Hantavirus durch Mäusekot und Staubpartikel - Vorsicht beim Putzen von Terrasse und Garage

Gefährliche Hinterlassenschaften der Rötelmaus können Hantavirus übertragen
Gefährliche Hinterlassenschaften der Rötelmaus können Hantavirus übertragenFoto-Quelle: Pixabay
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Von News Team

Die Frühjahrsputzsaison ist da, und mit ihr steigt das Risiko, an dem seltenen, aber schweren Hantavirus zu erkranken. Deswegen ist Vorsicht angebracht beim Putzen von Gärten, Garagen, Kellern und anderen Orten, wo sich kleine Nagetiere tummeln könnten.

Bei diesem Virus handelt es sich um einen Erreger, der eine gefährliche Lungenerkrankung und schweres Atemversagen auslösen kann. Die Krankheit ist zwar selten, aber die Folgen einer Infektion kann auch tödlich enden.

Übertragen wird das Virus durch Nagetiere, in Deutschland vorwiegend durch die Rötelmaus. Dabei werden Erreger meist über Staubpartikel eingeatmet oder bei Kontakt mit Mäusekot verbeitet.

Infektionssymptom leicht mit Grippe zu verwechseln

Die Symptome des sogenannten Hantavirus-Lungensyndroms (HPS) ähneln anfangs einer Grippe. Dazu zählen:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Muskelschmerzen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Kurzatmigkeit

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Nachdem das Virus durch die Lunge eingeatmet und vom Körper aufgenommen wurde, gelangt es über das Blut zu anderen Organe. Diese Inkubationszeit dauert 2 bis 3 Wochen, und der Patient zeigt noch keine Anzeichen einer Erkrankung.

Danach halten die Symptome etwa bis zu 8 Tage an. Fieber, trockener Husten, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Durchfall und Bauchschmerzen. In dieser Krankheitsphase kann sich bei schwerem Verlauf eine Herz- und Lungeninsuffizienz entwickeln und es zu mehrfachem Organversagen, Blutungen und sogar dem Tod kommen, warnen Mediziner, wie die des Robert-Koch-Instituts.

In der letzten Phase klingen die Symptome dann wieder rasch ab. Die Organe fangen wieder an, richtig zu arbeiten. Die vollständige Wiederherstellung kann jedoch mehrere Wochen dauern.

Das Hantavirus wirkt jedoch nicht überall gleich. In Deutschland ist eine verhältnismäßig ungefährliche Untergattung des Virus verbreitet. Das sogenannte Puumala-Virus ist weitaus harmloser als andere Gattungen in Nordamerika.


Wenn Sie Symptome nach Kontakt mit dem Mäusekot verspüren, sollten Sie sich unverzüglich zum Arzt oder in eine Notaufnahme begeben, wo man eine Blutuntersuchung durchführen wird.


So vermeidet man eine Infektion


  • Achten Sie darauf, Öffnungen zu stopfen, die Nagetieren ermöglichen könnten, in ein Gebäude zu gelangen.
  • Lagern Sie Lebensmittel, Wasser und Müll stets in gut verschlossenen Behältern.
  • Achten Sie bei der Reinigung auf Tierkot und Nistmaterial. Desinfizieren Sie den Fund und die Fundstelle sorgfältig.
  • Lüften Sie den Raum für mindestens 30 Minuten vor der Reinigung.
  • Vermeiden Sie Trockenreinigungsverfahren, besser ist ein nasser Wischmop.
  • Handschuhe, Schutzbrillen und Mundschutz können vor einer Infektion schützen.

2 Kommentare

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Einfach Mundschutz
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Wo sind die Kommentare von gestern?
Hat wize mal wieder zensiert
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