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Sommergrippe auf dem Vormarsch

Husten, Schnupfen, Fieber, Erbrechen - Darum stecken sich JETZT so viele mit der Sommergrippe an

Von News Team - Samstag, 13.07.2019 - 18:54 Uhr

Schnupfen, Husten und Fieber: Diese typischen Grippe- und Erkältungssymptome verbinden wir meist mit den kalten, dunklen Wintermonaten. Doch auch im Sommer können sie vorkommen, und zwar in der Form einer sogenannten Sommergrippe. Dabei handelt es sich aber nicht um eine klassische Grippe. Wie sie sich verbreitet, und wie man sich vor ihr schützt, erklären wir im Artikel.

„Auch wenn der Name es vermuten lässt, handelt es sich bei der Sommergrippe nicht um die klassische Grippe, die durch Influenzaviren ausgelöst wird, sondern um einen grippalen Infekt, hervorgerufen durch Enteroviren“, erklärt Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer-Krankenkasse. „Für diese Viren sind vor allem Schmier- aber auch Tröpfcheninfektionen charakteristisch.“

Damit gemeint sind Situationen, bei denen Menschen dicht gedrängt sind, etwa auf Sommerfesten im Freibad, beim Sommerschlussverkauf sowie auf Bus- und Flugreisen, wie die Landesärztekammer Baden-Württemberg (LAK-BW) auf ihrer Webseite erklärt. In diesen Fällen haben die Viren meist sehr kurze Wege: Man steckt sich beim Husten, Sprechen oder Niesen bei seinen Mitmenschen an.

Infrage kommen aber auch große Temperaturunterschiede, etwa lange Abende auf der Terrasse oder im Freien ohne einen leichten Pullover oder Jacke. „Wenn ein erhitzter und verschwitzter Körper vermehrter Zugluft ausgesetzt wird, beispielsweise aus einem geöffneten Fenster oder Klimaanlage, trocknen die Schleimhäute aus und können ihre Funktion als Schutzschild nicht mehr richtig erfüllen“, schreibt die LAK-BW.

Identifizieren und behandeln: So klappt’s!

So wie bei einer gewöhnlichen Grippe oder Erkältung im Herbst und Winter sind für die Sommergrippe nach Angaben der Landesärztekammer neben Schnupfensymptomen häufig auch Fieber, Schüttelfrost sowie Kopf-, Hals- und Ohrenschmerzen typisch. Da Viren alle Schleimhäute im Körper befallen können, ist manchmal aber auch mit Bauchschmerzen und im Extremfall mit Erbrechen und Durchfall zu rechnen.

Die Sommergrippe ist aber nicht gefährlich und verschwindet in der Regel nach wenigen Tagen. „Körperliche Schonung, genügend Flüssigkeitsaufnahme mit kühlen Getränken und bei Fieber kühle Wadenwickel tragen zur raschen Erholung bei“, so die LAK-BW weiter. Apothekerin Günther hat weitere Tipps: „Bei Schnupfen oder verstopfter Nase können Nasenduschen und abschwellende Schnupfensprays helfen.“

Bleiben die Symptome jedoch länger als drei Tage bestehen, könnte die Ursache an etwas anderem liegen. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Vorbeugen ist einfach

Und wie schützt man sich effektiv? Günther rät dazu, sich mehrmals gründlich die Hände zu waschen. „Alternativ hilft ein handelsübliches Hand-Desinfektionsmittel, was nebenbei Ekzemen durch zu häufiges Waschen vorbeugt“. Außerdem sei es sinnvoll, die Schleimhäute in Nase und Mund durch ausreichend Trinken feucht zu halten. Dies gelte insbesondere für Personen, die sich viel in klimatisierten Räumen aufhalten.

Um den Körper weniger anfällig für eine Sommergrippe zu machen, helfe zudem eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, regelmäßige moderate Bewegung, das Vermeiden von Zugluft und ein möglichst seltener Einsatz der Klimaanlage, so Günther. Denn auch trotz hoher Außentemperaturen könne der Körper auskühlen. In diesem Fall am besten immer eine Jacke oder Socken griffbereit haben.

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  • (feb)

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