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Symbolbild: Noro-Virus in Kurort Braunlage

Norovirus-Alarm in Braunlage (Harz): "Massenanfall von Verletzten" - Weitere Hotelgäste erkrankt

News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Nach dem Norovirus-Alarm im niedersächsischen Luftkurort Braunlage im Harz hat sich die Zahl der Erkrankten am Freitag (28. Dezember) erhöht: Litten am Tag zuvor 30 der 400 Gäste des Maritim Berghotels an Magen-Darm-Problemen, sind inzwischen 11 weitere Touristen erkrankt, wie Michael Weihrich, Sprecher des Landkreises Goslar am Freitag gegenüber wize.life bestätigte. Damit sind nun insgesamt 41 Hotelgäste von der hochansteckenden Viruserkrankung betroffen.

Die Zunahme von Patienten sei aber im "erwartbaren Rahmen" und mit Blick auf die Inkubationszeit von 48 Stunden "nicht unnormal". In der Nacht zu Freitag sind demnach vier weitere Gäste erkrankt, am Freitagmorgen kamen 7 Patienten dazu. Der Rettungsdienst und das Rote Kreuz seien weiterhin vor Ort, allerdings in kleinerer Besetzung als am Vortag.

Nachdem am Donnerstag 30 Hotelgäste an Magen-Darm-Problemen litten, war es in dem Hotel zu einem Großeinsatz von Rettungskräften gekommen. Die Behörden riefen daraufhin den "Massenanfall von Verletzten" aus.

Ein Gast hat vermutlich die anderen angesteckt

Klarheit über die Ursache der Massen-Erkrankung soll ein Labortest geben, dessen Ergebnis für frühestens Freitagnachmittag erwartet wird. Derzeit werden Stuhlproben der Erkrankten untersucht. Bisher deute alles auf einen Noro-Virus hin, hieß es.

Dem Gesundheitsamt Goslar zufolge wurde der Virus vermutlich von außen in das Hotel getragen. "Höchstwahrscheinlich" habe ein Gast die anderen angesteckt. Er soll die Virusinfektion "bereits bei Anreise" in sich getragen haben, so Landkreis-Sprecher Maximilian Strache am Donnerstag.

Weitere Erkrankungen befürchtet

Es könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Urlauber in den kommenden Tagen "unter ähnlich gelagerten Symptomen leiden werden", so am Donnerstag Dr. Tobias Steffen, der Ärztliche Leiter Rettungsdienst.

Die Gesundheitsbehörde geht davon davon aus, dass sich die am Freitag neu Erkrankten bereits vor dem "Massenanfall von Verletzten" infiziert haben.

Tagelange Ansteckungsgefahr

Denn: Jeder Erkrankte kann direkt nach der Infektion andere Menschen mit dem Norovirus anstecken. Selbst wenn es dem Patienten wieder besser geht, ist die Ansteckungsgefahr noch nicht gebannt - sie besteht bis zu zwei Tage nach Abklingen der Symptome.

"Es gibt keinen Grund zur Panik"

Drei Erkrankte wurden am Donnerstag mit Rettungswägen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die anderen erkrankten Urlauber werden demnach in ihren Hotelzimmern medizinisch betreut, getrennt von den anderen Hotelgästen.

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Norovirus: Wie schütze ich mich? Was tun, wenn ich mich anstecke?

Das Hotel gehe "höchst professionell" mit der Situation um, so Strache. Es werde alles dafür getan, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Der Betrieb laufe normal weiter, abgesehen von verstärkten Hygienemaßnahmen. Strache: "Es gibt keinen Grund zur Panik."

Das Gesundheitsamt untersucht die Ursache für die Infektion und deren Verbreitung. Erst wenn das Laborergebnis vorliege, "können wir sagen, was zu den Magen-Darm-Erkrankungen geführt hat", so Strache.

Bei dem Noro-Virus handelt es sich um einen hochansteckenden Erreger, der schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen kann. Ein typisches Symptom ist der Brechdurchfall.

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