Nasenspray: Diese Fehler unbedingt vermeiden - Sonst droht neue Infektion

Nasensprays sollten nicht länger als eine Woche am Stück benutzt werden.
Nasensprays sollten nicht länger als eine Woche am Stück benutzt werden.Foto-Quelle: pixabay
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Erkältungen sind lästig. Besonders lästig: Wenn die Nase ständig verstopft ist - das kann einen nachts Stunden wertvollen Erholungsschlafs kosten. Kein Wunder, dass viele Menschen Nasensprays benutzen. Die haben allerdings einige Tücken, die Sie kennen sollten.

Bei Erkältungen und Schnupfen schwellen die Nasenschleimhäute an. Sie produzieren mehr Schleim, die Nase verstopft. Abhilfe schaffen Nasensprays. Ihre Wirkstoffe - gängig sind die Sympathomimetika Xylometazolin oder Oxymetazolin - sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße wieder zusammenziehen. Wegen der verminderten Blutzufuhr schwillt das Gewebe wieder ab.

Was Erleichterung schafft, birgt allerdings auch Gefahren. Welche Fehler Sie beim Gebrauch unbedingt vermeiden sollten.

Nasensprays richtig verwenden - sonst ist neue Infektion möglich

Aus Hygienegründen sollten Sie den Sprühkopf eines Nasensprays so lange heruntergedrückt halten, bis Sie ihn wieder ganz aus der Nase gezogen haben. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass Nasensekret und somit auch Keime in die Düse eingesogen werden, wie Apotheker Fabian Henkel auf „aponet.de" warnt. Beim nächsten Sprühstoß würden Sie sich selbst wieder mit den Keimen infizieren. Wenn Sie besonders gründlich vorgehen wollen, können Sie den Sprühkopf auch mit warmem Wasser abspülen. Danach bitte abtrocknen und die Schutzkappe nicht vergessen. Analog gilt übrigens für den Gebrauch von Nasentropfen, in der Nase keine Luft in die Pipette einfließen zu lassen.

Nasensprays niemals mit anderen teilen

Jeder sollte sein eigenes Nasenspray (oder seine eigenen Nasentropfen) verwenden, da sonst ebenfalls eine gegenseitige Infizierung mit Krankheitserregern möglich ist - denn auch innerhalb der Familie können Sie sich unterschiedliche Viren eingefangen haben. Doppelinfektionen sind möglich.

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Angebrochenes Nasenspray nicht wieder verwenden

Damit Sie sich nicht mit ihren früheren Erregern wieder infizieren, ist es nicht ratsam, ein bereits beim vorangegangenen Schnupfen benutztes Spray zu verwenden. Sollten Sie nichtsdestotrotz ihr Fläschchen wiederverwenden wollen, dann bitte unbedingt vor Gebrauch desinfizieren. Weiter sollte es nicht lange angebrochen aufbewahrt worden sein. Denn wässrige Lösungen sind besonders anfällig für Keime. Grundsätzlich gilt: Auf das Haltbarkeitsdatum achten.

Anwendung zeitlich begrenzen - sonst droht Abhängigkeit

Vorsicht, Suchtgefahr. Wenn Sie Nasenspray mehrmals täglich und länger als eine Woche benutzen, setzt ein Gewöhnungseffekt ein, wie der Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung, Wolfgang Reuter warnt. Die Folge: Die Schleimhaut schwillt nach kurzer Linderung immer schneller wieder an - und das mit zunehmender Intensität. „Ein Teufelskreis, der zu einem chronischen Schnupfen und im schlimmsten Fall zu einer Abhängigkeit führen kann“, erläutert Reuter. Abgesehen davon kann die Nasenschleimhaut durch häufigen Gebrauch austrocknen. Das wiederum erhöht die Anfälligkeit durch Keime. Dennoch gilt: Sie können Nasenspray begrenzt ohne Bedenken benutzen.

Das sind die Alternativen

Als Alternative zu Nasensprays mit Sympathomimetika bieten sich Nasensprays mit natürlichem Meersalz an. Sie wirken ebenfalls abschwellend und schleimlösend. Hilfreich kann auch eine Nasendusche mit Salzwasser sein.

Schritte, wenn Sie bereits abhängig sind

Ist es bereits zu einer Abhängigkeit gekommen, sollte als erstes ermittelt werden, weshalb genau die Nase überhaupt anschwellt. Ist es tatsächlich nur ein Schnupfen? Steckt dahinter womöglich eine Allergie. Die Ursache muss behandelt werden, sonst fällt die Abgewöhnung besonders schnell. Um sich wieder zu entwöhnen, können Sie versuchen, zunächst bei einem Nasenloch auf das Spray zu verzichten, wie die „Apotheken-Umschau“ rät. Klappt das nicht, lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt beraten. Womöglich bietet sich die Verschreibung eines kortisonhaltigen Nasensprays an. So oder so müssen Sie sich auf einige Tage mit verstopfter Nase einstellen.

WICHTIG: Wenn Ihre Nase beharrlich über einen längeren Zeitraum verstopft ist, sollten Sie besser zum Facharzt gehen.

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autoren wize.life

1 Kommentar

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Ich verwende nur Nasenspray für Kinder .... wenn ich es doch mal benötige.
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