Wie können wir Polio auch in den entlegensten Ecken der Welt auslöschen?

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Wie können wir Polio auch in den entlegensten Ecken der Welt auslöschen?
Wie können wir Polio auch in den entlegensten Ecken der Welt auslöschen?Foto-Quelle: © Corbis. All Rights Reserved.
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In Deutschland haben wir Kinderlähmung mit flächendeckenden Impfkampagnen an Schulen besiegt. Doch der Kampf geht weiter. Heute bringen mutige Freiwillige den Impfstoff zu Kindern in aller Welt – oft auf spektakuläre Weise.

Wenn Ihr Euch die Impfkampagnen der 60er Jahre wieder ins Gedächtnis rufen, erinnert Ihr Euch womöglich an Euer Klassenzimmer, die langen Schlange an Kindern, die Krankenschwestern und die süß schmeckende Schluckimpfung.

Die Impfungen heutzutage laufen ganz anders ab. Aufgrund der erfolgreichen Anstrengungen, ist das Poliovirus nur noch an einigen schwer zugänglichen Stellen auf der Erde zu finden. Das birgt allerdings neue Herausforderungen. Denn dort ist es meist extrem schwierig Impfkampagnen wie bei uns damals durchzuführen. Deshalb bringen viele Millionen tapfere Hilfskräfte den Impfstoff direkt zu den Kindern. Zu Fuß, mit dem Rad, Boot oder Hubschrauber, auf Eseln – auf welchem Weg auch immer.

Diese Freiwilligen sind die wahren Helden. Und heute, 60 Jahre nachdem Jonas Salks Impfstoff als sicher und effektiv deklariert wurde, sind sie kurz davor Polio für immer auszulöschen.

Weil das Virus außerhalb des menschlichen Körpers nicht lange überlebt, kann es, anders als viele andere Krankheiten, endgültig vernichtet werden. Und mit Kosten pro Impfung von weniger als 13 Cent, ist es zu einem Rennen zwischen dem Virus und den Freiwilligen geworden.

Ehrenamtliche Helfer reisen oft tagelang, durchqueren unwegsames Gelände und meistern alle Hürden, um auch entlegene Dörfer zu erreichen. Manche Gemeinden in Nordnigeria beispielsweise, erreicht man erst nach einem fünftägigen Kamelritt. Trotz vieler scheinbar unüberwindbarer Hindernisse, geben sie niemals auf. Im September 2014 konnten Freiwillige in West- und Zentralafrika innerhalb von nur einer Woche unglaubliche 94 Millionen Kindern impfen. Und als Sturzfluten Straßen und Brücken im indischen Bihar zerstörten, wateten Hilfskräfte durchs hüfthohe Wasser, um den Impfstoff in die bedrohten Gebiete zu bringen.

Das Virus verbreitete in unserer Jugend Angst und Schrecken, da es gesunde Kinder ohne jede Vorwarnung befiel. Bald könnte es, wie schon die Pocken, der Vergangenheit angehören.

Doch auch wenn diese Erinnerungen lange zurückliegen, ist Polio noch nicht ganz besiegt. Es redet nur niemand mehr darüber.

Was wir brauchen, ist Ein letzter Kraftakt, um das Virus ein für alle Mal auszulöschen.

seniorbook.de unterstützt die Kampagne, damit so viele Menschen wie möglich von den Anstrengungen dieser außergewöhnlichen Freiwilligen erfahren.

Besucht www.ein-letzter-kraftakt.de und stärkt ihnen den Rücken, indem Ihr das Bekenntnis, Polio zu beenden, unterschreibt.

14 Kommentare

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wichtig
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Bei uns gibt es praktisch keine Polio mehr,man sollte trotzdem impfen,damit sie nicht wieder aufflammt,sozusagen aus sozialer Indikation
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impfen ist wichtig
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Ich finde Impfungen nach wie vor sehr wichtig!
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Ich bin meiner Mutter sehr dankbar , dass Sie mich nie hat impfen lassen . Sie war nicht studiert, Sie war eine Fabrikfrau. Sie tat es intuitiv. Was heute die Allgemeinheit verloren hat zu sein .
Leider, lieber Günter.....leider
In dem Jahr ,in dem ich mich gegen Grippe geimpft habe hatte ich eine schwere Grippe.Der Impfstoff erfaßt manchmal nicht alle Viren,die gerade aktuell sind
Richtig...Frische luft im wald und so ist besser..
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angsteckt anfang der 60-ziger,wurde operiert a. re.fuß .... sonst hätte ich einen klumpfuß ! kinder sind grausam .... deren eltern auch ! wurde da ich schienen tragen mußte in meiner kindheit nur gehänselt. (der hinker) leider holte mich meine krankheit mit 54 jahren wieder ein. ! PPS G 14 ... postpoliosyndrom ! mußte 2 jahre für meine rente kämpfen .... erst durch e. prof. wurde meine seltene krankheit erkannt.
simulant + sozialschmarotzer ... ! stellte mich ein sog. vertrauensarzt hin. ( dr. farber aus wetzlar ) erst die reha konnte diesen sog. "dummschwätzer" wieder sprechen.
traurig aber wahr ..... + soetwas nennt sich arzt !
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Ich bin froh, daß ich gegen die Krankheit geimpft bin. Die Kinder, die Ende des Krieges geboren wurden, traf es in ihrer Kindheit öfter, daran zu erkranken. Selbst vor einigen Jahren lies ich mich nochmal impfen, da ich Menschen kenne, die ihr Leben mit dieser Krankheit leben mußten.
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NIE MEHR !!!!!!!
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Also meine Kinder sind beide geimpft worden und beiden hat es nicht geschadet.
GLÜCK gehabt !
Kenne aber auch andere ,die vorher vom Arzt untersucht wurden -das OK bekamen und 2 Tage nach der Schluckimpfung .Ausrasteten -sprich Anfälle bekamen .
1 Kindergarten freund sitzt seitdem im Rollstuhl !
und beide bekommen NICHTS
Kann sein kann aber auch NICHT sein -das es davon komm !

Na Ja wer es GLAUBT das es keine Schäden gab !
den hat eben SEIN Glaube verlassen !
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