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Intuition – wir wissen viel mehr, als wir denken

Intuition – wir wissen viel mehr, als wir denken

Von Christine Kammerer - Mittwoch, 11.06.2014 - 17:58 Uhr

Manchmal, meistens wenn wir uns mit ganz anderen Dingen beschäftigen, scheint im Geist spontan eine Lösung auf. Ein Gedankenblitz, ein kleiner Funke, und wir wissen:Heureka, das ist es!

Meist überrascht uns die Einfachheit der Lösung. Sie war so naheliegend, als hätte uns nur ein hauchdünnes Blatt von der Antwort getrennt. Meist ist es der Verstand, der uns den Weg zur Intuition verstellt.

Wir sind überhaupt allzu oft mit dem Kopf bei der Sache, haben verlernt auf unser Gefühl zu lauschen, auf die innere Stimme , die uns immer wieder und mit erstaunlicher Treffsicherheit den Weg weist. Wir schenken unserer Intuition selten wirklich Vertrauen, beachten sie normalerweise gar nicht so recht. Und übersehen durch diese Unachtsamkeit die vielen, kleinen, bedeutsamen Dinge des Alltags. Die überraschenden Begegnungen, die merkwürdige Zufälle und Eingebungen.

Das sichere Gefühl für das Richtige
Wir haben mitunter das sichere Gefühl, dass wir vom gewohnten Weg abweichen sollten. Zum Beispiel im Straßenverkehr. Oder es treffen sich unsere Blicke mit denen eines Fremden für den Bruchteil von Sekunden und wir spüren: dieser Mensch hat uns etwas zu sagen. Oft wagen wir nicht, Kontakt aufzunehmen, weil uns eine anerzogene Zurückhaltung bremst. Wenn wir dann über unseren Schatten springen und auf den anderen zu gehen, stellt sich mitunter unmittelbar ein Gefühl der gegenseitigen Verbundenheit ein, eine seelische Schwingung auf gleicher Frequenz.

Die innere Stimme flüstert unentwegt
Diese Schwingung ist die Frequenz der Intuition. Die leise Stimme, tief in unserem Inneren und oft verschüttet, flüstert unentwegt. Doch niemand lehrt uns, auf das Bauchgefühl zu lauschen oder unsere natürlichen Instinkte und Empfindungen überhaupt wahr zu nehmen. Wir vertrauen lieber auf unsere rationalen Gaben. Schon, weil wir von klein auf darin bestärkt werden. In unseren Wahrnehmungen oftmals gar nicht ernst genommen werden von anderen, die uns glauben machen wollen, dass uns unsere Sinne trügen. Weil sie selbst nicht mit ihrer Intuition verbunden sind oder aber, weil sie gute Gründe haben, uns ein X für ein O vorzumachen.

Auch Intuition kann irren…
Alte Glaubenssätze und Verhaltensmuster, Abhängigkeiten und Illusionen, von denen wir nicht lassen wollen oder können, sind dafür verantwortlich, dass wir gerne glauben, was uns wortreich versichert wird und uns dafür in unseren Wahrnehmungen verunsichern lassen. Und auch künftig nicht mehr darauf vertrauen. Doch wir tun gut daran, unsere innere Stimme Ernst zu nehmen.

Natürlich kann auch die Intuition uns in die Irre führen. Dann ist unser Kopf ein guter Ausgleich. Sollen wir den Einflüsterungen nachgehen? Wir finden es nur heraus, indem wir es tun. Indem wir in uns hinein lauschen und unsere Intuition erforschen, uns immer wieder fragen, ob die Stimme wirklich aus dem Bauch kommt oder wir nur einem Trugbild aus Vorurteilen oder Wunschdenken aufgesessen sind.

Buchtipp: Matthias Bartels: Der intuitive Blick

19 Kommentare

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Ich horche meist zuerst in mich hinein, entscheide intuitiv, aber bei wichtigen Dingen überdenke ich dieses Bauchgefühl dann auch und mache mir gedanklich eine Plus- und Minusliste. Damit bin ich bisher ganz gut zurecht gekommen.
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Intuition und Verstand gehen für mich eine Symbiose ein. Wenn die Verbindung zwischen den Beiden gestört ist, dann können Entscheidungen die wir treffen durchaus fatale Folgen haben. Oder wir sind psychisch angeschlagen.
Einer meiner Leitsprüche bringt es für mich auf den Punkt:
Ich kann und darf alles(Gefühl), ich muss nur mit den Konsequenzen klar kommen(Verstand)
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Ich entscheide nach meiner Intuition, allerdings wird diese vom Verstand überwacht. Gefühl und Verstand gehen Hand in Hand durch's Leben...
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Mein Verstand Analysiert,.mein Bauch Entscheidet
bei mir funktioniert es ,,,
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Ich entscheide mit dem Bauch und bilde mir ein es wäre der Verstand.
das ist gut, so mach ich's auch.
grüße, barbara
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Ich habe eine "Entscheidungssperre". Denke lange darüber nach, wie und ob ich mich entscheiden soll/muß. In einer Beziehung liebte ich es, daß mir Entscheidungen, die mich nur mittelbar betroffen haben, abgenommen wurden. Jetzt ausschließlich mit dem Kopf, auf mein Bauchgefühl ist kein Verlass.
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würfeln!
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...es kommt auf die Situation an...
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"Wenn wir wirklich lebendig sind, ist alles, was wir tun oder spüren, ein Wunder. Achtsamkeit zu üben bedeutet, zum Leben im gegenwärtigen Augenblick zurückzukehren". Thich Nhat Hanh
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Hallo Christine, ich lese aufmerksam deinen Beitrag. Intuition ist das Thema. Ein anderer würde vielleicht dies auch als Bauchgefühl benennen. Wäre das auch für dich OK ? Ich interpretiere aus deinen Worten, das unser Wissen über das SEIN um ein vielfaches größer ist, als das was wir im Alltag zur Anwendung bringen.
Woher wissen wir also schon so vieles und woher kommt dieses Wissen ? Folgen wir einer Kette jahrtausendalter Erfahrungen ? Ich glaube hier liegt in uns ein großes Potential und ich folge Dir das es durch dämpfende Muster und ein zu viel an Rationalität oft überdeckt wird.
Intuition öffnet Wege für neue Lösungen, jedoch um auf den Mond zu landen bedarf es auch einer großen Rationalität.
Hier die richtige seelisch/psychische Balance zu finden ist eine große Herausforderung + Wichtigkeit für jedes Individuum (Person), um in einer Welt mit wachsender Komplexität und Dynamik sich nicht zu verlieren.
Das Fundament,dass es gelingt, ist aus meiner Sicht, die eigene Achtsamkeit.
Hallo Peter, ja, das Bauchgefühl, aber ich glaube, es ist noch mehr, einerseits unser ganz persönlicher Erfahrungsschatz, andererseits vielleicht auch so etwas wie die kollektive Erfahrung der Menschheit, aber eben weit über den Instinkt hinaus.
Ich glaube auch, dass wir am besten fahren, wenn wir unsere beiden großen Gaben - Intiuition und Ratio - anwenden, je nach dem, mit welcher Frage wir es zu tun haben und ja, ich glaube auch, dass Achtsamkeit der Weg ist, eine sehr gute Wahrnehmung für die Signale "aus dem Bauch", aber auch die Fähigkeit, diese Wahrnehmungen richtig einzuordnen (aber dafür war einfach kein Platz, man könnte darüber auch gut eine Doktorarbeit schreiben... )
ich denke auch, daß wir beide unsere gaben, ratio und intuition, je nach situation, anwenden sollten.
beides sind notwendig und sollten gut harmonieren.
grüße, barbara
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