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Lernen im Alter mit Spielen: Das einfache Anti-Demenz-Programm

Von wize.life-Nutzer -

Wie sieht das perfekte Alter aus? Ganz einfach: Gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf. Ein interessantes Hobby und jede Menge gute Kontakte. Kein Stress und keine Probleme im Bett. Fit wie ein Turnschuh und geistig immer auf der Höhe. Zufrieden mit uns selbst und glücklich ohne Tabletten und Alkohol.

Logo! So können wir mit 110 noch über Tische und Bänke springen und mit dem Bär um die Wette steppen. Da wir aber Menschen sind und trotz aller Erfahrung und Altersweisheit immer noch alles andere als perfekt, fällt uns das, was uns in jungen Jahren schon nicht richtig gelungen ist, in älteren Jahren noch schwererer. Besonders dann, wenn wir eines Morgens aufwachen und nicht wissen, was wir mit dem Tag anfangen sollen und wie der sich entwickeln wird.
Unvorstellbar? Nein! Wenn die aktiven Jahre offiziell vorbei sind und der Ruhestand angesagt ist, wissen leider zu viele Menschen nichts damit anzufangen – und hören auf Grund fehlender Aufgaben auf aktiv am Leben teilzunehmen. Gerade im Alter heißt es aber: dynamisch bleiben statt resignieren und sich zurückziehen. Untätigkeit bedeutet Stillstand und ist im Alter fast noch gefährlicher als zu wenig essen oder zu viel trinken. Die Folgen sind geistiger Abbau und Demenz.
Was hilft gegen Lethargie und Hirnverkalkung? Natürlich in erster Linie ein soziales und gedanklich aktives Leben. Dazu kann Lernen und Spielen einen wesentlichen Beitrag leisten. Und ein bisschen Zeit mit Gehirnjogging am Computer zu verbringen kann auch nicht schaden.

Spielend die Gehirnzellen trainieren

Spielen Sie gerne? Spielen bringt nicht nur jede Menge Spaß in unser Leben, sondern bereichert es auch in vielerlei Hinsicht. Spielen bewahrt uns vor Trägheit und dem Verlust sozialer Kontakte. Außerdem können wir so unser Gehirn munter halten, mit dem wir bis ins hohe Alter unsere motorischen und geistigen Fähigkeiten schulen. Wir können uns mit Spielen die Zeit vertreiben, uns unterhalten und entspannen – und ganz nebenbei logisches Denken, Konzentrations-, Reaktions- und Assoziationsfähigkeit trainieren. Wir können aber auch Spiele gezielt zum Lernen und Trainieren einsetzen – sowohl in geselliger Runde als auch alleine zu Hause. Kreuzworträtsel, Sudoku, Scrabble & Co. halten das Gehirn 'in Schuss'. Auch bei Halma und Schach, Doppelkopf und Skat sowie bei fast allen Gesellschaftsspielen werden die Gehirnzellen spielend trainiert. Spiele wie das beliebte Memory fördern die Merkfähigkeit und unterstützen die Erinnerung.
Sie sind von Natur aus lernfähig? Dann sind Sie ein Mensch, dem es nicht schwer fallen wird, den heimischen PC für ein regelmäßiges Gehirnjogging zu nutzen. Nicht nur 16-Jährige, sondern auch immer mehr 60-Jährige und Ältere unter uns finden inzwischen Gefallen an dem digitalen Spielvergnügen und auch dem dadurch entstehenden Kontakt zur sozialen Außenwelt.
Motorische Fähigkeiten lassen sich mit der Maus trainieren und es gibt nicht nur Action-, Abenteuer- und Ballerspiele, sondern neben Klassikern wie Solitär oder 'Schiffe versenken' auch eine Fülle von Strategie- und Rollenspielen, die den Geist auf Trab halten. Dazu kommen etliche spezielle Varianten von Denk-, Lern- und Geschicklichkeitsspielen, die für frischen Wind in den grauen Zellen sorgen und Ihnen auch ganz leicht die Grundlagen von neuen Sprachen beibringen können.
Übrigens: Übung macht bekanntlich den Meister. Aber die Effekte des Übens verschwinden, wenn wir nicht im Training bleiben. Auch das Gehirn braucht tägliches Training, ein Serie sozusagen. Tun Sie also möglichst jeden Tag etwas, das spielend Ihr Denken in Bewegung bringt.

Lernen im Alter und geistig fit bleiben

Lernen ist ein lebenslanger Prozess. Offensichtlich aber fällt uns das Lernen im Alter schwerer als in jungen Jahren. Viele behaupten nun, dass sei einfach nur normal. Denn angeblich solle altersbedingt - infolge der verminderten Hirndurchblutung - automatisch auch das Denkvermögen, die Merkfähigkeit und das Gedächtnis nachlassen. Mag sein. Nur bewiesen ist das bis heute nicht - und auch nicht sehr wahrscheinlich.
Das Nachlassen unserer Lern- und Merkfähigkeit ist wohl weniger abhängig vom Alter als viel mehr von der zeitlichen Entfernung zu unseren Schul-, Lehr- und Studienzeiten, in denen wir das Lernen systematisch trainiert haben. Der Grund: Mit dem Erreichen der gewünschten schulischen oder beruflichen Abschlüsse haben viele von uns seit Jahren das Lernen endgültig eingestellt.
Fakt ist: Lernfähigkeit geht einher mit geistiger Fitness und ist keine Frage des Alters. Nicht nur prominente Persönlichkeiten, auch unzählige andere Menschen, die bis ins höhere Alter aktiv waren und sind, sind Beispiel und Beweis dafür, dass geistige Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit das Produkt eines steten Trainingsprozesses ist.
Zu einer gesunden Lebensweise, die uns bis ins Alter fit halten soll und kann, gehört darum nicht nur die körperliche Bewegung, sondern ebenso, wenn nicht mehr, die geistige Beweglichkeit. Das ist allerdings mehr als Kreuzworträtselraten, „Bild“-Lesen oder die gewohnte Routinekopfarbeit immer wieder zu verrichten,
Es ist auch mehr als nur einmal notgedrungen alte Gleise verlassen und einen neuen Weg ausprobieren, um dann wieder in den alten Trott zu verfallen. Es bedeutet schlicht und ergreifend, bewusst etwas völlig Neues zu lernen – von Grund auf, so wie wir es in der Schule, in der Lehre oder im Studium gemacht haben. Nur wenn wir diese Fähigkeit ständig immer und immer wieder trainieren, bleibt sie uns auch im Alter erhalten. Versuchen Sie doch beispielsweise ein paar neue Phrasen in einer Fremdsprache zu lernen und bereiten Sie sich so auf Ihren nächsten Urlaub vor.

Alzheimer lässt güßen

Aber was ist jetzt mit dem kurzen Gedächtnis bei den banalen Dingen des täglichen Lebens? Was mit der Vergesslichkeit im Alltag? „Wo liegt doch gleich der Autoschlüssel?“ „Was ist noch mal die Wurzel aus vier?“ „Was wollte ich unbedingt einkaufen?“ „Und welcher Tag ist eigentlich heute?" Dahinter verbergen sich in der Regel weder mangelnde Merkfähigkeit noch geistige Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit, sondern meist nur Stress oder momentane Überforderung. Das ist kein Altersproblem. Und auch kein untrügliches Zeichen von Alzheimer, wie manche vielleicht vermuten. Jeder von uns ist hin und wieder vergesslich. Jeder von uns hat Schwierigkeiten, sich wirklich all die Dinge einzuprägen, die wir uns vielleicht merken sollten, aber nicht unbedingt müssen. Na und? Wenn Sie von Bedeutung für uns sind, können wir Sie einfach aufschreiben.

PS: „Wie heißt nochmal mein Passwort? Und wo ist mein Notizblock?“

Fangen Sie doch gleich mit dem Training an und schauen Sie in unserer Spielewelt vorbei.

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