Die Jecken sind los: Zahlreiche Karnevalskostüme enthalten Schadstoffe. Doch ...

Gesundheitsgefahr durch Karnevalskostüme - So könnt ihr giftige Verkleidungen vermeiden

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Von News Team

Egal, ob Karneval oder Fasching: Mit dem heutigen Altweiberfasching streben die tollen Tage ihrem Höhepunkt entgegen. Nicht so toll sind dagegen viele Kostüme - für die Gesundheit.

Denn: "Karnevalskostüme können giftige Substanzen enthalten", warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Auch Schminke kann demnach schädliche Stoffe enthalten, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

Doch es geht auch anders. Die Verbraucherzentrale rät, für ein "buntes und bedenkenloses Treiben ohne Blessuren für Haut und Organismus" diese Tipps zu beachten.

Kostüme nie direkt auf der Haut tragen

Karnevalskostüme können giftige Stoffe enthalten, die Haut und Schleimhäute reizen oder Allergien auslösen können. Das Chemische Untersuchungsamt Stuttgart hat sechs Kinderkostüme untersucht und in allen den Stoff PPA (Para-Phenylendiamin) nachgewiesen, der eine allergische Reaktion auslösen kann.
Tipp der Verbraucherzentrale: Das Kostüm vor dem Tragen waschen und den direkten Kontakt mit der Haut vermeiden. Auf jeden Fall ein T-Shirt und Leggings darunter anziehen.

Im Video:

Karneval in Deutschland - ein Milliardengeschäft

Bei Schminke lieber Naturkosmetik wählen

Faschingsschminke enthält häufig Mineralöle wie Paraffin oder Petrolatum. Wer das auf Haut oder Lippen auftrage, "verschluckt oftmals schädliche Substanzen", so die Verbraucherzentrale. Diese können sich im Körper anreichern können oder im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.
Tipp der Verbraucherzentrale: Bei Karnevalsschminke lieber zu zertifizierter Naturkosmetik greifen. Die enthält keine Mineralöle, Silikone, Polyethylenglykole (PEG), oder Azofarbstoffe. Zu erkennen ist zertifizierte Naturkosmetik, die es längst nicht mehr nur im Biomarkt, sondern auch in Drogeriemärkten gibt, am BDIH-Siegel oder am NATRUE-Siegel.

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An Plastik-Schwertern und Klebe-Tattoos schnüffeln

Karnevalsutensilien wie Plastik-Schwerter, Kunststoff-Flügel oder Klebe-Tattoos enthalten der Interessensvertretung der Verbraucher zufolge häufig Lösemittel, Weichmacher und andere Schadstoffe. Oftmals ist das bereits am Geruch zu erkennen: Die Kunststoff-Produkte riechen sehr stark nach Chemie. Deshalb erstmal daran riechen. Und im Zweifel: Lieber nicht benutzen oder auf die Haut kleben. Stattdessen das benötigte Accessoire selber basteln.

Spaß-Kontaktlinsen nur kurzzeitig tragen

Rote Vampir-Augen und Katzen-Pupillen? Mit Spaß-Kontaktlinsen kein Problem. Allerdings: Durch die Farben und Muster lassen die Linsen keine Luft mehr an die Augen. Bei längerem Tragen kann der Sauerstoffmangel dazu führen, dass die Hornhaut aufquillt, "Dadurch kann die Sehfähigkeit Schaden nehmen", so die Verbraucherzentrale, die dazu rät, solche Linsen nur kurzzeitig zu tragen. Im Zweifel Optiker und Augenärzte um medizinischen Rat fragen.

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