Huffing: Tödlicher Trend bei Teenagern - 19-Jähriger verstorben

Huffing - tödlicher Trend (Symbolbild)
Huffing - tödlicher Trend (Symbolbild)Foto-Quelle: Pixabay / gemeinfrei
News Team
Von News Team

Um high zu werden, treiben Teenager gefährliche Experimente. Jetzt kostete das sogenannte Huffing mit einem Deospray einem 19-Jährigen das Leben. Er kollabierte und wachte nie wieder auf. Jetzt warnen Kinderärzte vor dem Rausch, aus dem es womöglich keine Wiederkehr gibt.

Wie die Kinderärzte im Netz berichten, untersuchten Niederländische Experten den Tod eines 19-Jährigen, der Deospray eingeatmet hatte, weil er „high“ werden wollte. Der junge Mann befand sich zu diesem Zeitpunkt wegen dem Missbrauch von Ketamin (Narkose- und Schmerzmittel) und Cannabis in einer Drogenrehabilitationsklinik. Zum Huffing legte er sich ein Handtuch über den Kopf und atmete die versprühten Gase eines Deosprays ein. Dadurch wurde er rasch hyperaktiv und kollabierte wenig später. Die Ärzte wussten keinen anderen Rat, als ihn auf einer Intensivstation ins künstliche Koma zu versetzen. Weil keine Besserung absehbar war, wurden die lebenserhaltenden Maschinen schließlich abgeschaltet.

Im Video: Gefährliche Legal Highs - warum man sie nicht verbieten kann



Was ist Huffing?

Als Huffing bezeichnet man das Einatmen von flüchtige Verbindungen, Aerosolen und Druckgasen, um sich in einen Rauschzustand zu versetzen. Im Gegensatz zum "Schnüffeln", bei dem die Stoffe direkt eingeatmet werden, und dem "Bagging", bei dem meist Plastktüten verwendet werden. Der Inhalationsmissbrauch mittels Deosprays ist billig und erfordert keine verdächtigen Vorrichtungen. Deospray-Huffing ist deshalb vor allem bei finanziell schlechter gestellten Jugendlichen beliebt.

Wie gefährlich ist Huffing?

Gewöhnliche Haushaltsprodukte, wie Deosprays, Farbverdünner und Haarsprays enthalten Substanzen, die teilweise als Inhalationsmittel missbraucht werden können und dabei die Gesundheit schädigen. Am gefährlichsten sei dabei das Butangas, berichten die niederländischen Forscher, die Chemikalie kann den Herzmuskel und das Atemzentrum lähmen, was zu akuter Erstickung und schweren Leber-, Hirn- oder Nervenschäden führen könne:

Der wichtigste Giftstoff bei der Inhalation von Deospray ist Butan. Butan ist einer der Kohlenwasserstoffe, die üblicherweise als Treibmittel für Haushaltsprodukte zum Sprühen verwendet werden.

In den USA sterben durch den Inhalationsmissbrauch von Deospray jedes Jahr bis zu 125 Heranwachsende. Der erste belegte Todesfall ereignete sich im Jahr 1975.

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