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Neue Studie: Diabetes-Medikament hat positiven Nebeneffekt auf Herz und Nier ...

Diabetes-Medikament senkt Blutzucker UND kann Dialyse verhindern

News Team
Aktualisiert:
Von News Team

Laut einer aktuellen Studie hat ein häufig verschriebenes Diabetes-Medikament auch einen positiven Nebeneffekt auf Herz und Nieren: Canagliflozin senkt nicht nur den Blutzucker. Es mindert auch das Risiko für Nierenversagen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Mediziner sprechen bereits von einem Meilenstein in der Behandlung von Nierenkranken.

Denn durch Canagliflozin wird offenbar - zusammen mit der Standardtherapie - das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit deutlich verlangsamt und bei Patienten seltener eine Dialyse nötig.

Im Video:

Nieren-Patient wäscht sein Blut zu Hause mittels Dialyse


Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die jetzt im "New England Journal of Medicine" veröffentlicht wurde. Dabei wurden über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 4.401 Patienten weltweit untersucht, die Typ-2-Diabetiker sind und an einer chronischen Nierenerkrankung leiden. Ihnen wurde entweder das Medikament Canagliflozin oder ein Placebo verabreicht.

Geringeres Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen

Bei Teilnehmern der Studie, die täglich Canagliflozin einnahmen, konnte das Risiko für ein tödliches Nierenleiden um 34 Prozent gesenkt werden. Außerdem sank das Risiko für eine Nierenerkrankung im Endstadium - mit der Konsequenz einer Dialyse - um 32 Prozent. Bei ihnen war zudem die Wahrscheinlichkeit geringer, eine tödliche Herz-Kreislauferkrankung wie ein Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.

Dieses Ergebnis stellt einen echten Durchbruch dar

sagte Professor Jan C. Galle von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) dem Gesundheitsportal "Gesundheitsstadt Berlin" und meint damit vor allem Dialyse-Patienten.

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Dass durch das Medikament in der Untersuchung über ein Drittel nicht dialysepflichtig wurden, sei "enorm". Denn: „Die durchschnittliche Lebenserwartung von Dialysepatienten ist geringer als die eines Darmkrebspatienten“, so der Medizinprofessor.

Wobei der Vorteil für Herz und Nieren sich demnach nicht auf das spezielle Medikament Canagliflozin beschränkt, das in der Studie als Prüfmedikament verwendet wurde. Sondern für die gesamte Klasse der sogenannten SGLT2-Hemmer gilt, zu der auch Canagliflozin gehört. SGLT2-Hemmer senken den Blutzuckerspiegel.

Jeder zweite Patient an Dialyse ist Diabetiker

Dass SGLT2-Hemmer zu einem "signifikant geringeren Verlust der Nierenfunktion", führen, dazu gebe die aktuelle Studie ein "klares Signal", so der Würzburger Medizinprofessor Christoph Wanner.

"Diabetes ist zwar die häufigste Ursache für eine chronische Nierenkrankheit – etwa die Hälfte der Patienten an der Dialyse sind Diabetiker", zitiert das Gesundheitsportal den Nierenexperten, "aber wir hoffen natürlich, auch den anderen nierenkranken Menschen helfen zu können".

8 Kommentare

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Liebe Mitdiskutierende,
habt Ihr Euch überlegt aus welcher Substanz dieses Medikament gewonnen wird? Da können Sie sich doch gleich vom Arzt Cannabis verschreiben lassen, das übernimmt die Krankenkasse auch und nicht auf einem grünen Rezept. Hier wollen viele Ärzte zu Lasten der Patienten Ihr Budget schonen und der Patient soll mit oft sehr kleinen Rente die Arznei selbst bezahlen. Lassen Sie sich eine Bescheinigung für chronisch Kranke vom Arzt ausstellen, damit gehen Sie zu Ihrer Krankenkasse und stellen den Atrag auf Rückerstattung Ihrer Zuzahlungen. Sie können bis auf 4 Jahre zurück diesen Antrag stellen. Viele Apotheken können Ihnen eine Bescheinigung über Ihre geleisteten Zuzahlungen ausstellen.
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Kranksein ist für die Pharmaindustrie viel einträglicher! An Gesunden verdienen sie nix!
Billiges Argument!
+ Snow White Was soll das?! Es ist leider nur allzu wahr! Es wird doch fast immer nur an den Symptomen herumkuriert, um möglichst viele Medikamente loszuwerden. Bei mir wurde Diabetes im Anfangsstadium festgestellt. Der Doc hat mich mit Medikamenten zugeschmissen. Wegen der Nebenwirkungen hab ich alle abgesetzt und dann mein Eßverhalten umgestellt, abgenommen und damit hatte sich der Diabetes erledigt. Es geht meistens auch ohne Chemie!
Na ja, ich habe allerdings immer das komische Gefühl, daß die den Hals nicht vollkriegen...
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Wenn es so etwas gibt, warum wird es dann nicht eingesetzt?
Die Wirkstoffe werden seit Jahren eingesetzt, es kann aber durch die hohe Ausscheidung von Zucker im Urin zu Problemen wie z.B. einer Phimose kommen.
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In Deutschland nicht erhältlich
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