoph.... der Herr Spahn spricht von einer "Epidemie" (wenn ich das jetzt richtig geschrieben habe..,) eine Pandemie ist was ganz anderes.... davon traut sich Spahn selbst heute abend um 20.00 Uhr noch nicht zu sprechen..., sorry, dass ich Dich verbessert habe....
Es ist aber eine. Niemand kann mehr die Übertragungswege nachvollziehen. Ich glaube, gegen so einen Virus gibt es keinen Schutz, keine Vorkehrung. Grenzen schliessen? Augenwischerei. Das Gesundheitssystem ist vorbereitet, die sind jetzt schon mehr als ausgelastet. Es gibt nicht mal mehr Handdesinfektionsmittel, so gut reagieren wir. Man kann nur hoffen, dass es einen nicht erwischt, oder nur mild. In den Firmen meiner Kinder erwägt man Homeoffice, Flüge werden gestrichen. Öffentliche Verkehrsmittel für Kundentermine sind gestrichen. Hoffentlich geht der Spuk bald vorbei!
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