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52 Säcke Plastikmüll sammelte Kastner in nur 3 Monaten.

Offener Brief: Wegen Plastikmüll - Getränkehändler rechnet mit seinen Kunden ab

Von News Team -

Getränkehändler Hans-Peter Kastner sagt dem Plastikmüll den Kampf an. Der Unternehmer ärgert sich schon lange darüber, dass Kunden Einwegflaschen aus Discountern bei ihm entsorgen, anstatt umweltfreundliche Mehrwegflaschen zu kaufen. In einem offenen Brief prangerte der Familienvater auf Facebook die Scheinheiligkeit der Menschen an. "Umweltschutz? Unterstützung der Nahversorgung? Nachhaltiges Denken?
Nein, es geht um Bequemlichkeit, Geiz ist Geil und nach mir die Sintflut."

Weil sein Betrieb rund 200 Quadratmeter misst, ist Kastner gezwungen, auch Leergut anzunehmen, das er selbst nicht im Sortiment hat. In zwölf Wochen sammelte er dabei erschreckende 52 Säcke Plastikmüll - 10.400 Einwegflaschen und -dosen. Gekauft in Discountern wie Aldi, Lidl, Kaufland etc. Auf Facebook postete er ein Bild des Müllberges. Dazu schrieb er:

In Zeiten wo viele von Umweltschutz und Nachhaltigkeit reden, wo eine kleine Schwedin es schafft die ganze Welt zum Zuhören zu bringen, wo Freitag die Schule zweitranging ist und wir täglich Gedanken austauschen wie wir das Klima und die Umwelt retten können, wo es sich um Elektromobilität und Weltvermüllung dreht, schaffen wir es innerhalb von 12 Wochen sage und schreibe : 52 Säcke a 200 Stück, also 10 400 Einweg Flaschen & Einweg Dosen von unseren Kunden zurück zu bekommen.

Menschen zu bequem, um fachgerecht zu entsorgen

Würden die Menschen so handeln wie sie behaupten, dann hätten sie stattdessen Mehrwegflaschen oder Zweiweg-Plastikflaschen gekauft, die an die Hersteller zum fachgerechten Recycling zurückgegeben werden. Oder zumindest die Einwegflaschen am Automaten bei den Discountern entsorgt. Aber:

Da müsste man ja in der Schlange stehen und warten oder noch schlimmer, man würde sich die Finger schmutzig machen – denn meistens bekommen wir die Flaschen in Behältern oder Tüten die mit Resten voll sind und wir dann aus dieser Brühe die Flaschen rauszählen müssen.

Kastner ist verpflichtet, den Plastikmüll an sogenannte Clearingstellen zu geben. Aber was passiert danach?

Ganz ehrlich, ich kann Ihnen nicht sagen ob diese Flaschen fachgerecht recyclet werden oder wie so viel andere Müll einfach in das ferne Ausland verkauft wird und dort in die See geschmissen wird.

Eigentlich sollten auch Einwegflaschen in den Recycling-Kreislauf gelangen. Doch dem Naturschutzbund NABU zufolge besteht diese Art von Leergut nur zu 28 Prozent aus wiederverwertetem PET und zu über 70 Prozent aus neuen Materialien.

Getränkehändler beklagt Scheinheiligkeit der Menschen

Der Getränkehändler verzichtet "aus Überzeugung" auf die beliebten Einweg-Sechserpacks, die in Plastik eingeschweißt sind und die Discounter in Massen verkaufen. Dass der Marktanteil dieser Packs mittlerweile bei 52 Prozent liegt, macht den Familienvater wütend. Er wirft den Menschen Scheinheiligkeit vor.

Umweltschutz? Unterstützung der Nahversorgung? Nachhaltiges Denken? Nein, es geht um Bequemlichkeit, Geiz ist Geil und nach mir die Sintflut.

Er selbst bekomme zwar das Pfand von den Clearingstellen, doch das sei nicht erstrebenswert.

Wenn ich Betriebswirtschaftlich an den Punkt komme das ich Plastikmüll verkaufen muss um zu überleben, dann schließe ich meinen Betrieb. Denn ich habe kein Problem damit meinen Kindern zu sagen das ich gescheitert bin, ich habe aber ein Problem damit meinen Kindern zu sagen dass ich nichts gegen die Umweltverschmutzung getan habe.

Dringender Appell an uns ALLE - der Umwelt zuliebe

Kastner hofft, dass sei offener Brief wachrüttelt. Er appelliert an uns alle:

Es liegt in Ihren Händen und Sie haben die Wahl:
Stärken Sie den Fachhandel
Kaufen Sie Mehrweg anstatt Einweg
Helfen Sie mit die Umwelt zu verbessern
Reduzieren Sie unnötigen Plastikmüll
Sichern Sie die Nahversorgung und somit auch die Nachhaltigkeit

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30 Kommentare

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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Nachtrag : Natürlich werden meine kleinen Plastikflaschen korrekt zum Discounter zurückgebracht - und nicht in die Wildnis geworfen.
Bei Saftflaschen kommt alles in den gelben Sack und in die gelbe Tonne. Auch wenn da einiges nur verbrannt werden sollte, da brauche ich mir kein schlechtes Gewissen zu machen. Glasflaschen haben ja auch Nachteile:
Hoher Energieaufwand beim Einschmelzen und Recykeln,
Hohes Gewicht beim Transport ( Erdölverbrauch ), GlasBruch und Verletzungsgefahr, Hohes Gewicht das der Verbraucher stemmen muss : Zum Vergleich : Man kann Problemlos 60.80 Plastikflaschen auf einmal zurückbringen. Bei Glasflaschen hat man einiges zu heben, oder fährt mehrmals (Energieverbrauch).
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Ich bin durchaus gegen unnötiges Plastikzeug. Aber auf die kleinen Flaschen mit Mineralwasser möchte ich auf keinen Fall verzichten weil :
Ich habe immer eine auf dem Nachttisch oder Esstisch stehen - aber wie oft ist mir schon eine runtergefallen, auf den Steinboden. Mit Glasflaschen wäre das schrecklich. Die kleinen Flaschen lassen sich auch gut in der Hand halten- besser als eine große Glasflasche.
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Die Menschheit schafft sich selbst mittels Wohlstand ab! Geiz ist nicht geil, denn Geld kann man nicht essen, trinken oder atmen. Zitat zum Nachdenken: Vieles wünscht sich der Mensch, doch bedarf er nur wenig. Noch was, wer seinem Trinkwasser nicht traut, kann es bei den meisten Wasserwerken testen lassen. Einfach anrufen und nachfragen.
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ich würde gern Wasser aus der Leitung trinken, aber die Leitungen im Haus in dem ich wohne sind so veraltet, daß ich dieses Wasser auf keinen Fall trinken möchte. Selbst für Kaffee oder Tee nehme ich Flaschenwasser. Es kommt so aus der Leitung, daß ich selbst bevor ich Geschirrspüle eine große Gießkanne Wasser abfange (ich nehm sie im Sommer zum Gießen im Winter für die Toilette)
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Ich lasse mir vom Getränke Händler mir die Getränke bringen der bringt mir jede Woche 1 Kiste Wasser und nimmt den Kasten mit den leeren Flaschen wieder mit zurück ich mag das Bad Brückenbauer Wasser das liefert unser Händler in Gasflaschen lieber Bezahle ich mehr habe aber nicht den Plastikmüll und so teuer finde I h es auch nicht dafür muss mann sich nicht abschleppen bei uns ist es der Regionale Getränke Händler Roth der hat alle Möglichen Getränke von Von Wasser über Säfte Schorlen Limo bis Bier ich bin sowieso so genervt vom Plastikmüll ich kaufe auch mein Obst und Gemüse Lose also nicht verpackt ich nehme meine Stofftaschen mit und tue es da rein ich habe auch nicht viel Geld aber bei Nahrungsmitteln schaue ich trotzdem das es nicht verpackt ist sonst nimmt hat man echt zuviel Plastikmüll und sowas Nervt mich schon lange ich habe auch Kinder und Enkelkinder ich möchte das die alle eine eine Umwelt haben wo sie einigermaßen leben können und gerade die Menschen in der Heutigen Zeit sind immer Günstig ist Geil und sehr bequem geworden die Gehen lieber Fastfood essen nur um nicht selber kochen zu müssen dabei schmeckt selbst gekocht viel besser ich Backe auch mein Brot selber weil das gekaufte schmeckt mir nicht so wie selbergebacken ich Backe für meine Kinder mit ich Backe immer Samstags und dann holen sie sich Brot für die ganze Woche ab bei mir ich habe ein kleines eigenes Haus so um die 98 Quatradmeter und einen Gärten mit Kirschen und Mirabellen und Gemüse ich finde das sehr spannend zu beobachten wie alles wächst und es ist gut für die fleißigen Bienen weil ich auch viel Blumen im Garten habe und zu guter Letzt eine Solaranlage auf meinem Dach mein Schwager betreibt Solaranlagen und ich und er haben sie beide aufs Dach gebaut und ich finde die anstrengung hat sich gelohnt ich kriege immer Stromgeld zurück ich habe die Anlage schon 15 Jahre und finde es schön den Geldbeutel damit Heize ich auch im Winter zwecks Fußboden Heizung und ich bin fitt trotz meiner Knochenmetastasen die haben wir zum Glück unter Kontrolle und das seit 3 einhalb Jahren Mann darf sich nie unterkriegen lassen das Leben ist viel zu schön um aufzugeben. 😁😁🙋‍♀️
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Wieviele Klima-Demos mit wievielen Schülern gab es denn vormittags in den Pfingstferien?
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Alle jammern,aber dem meisten geht es am Ar.vorbei.Es geht nicht nur um Plastik.
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Ich behaupte gar nichts.


"Menschen zu bequem, um fachgerecht zu entsorgen"

Das tun sie ja gerade.
Oder sollen die die Flaschen zum Entsorger bringen, und dort ohne Pfandrückgabe entsorgen lassen?


Wenn der "Bonze" sich das leisten kann, kann er das machen.
Der kann froh sein dass Aldi/Lidl/Netto-Käufer ab und zu für einige Dinge zu ihm kommen.

Ich muss beim Discounter in keiner "Schlange" stehen.
Beim Lidl gibt es einen extra Raum mit extra Tür nach draußen.


Warum können die Discounter keine Discount-Limonaden-Konzentrate und sehr billiges CO² anbieten. Immer wieder Sprudler, aber Wasser kostet 13 Cent den Liter, Limonade glaube Ich 26 Cent den Liter. Da lohnt das Edelkonzentrat von den ein oder zwei Anbietern nicht. Die man dann auch im Supermarkt kaufen muss.
Auch das Sprudeln selbst kostet wohl mindestens 11 Cent pro Liter O_o.
Lidl... sollte dauerhaft Konzentrate anbieten.
Dazu noch Umfülladapter von großen 10l/20l-CO²-Flaschen auf die kleinen Kartuschen, oder gleich in den Sprudler.
Und evtl. auch gleich solche Flaschen anbieten, und für einen Tausch sorgen.
Aus so einer Großflasche mit 10, 20l, kostet der Liter wohl nur ein Zehntel oder weniger als aus den kleinen ~300gr-Kartuschen.
Der Clou wäre es, einen Luxus-Wasserhahn wie die Cooker anzubieten, aber der kann nicht nur Kochen, sondern wie auch manche teureren Geräte Wasser gleich aus dem Hahn aufgesprudelt anbieten.
Am besten noch Cooker toppen, und einen sprachgesteuerten automatischen Wasserzähler einbauen. Kann man ja mit Alexa&Google kombinieren (warum was eigenes entwickeln, wenn es fertig besser geht, wie LG bei den Fernsehern seit 2018). "Bitte 867ml Wasser mit 73°C", und das kommt aus dem Hahn.
Oder "Bitte 1l Sprudelwasser" (und dann noch die Intensität).
Evtl. sogar gekühlt.
Ich habe eine Britta,geht wunderbar.Mach kein Hamburger Wasser
Warum gleich den Einzelhändler als "Bonze" bezeichnen, der froh sein soll wenn Discounter-Kunden in seinen Laden kommen. Es gibt auch kleinere Getränkehändler (die Mindestfläche von 200 Quadratmetern, die zur Rücknahme aller Flaschen verpflichtet ist kein Grossmarkt), und für die kann es wirklich existenzgefährdend sein, wenn sie grosse Mengen von nicht bei ihnen gekauften Flaschen entsorgen sollen und pro Stück ca. 5Cent berappen müssen.
Mich ärgert es, wenn man kein Verständnis für die kleinen Händler aufbringt. wenn man die Flaschen beim Discounter kauft, dann sollte man so anständig sein, sie bei diesen wieder abzugeben.
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In Deutschland gibts eine kanne mit filter und braucht keine flaeche mehr mit kann das welt schutz Ich habe diese kanne zeit 1 jahr , kann haben in Real , Saturn , Karstadt , Kaufhof, Media Markt , Kaufland , ist praktish , und ist design Made in Germany
Wenn es ist was ich glaube, Filter taugt nichts, der tauscht nur Kalk gegen etwas anderes im Wasser. Angeblich wird da der Tee besser...
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