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Ein bestimmtes Augen-Implantat könnte für eine Eintrübung der Hornhaut sorge ...

WARNUNG vor Augen-Implantat gegen Weitsichtigkeit - es kann Sehfähigkeit stark beeinträchtigen

News Team
Von News Team

Diese Aussicht klingt vor allem für Senioren reizvoll, die an Weitsichtigkeit leiden: Nie mehr nach der ständig verlegten Lesebrille suchen - ein spezielles Augen-Implantat macht sie überflüssig.

Doch vor genau diesem "Raindrop"-Implantat warnt jetzt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Grund dafür sind Komplikationen, die bei Patienten aufgetreten sind, die dieses Inlay im Auge tragen.

Das Produkt habe in vielen Fällen zu Eintrübungen der Hornhaut geführt, was eine klare Sicht beeinträchtigen könnte, erklärte die Bundesbehörde in einer am Montag (7. Januar 2019) veröffentlichten Empfehlung.

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Dabei bezieht sich das BfArM auf die Ergebnisse einer Studie aus den USA. Sicherheitsbedenken hatte zuvor bereits die amerikanische Food and Drug Administration (FDA), das Äquivalent des BfArM in den USA, gegenüber der Verwendung des Raindrop Near Vision Inlays.

Dreiviertel erleiden eine Eintrübung der Hornhaut

Die Studie bezieht sich auf eine Untersuchung, bei der 113 von 150 Patienten - und damit 75 Prozent - eine Eintrübung der Hornhaut erlitten, nachdem bei ihnen das Raindrop-Implantat eingesetzt worden war. In 42 Prozent der Fälle trübte sich die Mitte der Hornhaut ein, beeinträchtigte also die Sicht der Patienten an zentraler Stelle in den Augen.

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Zwar verschwand demnach die Eintrübung der Hornhaut nach einer Behandlung mit steroidhaltigen Augentropfen. Allerdings, heißt es vonseiten der FDA, erhöhten diese Augentropfen unter Umständen das Risiko für Grauen Star sowie für einen erhöhten Augendruck, ein mögliches Zeichen für Grünen Star (Glaukom).

Augentropfen sind keine Lösung

In einigen Fällen kam es zudem nach einer erfolgreichen Behandlung mit steroidhaltigen Augentropfen erneut zu einer Eintrübung der Hornhaut. Kurz gesagt: Augentropfen sind keine befriedigende und dauerhafte Lösung.

Deshalb rät das BfArM "dringend" von einer weiteren Implantation des Raindrop-Implantats ab. Wer bereits ein entsprechendes Inlay im Auge trage, sollte seine Augen unbedingt zweimal im Jahr untersuchen lassen und bei Beschwerden sofort einen Arzt aufsuchen.

Ähnlich sieht dies die "Deutschsprachige Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation (DGII)", die das Auftreten der Hornhaut-Eintrübungen als "sehr besorgniserregend" bezeichnet.

Bei dem Inlay handelt es sich um ein transparentes Hydrogelscheibchen, kleiner als ein Stecknadelkopf, das operativ in die Hornhaut eingesetzt wird, um die Sehfähigkeit im Nahbereich zu verbessern. Hersteller des Raindrop Near Vision Inlays war das Unternehmen ReVision Optics, das allerdings nach Informationen des BfArM nicht mehr existiert.

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1 Kommentar

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Ich lasse mich auch am Auge nicht operieren.Meine Mutter ist in Bonn uni operiert worden und konnte danach schlechter sehen.
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