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Hamburg: Die AWO muss eines ihrer zwei Pflegeheime wegen Personalmangel schl ...

Pflegenotstand in Hamburg: Erstes Pflegeheim muss schließen – 50 Patienten betroffen

News Team
Von News Team

In Hamburg muss ein Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt wegen Personalmangel dicht machen. Bis Ende Juni müssen 50 Patienten, die teils schwer dement sind, gehen. Die Gewerkschaft ver.di wundert der Pflegenotstand nicht. Schließlich bezahle die AWO keine Tariflöhne.

Neun offene Vollzeitstellen konnte die AWO nicht besetzen, weil sich niemand bewarb. In der Zwischenzeit behalf man sich mit Zeitarbeitskräften. AWO-Sprecher Frank Krippner sagte der "Hamburger Morgenpost", dass dies weiterhin nicht mehr zu finanzieren sei.

Wir mussten diesen Schritt gehen, weil uns dort schon lange examinierte Pflegefachkräfte fehlen.

Mit Zeitarbeitskräfte seien die Personalkosten deutlich höher.

Das wäre dauerhaft zu teuer geworden.

Ende März informierte der Betreiber die Angehörigen der Patienten, dass sie sich eine andere Unterbringung für Patienten suchen müssen. Laut ver.di gibt es jedoch nicht für alle Bewohner einen Platz, weshalb sich die Schließung des Heimes noch hinziehen wird. Auch die 40 Angestellten der Einrichtung müssen sich neue Jobs suchen.

ver.di kritisiert Schließung


Die Gewerkschaft übt an der Arbeiterwohlfahrt harsche Kritik. Man hätte rechtzeitig umsteuern müssen, sagte Gewerkschaftssekretär Norbert Proske. Dass keine neuen Pflegekräfte gefunden werden konnten, sei auch klar, denn:

Die AWO zahlt keine Tariflöhne.

Mitarbeiter bei "Pflegen und Wohnen", einem ehemals städtischem Arbeitgeber, würden monatlich 100 bis 150 Euro mehr verdienen.

Nur jede 10. Pflegekraft nach Tarif bezahlt


Allerdings gehört nicht nur die AWO zu den schwarzen Schafen, was die Bezahlung ihrer Mitarbeiter angeht. Laut ver.di sind in Hamburg 24.000 Personen im Pflegedienst beschäftigt. Nur 7-10 Prozent werden nach Tarif bezahlt.

Die AWO teilte derweil mit, sich mit der Gewerkschaft in Gesprächen zu befinden. Den 50 Bewohnern des Hamburger Pflegeheims hilft das jedoch nichts mehr.

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5 Kommentare

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Ihr Lieben, das sind wieder "Heiminsassen", noch "Patienten", sondern "Bewohner".
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Was geschieht jetzt mit diesen Heiminsassen? Wie soll das überhaupt weitergehen? Wieviele sollen sonst noch geschlossen werden? Sollen die jetzt alle auf der Strasse schlafen?
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In Bad Mingolsheim schliesst auch ein Pflegeheim mit 90 Patienten. Soll sich doch die DPD und VER.DI darum kümmern. Wissen doch sonst alles. Wer stets auf Unternehmer eindrischt darf dich nicht wundern, und wenn es ein Heim der AWO ist sagt das alles.
In ganz Deutschland ist ein Notstand an Pflegepersonal , auch bei den Kirchlichen Traeger die Tarif bezahlen , oder sonstige Traeger
ich frage mich schon lange, warum so viele Altersheime und Bewohner dafür sich in den letzten 20 Jahren in Deutschland , gegründet und bewohnt wurden.
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