Neue Gesundheits-App Vivy der Krankenkassen: Befunde ab jetzt per Klick einsehen

Die App bündelt persönliche Gesundheitsdaten
Die App bündelt persönliche GesundheitsdatenFoto-Quelle: pronova BBK
News Team
Von News Team

Die neue App Vivy bringt Gesundheits-Daten aufs Smartphone: "Impfpass, Überweisungen, Befunde, U-Hefte, Mutterpass und mehr sind in der App gebündelt", wie die DAK mitteilt.


Vivy ist ein Gemeinschaftsprojekt von zahlreichen gesetzlichen und mehreren großen privaten Krankenversicherungen und wird vom Berliner Startup Vivy GmbH betrieben. Neben der DAK haben sich die Innungskrankenkassen IKK classic, IKK Nord, IKK Südwest und mehrere Betriebskrankenkassen dafür entschieden, die App anzubieten. Auch die Allianz und die Barmenia bieten die App an, die Gothaer soll im Februar folgen. Rund 13,5 Millionen Versicherte haben nach Angaben des "Spiegel" Zugriff.

Daten aus dem Fitnesstracker direkt in die App!

Nutzer können ihrerseits Befunde, Laborwerte und Röntgenbilder hochladen und mit verschiedenen behandelnden Ärzten teilen. Es ist ihnen auch möglich Gesundheitsdaten aus Fitness-Apps mit "Vivy" zu synchronisieren.

Außerdem sollen die Patienten in der App problemlos Dokumente von Ärzten, Laboren und Kliniken anfordern können.

Ist Vivy sinnvoll? Das sagt die "Tagesschau"

Wer einen "Gesundheitscheck" mit der App durchführt, erhält eine persönliche Auswertung für die Bereiche Ernährung und Bewegung. Basierend auf den Blutwerten der Nutzer kann zudem das biologische Alter berechnet werden, wie die pronova BBK mitteilt.

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Das Projekt scheint vielversprechend: Die Mehrheit der Deutschen würde eine digitale Gesundheitsakte auf jeden Fall nutzen oder kann sich dies vorstellen. Das hat eine repräsentative Befragung des Instituts Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit ergeben.

Mit der virtuellen Gesundheitsassistentin "Vivy" haben Nutzer alle wichtigen Informationen und Dokumente immer dabei:. Wer mehrere Medikamente nehmen muss, scannt den Code auf der Packung oder dem Medikationsplan und wird automatisch auf Wechselwirkungen aufmerksam gemacht, wie die DAK informiert.

So schafft "Vivy" Transparenz für Patienten und Ärzte: Der Nutzer hat einen genauen Überblick und kann seine Daten auch Ärzten zur Verfügung stellen. "Vivy ist die erste digitale Lösung im deutschen Gesundheitswesen, die für Millionen Versicherte verfügbar ist und Patienten mit ihren Ärzten vernetzt. Das ist eine wichtige Innovation und eine Weichenstellung für die Versorgung der Zukunft", sagt der DAK-Vorstandsvorsitzende Andreas Storm. "Vivy wird besonders für Menschen mit chronischen Erkrankungen ein Gewinn sein, weil sie beispielsweise ihren Medikationsplan immer dabei haben."

Doch nicht alle teilen die Begeisterung. So kommentiert etwas die Mitteldeutsche Zeitung: Eine hohe Dosis Skepsis ist angebracht: Den Versicherungen wird mit der Software künftig eine enorme Macht gegeben. Sensible medizinische Daten landen in dem Programm. "Vivy" ermöglicht es auch, die Daten sogenannter Fitness-Tracker einzubinden. Und wenn die Versicherung weiß, wie viele Schritte ich täglich laufe, wie hoch mein Blutdruck ist oder wie gut ich schlafe, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten für die Gestaltung der Versicherungsprämien.

Die Betreiber hingegen weisen auf eine Verschlüsselung hin: Die Daten der Nutzer seien sicher, sagen die Verantwortlichen. Nur die Nutzer würden über deren Verwendung entscheiden. Die Kassen und Versicherungen noch Vivy oder andere Dritte sollen darauf zugreifen können.

Viele wollen eine Erinnerungsfunktion

Laut einer Studie des Instituts Forsa nehmen 56 Prozent der Deutschen regelmäßig Medikamente. Die Hälfte davon ist nicht oder nur unzureichend über Wechselwirkungen mit anderen Arzneien informiert. Die Dokumentation der Medikamente mit Wechselwirkungen nannten 92 Prozent als sehr wichtige oder wichtige Funktion einer elektronischen Gesundheitsakte. Neun von zehn Befragten sind außerdem der Zugriff auf Befunde und Hinweise auf Vorsorgeuntersuchungen wichtig oder sehr wichtig. Acht von zehn begrüßen eine Erinnerungsfunktion für Arzttermine.

Insgesamt würden 38 Prozent der Deutschen eine elektronische Gesundheitsakte als Smartphone-App auf jeden Fall nutzen. Ein weiteres Drittel (36 Prozent) kann sich dies vorstellen. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es noch mehr: Hier wünschen sich 43 Prozent eine solche Lösung, 38 Prozent sind offen dafür.

Quelle: DAK, Mitteldeutsche Zeitung

autoren wize.life

8 Kommentare

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Ich habe kein Smartphon - will auch keins. Was geht ein privates Unternehmen meine Daten an? Diese Seite spioniert doch schon genug 17 Tracker laufen im Hintergrund.
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Ich würde da nicht mitmachen.Spreche lieber Persöhnlich mit meinen Arzt über meine Krankheiten.
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Guten Morgen, wurde nicht aus dem Grund dee Datenerfassung die elektronische Krankenkarte eingeführt? Wenn die Richtlinien der KK eingehalten werden, bzw. danach gearbeitet wird brauche ich nicht noch eine App wo eventuell 3 mitlesen können.
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Gerade für chronisch Kranke ist so eine App durchaus sinnvoll.
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Da wir ein Volk sind mit hohem Durchschnittsalter wird es noch dauern. Gottseidank!!!
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Bitte doch einfach mal die Datenschutzbestimmungen von vivy lesen, mit Google vergleichen, und dann darüber nachdenken, ob ein privates Unternehmen wirklich Zugriff auf solche Massendaten haben soll.
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Einerseits finde ich so Apps gut, habe aber doch Bedenken, das z.B. die KK die Leistungen kürzt, wenn ich mich zuwenig bewege und deshalb Gelenkbeschwerden oder hohen Blutdruck habe...andererseits hätte ich gern eine App die mich mit meinem Hausarzt verbindet...
ich dachte diese app kann man sich hier runterladen oder ist das wiedermal nur eine verarsche
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