Die Verdauung - warum sie so wichtig ist

Die Verdauung - warum sie so wichtig ist
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wize.life Gesundheitstipp
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Wie wichtig unsere Verdauung ist, merken wir meist erst, wenn sie nicht richtig funktioniert. Zahlreiche Anfragen von seniorbook-Usern beschäftigen sich mit diesem wichtigen Thema.

Blähungen, Verstopfung oder Durchfall sind die am häufigsten auftretenden Beeinträchtigungen unserer Verdauung und stören nicht nur, sondern können unser Wohlbefinden empfindlich beeinträchtigen und uns im Alltag einschränken. Ausschlaggebend für eine gute Verdauung ist ein gesundes, intaktes Verdauungssystem. Doch wie funktioniert eigentlich unsere Verdauung?

1. Mund und Speiseröhre

Der erste Schritt zur Verdauung findet im Mund statt. Die aufgenommene Nahrung wird mit den Zähnen zerkleinert und mit dem Speichel zu einem Speisebrei vermischt. Dabei werden bereits die in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydrate in kleinere Bestandteile aufgespalten. Nach dem Schlucken gelangt der Speisebrei über die etwa 25-30 cm lange Speiseröhre in den Magen.

2. Magen

Im nächsten Schritt wird die zerkleinerte Nahrung im Magen mit der Magensäure vermengt und so weit zersetzt, dass sie flüssig wird. Eventuell über die Nahrung aufgenommene Keime und Bakterien werden dabei von der Magensäure abgetötet. Dank der Freisetzung spezieller Enzyme wird im Magen die Verdauung der Eiweiße eingeleitet.

3. Dünndarm

Im Dünndarm findet die eigentliche Aufnahme der Nahrungsbestandteile statt. Im ersten Teil des 3 bis 4 Meter langen Dünndarms, dem Zwölffingerdarm, werden die lebensnotwendigen Bestandteile des Nahrungsbreis in kleinste Bruchstücke aufgespalten – bis nur noch einzelne Moleküle von ihnen übrig sind. Dort fließt auch die Gallenflüssigkeit ein und die Enzyme der Bauchspeicheldrüse.
Durch die Dünndarmschleimhaut gelangen die Nährstoffe in die Blutbahn und von dort weiter zu den entsprechenden Organen. Der übrig gebliebene Speisebrei enthält jetzt nur noch unverdauliche Bestandteile sowie Flüssigkeit.

4. Dickdarm

Im Dickdarm, in welchem der Nahrungsbrei bis zu 24 Stunden verbleibt, erfolgt der letzte Teil des Verdauungsvorgangs. Dort wird die noch vorhandene lebensnotwendige Flüssigkeit vom Körper aufgenommen und die verbliebenen Elektrolyte aufgenommen. Der unverdauliche Rest wird als fester Stuhl an den Enddarm weitergegeben.
Zusätzlich zur Wasseraufnahme sorgt der Dickdarm durch lebensnotwendige Bakterien (die Darmflora) dafür, dass der Darm sauber bleibt und eventuelle schädliche Bakterien bekämpft werden. Die Aufrechterhaltung des natürlichen Gleichgewichtes im Dickdarm bildet die Basis eines gesunden Wohlbefindens.

5. Enddarm (Rektum)

Durch den Entzug von Wasser verkleinert sich im Normalfall das Volumen des Darminhaltes auf etwa 200 ml pro Tag. Der Stuhl wird dann im Rektum solange gespeichert, bis ein ausreichendes Volumen die Wandrezeptoren aktiviert und den Entleerungsreflex auslöst.
Im Falle einer Verstopfung wird dem Darminhalt zu viel Flüssigkeit entzogen. Der Stuhl wird zu trocken und verhärtet, wodurch eine reguläre Ausscheidung erschwert wird.

Vom Magenausgang bis After ist der Darm etwa sechs Meter lang. Diese beeindruckende Länge ist notwendig, damit der Körper alle wichtigen Nährstoffe und Wasser aus der Nahrung ziehen kann. Kommt es an irgendeiner Stelle des Verdauungssystems zu Problemen, kann dies Durchfall, Verstopfung oder Blähungen zur Folge haben und die Balance Ihres Darms aus dem Gleichgewicht bringen.

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2 Kommentare

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Das beste Buch das je auf den Markt kam, wenn man Verdauungsprobleme bzw Darmprobleme hat, einfach und toll erklärt...
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