Ausschlafen am Wochenende bringt nichts - Neigung zu Übergewicht steigt

Unter der Woche wenig schlafen, dafür am Wochenende länger im Bett bleiben - ...
Unter der Woche wenig schlafen, dafür am Wochenende länger im Bett bleiben - das bringt die innere Uhr durcheinander. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Schlaf-StudieFoto-Quelle: Simon Matzinger/Unsplash
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Von News Team

Das Wochenende naht - was für viele Menschen bedeutet: Endlich ausschlafen! Endlich das Schlafdefizit ausgleichen, das die Woche über wegen all der viel zu kurzen Nächte angestiegen ist.

Die Sache hat nur einen Haken: Sie funktioniert nicht. Die negativen Folgen des Schlafmangels auf die Gesundheit lassen sich dadurch nicht ausgleichen.

Im Gegenteil: Dadurch gerät die innere Uhr erst recht durcheinander. Die Neigung zu Übergewicht steigt - und ist sogar noch höher als bei Menschen, die jeden Tag zu wenig schlafen. Das berichtet Wissenschaft.de und bezieht sich auf eine aktuelle Schlaf-Studie aus den USA.

Frühere Untersuchungen hatten bereits herausgefunden, dass Schlafmangel das Risiko für Diabetes und Übergewicht erhöht.

Unklar war bisher, ob sich das Risiko minimieren lässt, indem man den Schlaf am Wochenende aufholt. Die aktuelle Studie der University of Colorado in Boulder legt nun nahe, dass dies nichts bringt.

Im Video:

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Für die Untersuchung hatten die Wissenschaftler 36 Versuchspersonen zwei Wochen lang im Schlaflabor beobachtet. Zunächst durften alle neun Stunden lang schlafen. Dann wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt.

Zu wenig Schlaf - mehr Gewicht

Eine Gruppe durfte weiter neun Stunden pro Nacht schlafen, eine andere nur fünf Stunden und die dritte schließlich imitierte den typischen Rhythmus vieler Berufstätiger: Fünf Tage lang fünf Stunden Schlaf pro Nacht, dann zwei Tage lang Ausschlafen.

Das Ergebnis: Bei allen Teilnehmern, die nur fünf Stunden pro Nacht geschlafen hatten, stellten die Forscher eine Gewichtszunahme fest. Sie nahmen während der Studie im Schnitt rund 1,4 Kilo zu. Vermutlich, weil sie länger wach waren und nach dem Abendessen mehr genascht haben, so die Forscher. Durch den Schlafmangel verschob sich zudem der Rhythmus der inneren Uhr nach hinten, die Insulinsensibilität nahm ab, die Blutwerte verschlechterten sich.

Es ist wie ein Jojo-Effekt

Diese negativen Folgen des Schlafmangels - wie etwa Gewichtszunahme - konnte demnach auch der Wochenendschlaf nicht ausgleichen.

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Die Testpersonen, die ausschlafen durften, blieben zwar rund eine Stunde länger im Bett. Kurzfristig verbesserten sich ihre Blutwerte. Doch das war laut Wissenschaft.de nicht von Dauer. Sobald sie wieder im Werktags-Modus waren, wurden ihre Werte demnach wieder schlechter - schlechter sogar als die Werte derjenigen, die sieben Tage lang nur fünf Stunden pro Nacht schlafen durften.

„Es ist wie ein Jojo-Effekt: Am Wochenende verändern wir unsere Essenszeiten und unsere innere Uhr und kehren dann montags zum alten Schlafmangel-Rhythmus zurück – das ist extrem disruptiv“, erklärt Co-Autor Kenneth Wright von der University of Colorado.

Im Alltag an Schlaf zu sparen und am Wochenende länger im Bett zu bleiben, sei keine "effektive Gesundheitsstrategie".

Besser: Regelmäßig ausreichend schlafen. Bleibt die Frage: Wieviel ist ausreichend? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Doch eine Empfehlung der amerikanischen "National Sleep Foundation": Demnach sollten Erwachsene optimalerweise 7 bis 8 Stunden pro Nacht schlafen.

autoren wize.life

8 Kommentare

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Ersten wenn mann 8 Tage über 8 Stunden geschlafen hat ist man nicht nur ausgeruhter kann sich besser konzentrieren bringt den Biorhythmus ins Gleichgewicht und verlängert das Leben. Die Blutwerte sind auch besser weis nur bis heute noch nicht wieso.
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Schon seltsam egal wie man es macht, es ist verkehrt....
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Also, da könnt ihr schreiben, was ihr wollt
Ausschlafen, ausgeschlafen sein... ist eine ganz feine Sache
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Der Schlafbedarf pro Mensch ist unterschiedlich wie die Menschen selbst auch.
Es gibt Frühaufsteher und Morgenmuffel (meist Nachteulen). Mancher braucht mehr Schlaf, andere weniger. Rentner freuen sich über ihren Mittagsschlaf.
In der Bibel steht: am 7. Tage sollst Du ruhen (Volksmund: besser garnichts tun).
Jeder braucht mal eine Pause. Der Stressfaktor heute ist höher als in unserer Jugend.
Jeder Mensch macht es so wie er es kräftemässig kann. Burn out kannte ich noch nicht in meiner Jugend. Heute höre ich oft davon - bei anderen Menschen.
Wer zu wenige Erholungszeiten hat bricht irgendwann zusammen, ggf. wegen Herzinfarkt.
Das billigste Medikament, rezeptfrei, ist immer noch Bewegung. Wer vor dem Notebook oder Smartphone, ggf. TV seine Zeit verbringt nascht viel - und wird, wen wundert es, dicker.
Die Ernährung muss angepaßt sein an die Leistung. Ausgewogen essen und trinken.
Tabak ist kein Medikament, Alkohol kein Lebensmittel.
Wer lange schläft, lange frühstückt und statt 2 dann 3 Brötchen speist wird dicker. Wer sich nicht ausreichend bewegt übrigens auch.
Unsere Vorfahren haben auch viel Fleisch und Gemüse gegessen und wurden alt und kannten keinen Stress oder Herzinfarkte.
Zum Teufel mit diesen ganzen "Berichten". Wenn ich von Krankheiten höre werde ich schon davon krank und frage mich, wieso ich noch auf der Welt bin. Wenn ich im Wartezimmer des Arztes sitze und höre gehe ich total verängstigt wieder nach Hause.
Wenn mein Arzt mich belehrt was mir alles passieren kann......ist der Tag im Eimer.
Die Aufklärung vor einer OP steigert auch nicht die Lebensfreude aufgrund der Risiken.
Beipackzettel von Medikamenten sind nur was für starkte Gemüter und nicht für Mimosen.
Wir sollten unser Leben geniessen und in Maßen essen und trinken was wir mögen. Entweder vegetarisch, vegan oder mit Fleisch - jeder hat andere Geschmacksvorstellungen.
Und das Lachen nicht vergessen - das ist auch eine sehr gute Medizin.
Beim Lachen brauche ich mehr Muskeln als beim Ärgern und sich sorgen.....
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Schlafe so im Durchschnitt 6,5 Stunden. Am Sonntag eine Stunde länger. Im Sommer eher weniger. Habe weder Übergewicht noch irgendwie deutliche Schlafmangel.Wenn ich Bedarf haben sollte schlaf ich eben etwas länger. Das regelt schon mein Körper. geh immer nicht vor 11 00Uhr arbeiten. Dafür aber manchmal bis 20.30 Uhr.
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5 Stunden Schlaf auf Dauer können für die Betroffenen tödlich enden laut
einer langjährigen Studie (wurde über 13 Jahre geführt )

Laut der Forscher hatten Wenigschläfer dann kein höheres Sterberisiko,
wenn sie zumindest am Wochenende lange schliefen.
Daraus leiten die Autoren der Studie ab,
dass sich ein Schlafdefizit ohne große gesundheitliche Nachteile
am Wochenende ausgleichen lässt.
https://www.br.de/themen/wissen/schl...en-100.html
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Die innere Uhr ist oft eh kaputt!!!!! Z. B. bei Pendlern- es ist schön, länger liegen zu dürfen!!!!
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Ich sach ma so: die zwei Stunden länger im Bett können durchaus der Kondition und dem Kalorienverbrauch gewidmet sein, die man wochenends länger im Bett verbringt. Ich habe jedenfalls noch keine Gewichtszunahme feststellen können, obowohl ich leider Gottes dem leistungsorientierten Sport abschwören musste. Nun bringe ich meine Leistung halt diesenorts, ne. Hält auch fit, geistig, körperlich und auch gegen das altern ist es nicht unerheblich zu nennen.
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